Werders harmlose Offensive
Weil Werder ein echter Knipser fehlt: Marco Friedl vermisst seinen Ex-Kollegen Marvin Ducksch
Der SV Werder Bremen ist offensiv zu harmlos, es fehlt ein echter Knipser - Kapitän Marco Friedl vermisst seinen Ex-Kollegen Marvin Ducksch!
Augsburg – Seit ein paar Monaten schon weilt Marvin Ducksch nicht mehr in Bremen, sondern in Birmingham, doch so richtig daran gewöhnt hat sich Marco Friedl noch immer nicht. Menschlich, aber auch sportlich. Gerade jetzt. „Wenn du vorne einen hast, der dir 10, 15 Scorerpunkte garantiert, wie es Duckschi gemacht hat, dann ist das schon etwas anderes“, sagt der Kapitän des SV Werder Bremen. „Auch Mitch (der am Kreuzband verletzte Mitchell Weiser, Anm. d. Red.) fehlt uns sehr. Wir schießen vorne halt wenig Tore.“ Beim FC Augsburg (0:0) war es sogar gar keines. Acht Schüsse gaben die Gäste in Richtung Ziel ab, kein einziger davon ging direkt auf den Kasten. Von den beachtlichen elf Eckbällen sorgte nur eine für echte Brisanz im gegnerischen Strafraum. Und weil es auch spielerisch hakt, schlurfen die Hanseaten derzeit recht harmlos durch die Liga. Es fehlt nicht nur, aber eben auch ein echter Knipser.
Werder Bremens Clemens Fritz über neuen Stürmer: „Wenn für uns etwas Interessantes aufgeht, dann schauen wir uns das an“
Auf dem Papier hätten Victor Boniface und Keke Topp diese Rolle übernehmen sollen, doch beide haben ihre ganz eigenen Anpassungsschwierigkeiten, die sie bisher nicht lösen konnten. Braucht es also weitere Verstärkungen? „Da bin ich der falsche Ansprechpartner“, sagt Kapitän Marco Friedl, der in der Vergangenheit durchaus schon schlechte Erfahrungen mit öffentlichen Forderungen in diese Richtung gemacht hat. Der passende Adressat bei dieser Thematik ist logischerweise Clemens Fritz – der Fußball-Chef des SV Werder Bremen verzichtet aber darauf, die ganze Angelegenheit weiter zu befeuern. „Wir werden die Situation für uns analysieren“, sagt der 45-Jährige stattdessen. „Wenn für uns etwas Interessantes aufgeht, dann schauen wir uns das an.“
Werder Bremens Marco Friedl: „Vorne musst du halt mal irgendwie einen reindrücken“
Marco Friedl bleibt so erst einmal nicht viel anderes übrig, als weiterhin dem Ex-Kollegen Marvin Ducksch nachzutrauern – und eine Besserung herbeizusehnen. „Das ist eine Phase, und ich hoffe, dass sie irgendwann wieder vorbei geht“, meint der 27-jährige Innenverteidiger des SV Werder Bremen. „Vorne musst du halt mal irgendwie einen reindrücken. Das ist uns gegen Union und St. Pauli gelungen, auch gegen Köln lagen wir lange vorne. Das fehlt uns gerade. Dementsprechend schaut es so aus, wie es gerade ausschaut. Ich kenne aber meine Jungs und weiß, wie gut wir eigentlich Fußballspielen können. Das müssen wir uns durch die Arbeit gegen den Ball, die gegen Augsburg gut funktioniert hat, wieder zurückholen.“ (mbü)
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