Werder-Profi in der Startelf
„Lieber jetzt als am Ende der Saison“: Isaac Schmidt will von einer schlechten Werder-Situation nichts wissen
Isaac Schmidt stand gegen Borussia Dortmund zum zweiten Mal in der Startelf des SV Werder Bremen - so bewertet Trainer Horst Steffen die Leistung des Außenverteidigers.
Bremen – Abgekämpft stand Isaac Schmidt in der Interviewzone des Signal-Iduna-Parks, die vorherigen Strapazen waren ihm deutlich anzusehen. Wie schon gegen Augsburg vor der Winterpause hatte der Schweizer auch beim BVB etwas mehr als 80 Minuten auf dem Platz gestanden und die linke Seite des SV Werder Bremen bearbeitet. „Ich habe lange nicht Woche für Woche gespielt“, sagte der 26-Jährige. „Gegen Augsburg war es sogar das erste Mal seit anderthalb Jahren, dass ich von Anfang an gespielt habe. Deshalb will ich körperlich unbedingt noch zulegen. Wenn ich meine Energie im Spiel kontrollieren kann, kann ich noch viel mehr Läufe mit und ohne Ball machen.“
Werder Bremen-Neuzugang Isaac Schmidt mit solider Leistung gegen den BVB - Horst Steffen: „Mit ihm war ich ganz zufrieden“
Insgesamt 9,81 Kilometer hatte Schmidt in Dortmund zurückgelegt, dabei 18 Sprints gezeigt. Von seinen 40 Pässen landeten 80 Prozent beim Mitspieler, die Zweikampfquote lag bei 57 Prozent. „Er hat es ordentlich gemacht“, bilanzierte Trainer Horst Steffen nach der Partie gegen den BVB. „Er hatte viele Lösungen und hat dazu seinen Part in der Defensive überwiegend gut gespielt. Mit ihm war ich ganz zufrieden.“ Ziemlich wahrscheinlich also, dass der Mann aus Lausanne auch künftig den Zuschlag in puncto Startaufstellung erhält. Eine Konstanz, die Isaac Schmidt sehnsüchtig erwartet. „Ich bin ein Typ Spieler, der etwas mehr Zeit benötigt“, gab der Neuzugang des SV Werder Bremen zu, „aber wenn man mir die Chance über einen längeren Zeitraum gibt, dann kann ich auch immer mehr zeigen“.
Die 0:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund empfand der Rechtsfuß als „sehr frustrierend, weil wir mehr verdient gehabt hätten“, doch die Leihgabe von Premier-League-Club Leeds United weiß auch, dass noch eine kollektive Steigerung vonnöten ist, wenn der Erfolg zurückkehren soll. „Zwei Punkte aus sechs Spielen sind nicht genug“, betonte Isaac Schmidt und nahm sich und seine Mitspieler in die Pflicht: „Wir haben schwierige Spiele, aber das darf keine Entschuldigung sein. Wir dürfen jetzt auf keinen Fall sagen, dass wir in einer schlechten Situation sind, denn das sind wir nicht. Wir können uns immer noch verbessern. Aber lieber jetzt als erst am Ende der Saison.“ (mbü/bvo)
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