DeichStube-Meinung

Kommentar zum Mbangula-Deal – Werder beweist Mut zum Risiko

Mit dem Transfer von Samuel Mbangula beweist der SV Werder Bremen Mut zum Risiko - das ist richtig und sendet eine wichtige Botschaft. Ein Kommentar von DeichStube-Chefreporter Daniel Cottäus.

Zell am Ziller – Auf dem Platz mit seinen neuen Teamkollegen stand Samuel Mbangula am Mittwochvormittag zum allerersten Mal – Vereinsgeschichte hatte der 21-jährige Belgier da aber bereits geschrieben. Mit einer Ablösesumme von zehn Millionen Euro, die durch mögliche Nachzahlungen noch auf zwölf Millionen Euro anwachsen könnte, ist er der zweitteuerste Transfer in der langen Vereinsgeschichte des SV Werder Bremen. Das lässt automatisch aufhorchen, bringt eine gewaltige Erwartungshaltung mit sich – und sendet ein starkes Signal: Werder will vorankommen!

Samuel Mbangula ist der zweitteuerste Neuzugang in der Geschichte des SV Werder Bremen. Dieser Mut ist richtig und wichtig - ein Kommentar.

Kommentar zum Samuel-Mbangula-Transfer: Gut, dass Werder Bremen Mut beweist - obwohl es keine Garantien gibt

Mit der für Bremer Verhältnisse astronomisch hohen Investition geht der Verein ein hohes Risiko ein, auch wenn es den Verantwortlichen gelungen ist, ein cleveres Finanzierungskonstrukt zu verhandeln, sodass Werder Bremen die Summe nicht am Stück, sondern in vier Raten zahlen kann. Dabei hilft das Geld des regionalen Investorenbündnisses, ohne das der Deal nicht möglich gewesen wäre. Und trotzdem gilt: Eine Garantie dafür, dass neue Spieler auch einschlagen, gibt es nicht – unabhängig davon, wie viel sie kosten. Hinzu kommt, dass teure personelle Fehlschläge an einem Standort wie Bremen nicht so einfach kompensiert werden können, wie es bei der finanzkräftigeren Konkurrenz der Fall ist. Dennoch ist es richtig und wichtig, dass Werder Mut beweist.

Der Samuel Mbangula-Transfer zeigt: Werder Bremen ist wieder attraktiv - ein Kommentar

Zum einen ist Samuel Mbangula ein mehr als vielversprechender Spieler, dem zuzutrauen ist, dass er die Mannschaft des SV Werder Bremen vom ersten Tag an besser macht. Mit seiner Flexibilität in der Offensive, seinem Tempo, seinem Spielwitz und Raumverständnis bringt er Eigenschaften mit, die es in dieser Kombination im Kader ansonsten nicht gibt. Dass er sie unbeschwert einzusetzen weiß, hat er bei Juventus Turin bereits bewiesen.

Darüber hinaus ist die Verpflichtung des Talents, an dem noch ganz andere Vereine interessiert waren, eine klare Botschaft, die weit über die Grenzen Bremens, ja sogar Deutschlands hinaus wahrgenommen werden wird: Werder Bremen ist wieder attraktiv für Spieler, die in der Branche gemeinhin als heiße Aktien gelten. Der Mbangula-Deal dürfte deshalb nicht nur im Umfeld, sondern auch innerhalb des Teams neue Kräfte freisetzen. Umso mehr ist es nun die Aufgabe von Cheftrainer Horst Steffen, den neuen Mann so schnell es geht in seine Mannschaft zu integrieren, damit der seine Stärken auf dem Platz ausspielen kann. (dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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