Guter Auftritt bei Coventry-Test

Topp und Ducksch auf Werbetour: Torjäger empfehlen sich als Werders neues Sturmduo

Bildet sich da gerade ein neues Sturmduo beim SV Werder Bremen? Marvin Ducksch und Keke Topp überzeugten beim Testspiel gegen Coventry City nicht nur als Torschützen.
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Bildet sich da gerade ein neues Sturmduo beim SV Werder Bremen? Marvin Ducksch und Keke Topp überzeugten beim Testspiel gegen Coventry City nicht nur als Torschützen.

Keke Topp und Marvin Ducksch haben beim Testspiel des SV Werder Bremen gegen Coventry City überzeugt. Was Ole Werner zum Sturmduo und zur vermeintlichen A-Elf sagt.

Bremen – Einen echten Feinschmecker-Moment hatte Keke Topp noch parat. Fünf Minuten vor dem Abpfiff erhielt der Stürmer des SV Werder Bremen im Mittelfeld den Ball, schaute kurz nach oben und flankte dann punktgenau auf den einlaufenden Jens Stage. Der Däne wiederum köpfte clever vor die Füße von Marvin Ducksch, der anschließend zum 2:1 traf. Fertig war der Testspielsieg gegen Coventry City. So sehenswert der Schlusspunkt war, so gefällig war auch der Auftakt der Partie schon verlaufen – schließlich hatte dort Ducksch bei einer Ecke genau auf Topp geflankt, der daraufhin die frühe Führung erzielte. Kurzum: Die beiden Angreifer hatten ihren Auftritt in England fraglos genutzt, um sich nachhaltig als Werders neues Sturmduo zu empfehlen.

Neues Sturmduo beim SV Werder Bremen? Viel Lob für Keke Topp und Marvin Ducksch

Bekanntlich werden Torjäger vor allem an ihrer Trefferquote gemessen, doch das Gespann Ducksch/Topp überzeugte gegen Coventry auch deshalb, weil in den anderen Disziplinen Akzente gesetzt wurden. Beide waren – auch wenn noch nicht alles klappte – viel unterwegs, forderten die Bälle, verteilten sie geschickt. Keke Topp trat sogar an der Seitenlinie als aggressiver Zweikämpfer in Erscheinung, womit er den Gegner intensiv beschäftigte. „Er ist ein absolut belebendes Element, haut sich voll rein“, lobt Peter Niemeyer als Werder Bremens Leiter Profifußball den Gnarrenburger, der seit seiner Rückkehr vom FC Schalke 04 bislang in jedem Testspiel außer der Lecce-Partie einen Treffer erzielt hat. „Ich weiß, dass ihm die Tore enorm guttun. Das freut mich für ihn, weil ihn das sehr beflügeln wird“, sagt Niemeyer.

Auch Coach Ole Werner ist zufrieden. „Er zeigt das, was wir erwartet haben: dass er lernwillig und körperlich präsent ist; dass er versucht, die Dinge umzusetzen und dass er sich gut in die Gruppe einfügt“, erklärt der 36-Jährige. „Er hat aber auch noch Baustellen, an denen wir arbeiten. Das ist normal für einen jungen Spieler, aber bisher präsentiert er sich gut.“ Und auch Marvin Ducksch komme nach einem etwas holprigen Einstieg in die Vorbereitung beim SV Werder Bremen immer mehr in Schwung. „Er war deutlich verbessert“, findet Werner. „Er ist jetzt körperlich einen Schritt weiter und deshalb ist alles okay.“

Steht die Stammelf mit Marvin Ducksch und Keke Topp beim SV Werder Bremen schon fest? Das sagt Trainer Ole Werner

Zwei zusätzliche Wochen haben die Protagonisten noch Zeit, um sich weiter in Schuss zu bringen. Am 19. August steht die erste Prüfung im DFB-Pokal bei Drittligist Energie Cottbus (18 Uhr) an, ein paar Tage später folgt der Bundesliga-Auftakt mit dem Gastspiel beim FC Augsburg (24. August, 15.30 Uhr). Ole Werners Aufstellungen beim Doppeltest in Coventry taugen da durchaus als kleiner Wink für die Zukunft. Während Topp und Ducksch gemeinsam mit Romano Schmid im Duell der A-Mannschaften angriffen, musste Justin Njinmah vorher ebenso wie Neuzugang Marco Grüll mit der B-Elf ran und erlebte ein enttäuschendes 0:4.

Trotzdem: Das interne Rennen um die Startelf will Ole Werner nicht vorzeitig beendet wissen. „Wir haben Stand jetzt 14, 15, vielleicht 16 Spieler, die um die Plätze kämpfen, wenn es in zwei Wochen in Cottbus losgeht“, sagt der Trainer des SV Werder Bremen ganz generell. „Davon standen auch im ersten Spiel welche auf dem Platz. Deshalb ist das jetzt noch kein finaler Fingerzeig. Genau dafür sind solche Testspiele da, irgendwie muss man es eben aufteilen.“ Schon am kommenden Samstag beim nächsten Doppeltest über jeweils 90 Minuten gegen den französischen Erstligisten Stade Rennes könne die Formation ganz anders aussehen. „Wir sind da flexibel aufgestellt und können eben auch Woche für Woche gucken, was auf den Gegner passt und wer sich wie präsentiert“, betont Ole Werner. (mbü)

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