Für Werder geht es um Millionen

Verlieren und kassieren? Werder Bremens kuriose TV-Geld-Situation vor dem Saisonfinale bei Heidenheim

Sollte der SV Werder Bremen einen Platz im TV-Ranking klettern, winken weitere 2,8 Millionen Euro TV-Geld! Das Problem: Die Situation ist ziemlich kompliziert!

Bremen – Aus rein sportlicher Sicht ist die Bundesliga-Saison 2024/25 für den SV Werder Bremen gelaufen. Europa ist nach dem 0:0 gegen RB Leipzig bekanntlich nicht mehr zu erreichen. Komplett unbedeutend ist das letzte Saisonspiel beim 1. FC Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) für die Mannschaft von Trainer Ole Werner deshalb aber nicht – aus wirtschaftlichen Gründen. In Sachen Fernsehgeld ist für Werder noch ein Sprung möglich. Die Ausgangslage ist allerdings kompliziert.

Fest steht bereits: Den FC Augsburg werden die Bremer durch das gute Abschneiden in der laufenden Serie in der TV-Geld-Tabelle für die kommende Saison überholen, was Mehreinnahmen von rund 2,8 Millionen Euro bedeutet. Für das laufende Spieljahr hatte Werder Bremen rund 44,8 Millionen Euro kassiert. Am letzten Spieltag beim 1. FC Heidenheim winkt nun ein weiterer Sprung, auch wenn der einen gehörigen Haken hat, weil er kurioserweise den sportlichen Zielen widerspricht.

Sollte Werder Bremen sich im TV-Ranking um einen Platz verbessern, streicht der Club 2,8 Millionen Euro mehr ein

Um noch einen weiteren Platz im TV-Ranking zu klettern, sprich weitere 2,8 Millionen Euro einzustreichen, müssen die Bremer in der Bundesligatabelle einen weiteren Rang zwischen sich und die TSG Hoffenheim bringen. Da Werder als Achter nicht mehr klettern kann, müsste Hoffenheim als Tabellen-15. abrutschen. Voraussetzung dafür ist eine Niederlage der Kraichgauer gegen den FC Bayern München bei gleichzeitigem Sieg des 1. FC Heidenheim – gegen Werder Bremen. Und auch das Torverhältnis spielt eine Rolle: Um noch auf Platz 15 springen zu können, muss Heidenheim neben drei Punkten zusätzlich sieben Tore auf Hoffenheim gutmachen. Ein unwahrscheinliches Szenario. Doch damit nicht genug: Gleichzeitig muss der VfB Stuttgart in Leipzig verlieren und darf Gladbach gegen Wolfsburg nicht gewinnen – weil Werder sonst ebenfalls einen Rang abrutscht und der Abstand zu Hoffenheim nicht vergrößert wäre.

Ganz schön viel Rechnerei, die beim Anstoß am Samstag aber keinen Grün-Weißen mehr interessieren wird: Werder Bremen wird alles dafür tun, um das letzte Saisonspiel gegen den 1. FC Heidenheim zu gewinnen, damit eine insgesamt starke Saison einen würdigen Abschluss findet. Das haben die Verantwortlichen bereits betont. (dco)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Taeger

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