Werder-Transfer-News

André-Silva-Poker in der Sackgasse: Wie reagiert Werders Wunschspieler jetzt?

Kommt André Silva oder nicht? Der Transfer-Poker zwischen dem SV Werder Bremen und RB Leipzig befindet sich in einer Sackgasse. Worum es jetzt noch geht.

Bremen – Geht es nach dem SV Werder, wäre André Silva längst in Bremen. Da in dieser Angelegenheit aber noch andere Parteien ein gehöriges Wörtchen mitzureden haben, stand der Mittelstürmer aus Portugal am Samstag nicht etwa im Weserstadion gegen Udinese Calcio auf dem Platz, sondern in Frankreich gegen den RC Lens. Als Teil der B-Elf von RB Leipzig kam Silva im ersten von zwei Testspielen gegen den Ligue-1-Club zum Einsatz, als Einwechselspieler. Nicht dass es ihn noch gebraucht hätte, aber es war fraglos ein weiterer Hinweis darauf, dass RB nicht mehr mit dem 29-Jährigen plant, ihn noch im Sommer loswerden möchte. Werder hingegen würde bekanntlich nur zu gerne (endlich) mit Silva planen können. Nach Informationen der DeichStube stecken die Gespräche zwischen beiden Clubs aktuell aber in einer Sackgasse. Immer mehr kristallisiert sich dabei heraus, dass es am Ende an Silva selbst liegt, ob der angestrebte Deal zustande kommt – oder platzt.

Der Transfer zieht sich: André Silva ist immer noch bei RB Leipzig und nicht schon beim SV Werder Bremen – die Hintergründe.

Andre Silva ist bereit, für Werder Bremen auf Geld zu verzichten – doch es gibt ein „aber“...

Mit dem Spieler sind sich die Bremer bereits seit längerer Zeit einig. André Silva soll in der Mannschaft von Cheftrainer Horst Steffen zur Führungsfigur im Angriff werden, in der Hoffnung, dass er seine Bestform am Osterdeich wiederfindet. Während der halbjährigen Ausleihe von RB nach Bremen war der Angreifer davon im Verlauf der vergangenen Rückrunde zwar meilenweit entfernt, nichtsdestotrotz sieht er Werder Bremen als Club an, bei dem er die momentane Delle in seiner Laufbahn wieder ausbeulen kann. Dafür ist der Spieler bereit, auf Geld zu verzichten, was einerseits ein gutes Signal ist, andererseits aber auch den Punkt berührt, an dem ein möglicher Transfer gerade festhängt. Denn gewisse finanzielle Forderungen stellt Silva dann doch. Wer sie erfüllt? Unklar.

Wann kommt André Silva zum SV Werder Bremen? So läuft der Poker mit RB Leipzig

Zur Erklärung: Bei RB Leipzig kassiert der Angreifer knapp sieben Millionen Euro pro Jahr, die ihm bis zum Vertragsende im Sommer 2026 weiter zustehen. In Bremen, so ist zu erfahren, würde Silva einen Vertrag über zwei Jahre plus Option auf eine weitere Saison erhalten und zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro verdienen – ein finanzieller Abstrich, zu dem der Spieler grundsätzlich bereit ist. Allerdings pocht er auf eine entsprechende Abfindung von RB, die einen Teil seines ausstehenden Leipziger Gehalts abdeckt. Nach Informationen der DeichStube sind die Sachsen nicht bereit, diese Abfindung zu bezahlen – und fordern, dass Werder Bremen zumindest einen gewichtigen Teil der Summe stemmt. Hinzu käme eine Ablösesumme, was das Geschäft für Werder wirtschaftlich unattraktiv macht. Andererseits benötigen die Bremer händeringend einen neuen Mittelstürmer, um die Angriffsflaute zu beheben. Das wissen natürlich auch die RB-Bosse, die den Druck deshalb am Osterdeich und nicht bei sich selbst sehen. Zu einem Entgegenkommen ist Leipzig weiterhin nicht bereit, womit der Ball bei André Silva liegt.

Sollte der Spieler von seiner Forderung nach einer Abfindung (zumindest in Teilen) abrücken, dürfte neue Bewegung in den Poker kommen. Ansonsten könnte ihm schlimmstenfalls ein zwar gut bezahltes, aber sportlich unbefriedigendes Jahr auf der Tribüne drohen. Und Werder Bremen müsste sich nach einer anderen Lösung umsehen. Wie zu erfahren ist, führen die Bremer weiterhin Gespräche in mehrere Richtungen. (dco)  

Rubriklistenbild: © IMAGO/Christian Schroedter

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