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Nach dem Sieg beim Hallenturnier der Traditionsmannschaften in Oldenburg schwärmen die Legenden des SV Werder Bremen. So lief der Tag.
Oldenburg – Die EWE-Arena in Oldenburg, mittlerweile ist sie so etwas wie das zweite Wohnzimmer von Ailton. Mindestens. Jahr für Jahr sorgt der „Kugelblitz“ mit dem Legenden-Team des SV Werder Bremen für beste Unterhaltung beim großen Hallenturnier der Traditionsmannschaften – und so gesehen war es nur logisch, dass es dem Publikumsliebling vorbehalten war, bei der Siegerehrung am Freitagabend den großen goldenen Pokal für den Turniersieger entgegenzunehmen. Mal wieder. Es folgte das fast schon obligatorische Werder-Jubelfoto auf Kunstrasen, denn bereits zum dritten Mal in Serie hatten sich die Bremer Legenden den ersten Platz gesichert. „Es ist immer wieder eine tolle Veranstaltung, und wir wollten den Zuschauern natürlich etwas bieten“, betonte Werders Sportchef Clemens Fritz, der sich mit dem Traditionsteam im Finale deutlich mit 9:3 gegen die Bundesliga-Allstars durchgesetzt hatte. „Es war unser Ziel, den Titel zu verteidigen. So viel Ehrgeiz ist auf jeden Fall noch da. Schön, dass es geklappt hat.“
Nur im Halbfinale gezittert: Traditionsmannschaft des SV Werder Bremen holt Titel bei Hallenturnier in Oldenburg
Richtig zittern mussten die Bremer, bei denen Double-Coach Thomas Schaaf erstmals als Trainer hinter der Bande stand, dabei nur im Halbfinale, als es gegen den Gastgeber VfB Oldenburg zu einem äußerst engen Duell kam. Am Ende setzte sich Werder Bremen dank des Siegtreffers von Nelson Valdez knapp mit 2:1 durch. In der Gruppenphase hatte Werder mit den Nordrivalen FC St. Pauli (7:1) und Hamburger SV (4:1) nur wenig Mühe gehabt. „In so einem Rahmen zu kicken, ist etwas Besonderes“, freute sich Felix Kroos, der nach seiner Premiere im Vorjahr zum zweiten Mal in Folge in Oldenburg dabei war und ebenfalls als Torschütze auffiel. „Ich habe sechs Jahre meiner Karriere in Bremen verbracht, diese Zeit werde ich nie vergessen“, sagte Kroos – und hielt fest: „Dieses Trikot anzuziehen, ist immer wieder geil.“ Und in der Tat war allen Werder-Akteuren, von den Traditionself-Debütanten Angelos Charisteas und Mehmet Ekici bis hin zu den Veteranen um Ailton, die pure Spielfreude deutlich anzumerken.
„Wir hatten heute wirklich eine gute Mannschaft auf dem Platz und haben das Turnier verdient gewonnen“, sagte Werder Bremens Torhüter Felix Wiedwald, der dank etlicher starker Reflexe und Paraden verdientermaßen den Titel als Torhüter des Turniers einheimste und im Nachgang mit einem Schmunzeln sein persönliches Erfolgsgeheimnis verriet: „Im Dezember habe ich nochmal richtig Gas gegeben und war ein paar Mal laufen. Das hat sich gelohnt.“
Fotos zum Triumph der Werder-Legenden: Die besten Bilder vom Traditionsturnier in Oldenburg
Für Dieter Burdenski: Ailton feiert Turniersieg mit Werder Bremen-Legenden und zeigt nette Geste an Ivan Klasnic
Bliebe zum Abschluss noch einmal der Blick auf Ailton, der seine Treffer gewohnt ekstatisch feierte und dabei die ganze Halle mitnahm. Toreschießen, Menschen begeistern – dafür lebt der mittlerweile 51-Jährige bis heute. „Wir wollten das Turnier für Budde gewinnen, weil er so sehr fehlt“, sagte der Brasilianer über den im Oktober plötzlich und unerwartet verstorbenen Werder-Rekordspieler Dieter Burdenski, den Macher hinter der Traditionsmannschaft. Vor diesem Hintergrund hat der Erfolg des SV Werder Bremen unter dem Hallendach noch einmal eine ganz besondere Note. Sein persönliches Ziel, bester Torjäger in Oldenburg zu werden, hat Ailton allerdings verfehlt. Der Pokal ging am Ende an Ex-Bremer Sokratis, der für die Bundesliga All-Stars neun Treffer erzielt hatte und sich dadurch auch die Auszeichnung als „Spieler des Turniers“ sicherte. Immerhin: Für den schönsten Torjubel hatte mit Abstand Ailton gesorgt.
Nach seinem Treffer im Nordderby gegen den Hamburger SV drehte der Stürmer des SV Werder Bremen ab und steuerte direkt auf Ex-Mitspieler Ivan Klasnic zu, der in Oldenburg für den FC St. Pauli auflief und in dem Moment relativ unbeteiligt an der Bande stand. Ein kurzes Kopftätscheln für den alten Partner, dann noch ein schneller Händedruck, schon war Ailton wieder weg – und die Halle bestens unterhalten. (dco) Verfolgt auch Werder Bremen und das Hallenturnier um den „Matthäi Cup“ 2025 in Frankfurt im DeichStube-Liveticker!