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Bremen - Die Geschichte klingt perfekt, bei jedem Fußball-Romantiker trifft sie einen Nerv: Die alten Jugendkumpels Max Kruse und Martin Harnik in der neuen Saison wieder vereint im Werder-Trikot.
Folgende Meldung, aufgetaucht am Donnerstagmorgen wie eine dunkle Wolke am heiteren Himmel, passt da so gar nicht in die Bremer Harmonie: Kruse könnte Werder im Sommer verlassen, bereite sogar schon seinen Abschied aus Bremen vor. Das berichtet die „Sportbild“.
Kruses Vertrag in Bremen läuft im kommenden Jahr aus, Werders Pläne, mit seinem wichtigsten Offensivspieler vorzeitig zu verlängern, haben bisher nicht zum Erfolg geführt. Der 30-Jährige soll in den Gesprächen mit Sportchef Frank Baumann darauf hingewiesen haben, dass er sich in Bremen zwar sehr wohl fühle, sich aber mit einem Top-Angebot eines Champions-League-Vereins auseinander setzen wolle - sollte er denn eines bekommen. „Darum kann man einen Wechsel nicht ausschließen“, sagt Baumann.
Kruse lässt sich Möglichkeiten offen
Bei genauerer Betrachtung ist es nicht verwunderlich, sondern einfach Teil des Geschäfts, dass sich Kruse nicht schon jetzt auf Werder festlegt, sich stattdessen andere Möglichkeiten offen lässt. Es könnte ja sein, dass plötzlich von irgendwoher der Vertrag seines Lebens winkt. Ob er ein solches Angebot aber tatsächlich bekommt, bleibt abzuwarten.
Im Gegensatz zum Vorjahr hat der Stürmer in der abgelaufenen Rückrunde nicht so häufig geglänzt, auch bei der WM in Russland ist er nicht dabei. Da muss sich erstmal ein Champions-League-Teilnehmer finden, der bereit ist, für den 30-Jährigen ganz tief in die Tasche zu greifen.
Verkauf von Delaney steht unmittelbar bevor
Dazu kommt, dass Werder finanziell nicht zwingend darauf angewiesen ist, Kruse zu verkaufen - selbst wenn er im Sommer nicht verlängert. Beim unmittelbar bevorstehenden Verkauf von Thomas Delaney zu Borussia Dortmund werden über 20 Millionen Euro in die Bremer Kassen gespült. Da könnte es am Ende wertvoller sein, in Kruse einen anderen absoluten Führungsspieler noch (mindestens) ein Jahr zu halten, statt weitere Ablöse-Millionen einzustreichen.
Und die Geschichte von den alten Jugendkumpels Kruse und Harnik würde dann auch wieder passen. Schließlich hatte Kruse dabei mitgeholfen, den Angreifer von Hannover 96 zu Werder zu locken.