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Bremen - Ende Oktober des vergangenen Jahres wurde Alexander Nouri bei Werder Bremen als Trainer des Bundesliga-Teams entlassen. Aber der Kontakt des 38-Jährigen zu den Grün-Weißen ist noch nicht abgerissen – auf geschäftlicher Ebene allein deshalb nicht, weil Nouri weiterhin von Werder bezahlt wird.
Der Vertrag läuft noch bis 2019, eine Auflösung des Arbeitspapiers durch Zahlung einer Abfindung wurde noch nicht vereinbart. Sollte Klaus Filbry, Vorsitzender der Werder-Geschäftsführung, allein deshalb darauf warten, dass der Ex-Coach zeitnah einen neuen Arbeitgeber findet, um ihn von der Gehaltsliste streichen zu können, wäre das nur verständlich. Der Werder-Boss wirft sich im Gespräch mit der DeichStube auch mächtig ins Zeug, um die Qualitäten des Trainers Nouri herauszustellen. Die Gründe dafür seien aber nicht geschäftlich, beteuert der 51-Jährige.
Filbry: „Nouri ist ein hervorragender Trainer“
„Es geht mir um den Menschen Alexander Nouri, der hier einen ausgezeichneten Job gemacht hat. Es würde mich wirklich freuen, wenn er wieder arbeiten würde. Er ist ein guter Trainer, das hat er hier unter Beweis gestellt“, sagt Filbry.
Ehe Nouri zu Beginn der gerade abgelaufenen Saison wegen der mageren Start-Bilanz von fünf Punkten aus zehn Spielen scheiterte, hatte er einen Weg bei Werder zurückgelegt, auf den er „stolz“ sein könne, so Filbry: „Er hat die U23 in die Dritte Liga geführt. Er hat die U23 vor dem Abstieg bewahrt. Und er hat uns in seiner ersten Saison als Bundesliga-Trainer auf Platz acht geführt. Das sind schon Qualitätsmerkmale, die sehr hoch sind. Er ist ein hervorragender Trainer.“
Filbry: Nouri hat sein Werder-Aus „gut verarbeitet“
Das letztlich nicht gut zu Ende gegangene Engagement bei Werder habe er intensiv analysiert, hatte der Fußball-Lehrer unlängst mitgeteilt. Auch Filbry hat nach einem „gemeinsamen, netten Mittagessen vor einiger Zeit“ diesen Eindruck. „Alex schaut sehr reflektiert, selbstkritisch und ehrlich auf diese Zeit zurück. Er ist sehr froh, diese Chance bekommen zu haben. Natürlich würde er hier gerne noch arbeiten. Aber er hat das gut verarbeitet. Deswegen ist er jetzt bereit, den nächsten Schritt zu gehen.“ Sollte es dem Trainer gelingen, hätte auch Werder etwas davon - nämlich einen Trainer weniger zu bezahlen. Den Coach wieder ins Werder-Leben einzubinden sei „aktuell kein Thema“, so Filbry.