Offene Zukunft

Erst U19-EM, dann Leihe? Wie es für Werders Abwehrtalent Schmetgens weitergehen könnte

Leih-Transfer im Sommer? Mick Schmetgens gilt als großes Abwehr-Talent - trotzdem könnte der Verteidiger den SV Werder Bremen temporär verlassen.

Es ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her, dass groß gefeiert wurde. Die U19 des SV Werder Bremen holte im Mai 2025 den DFB-Pokal – und Mick Schmetgens war mittendrin im Geschehen. Seither ist eine Menge passiert. Der 18-jährige Buxtehuder absolvierte bei der U23 der Norddeutschen seine ersten Gehversuche im Erwachsenenbereich. Später folgte neben den Auftritten in der Regionalliga Nord sogar noch das Bundesliga-Debüt, als bei Werder personelle Ebbe in der Abwehr herrschte. Dazu ist Schmetgens Leistungsträger in der deutschen U19-Nationalmannschaft, mit der er demnächst den Titel bei der Europameisterschaft holen will. Der Sommer dürfte also ereignisreich für ihn werden – auch, weil womöglich ein neuer Club für das Defensivtalent gesucht wird.

Mick Schmetgens (links) gilt als großes Abwehr-Talent - trotzdem könnte der Verteidiger den SV Werder Bremen im Sommer per Leih-Transfer verlassen.

Werder Bremens Daniel Thioune über Mick Schmetgens: „Wir schauen, ob eine Leihe für ihn sinnvoll sein kann, um mehr Spielpraxis zu sammeln“

Was im ersten Moment nach mangelnder Wertschätzung klingen mag, ist das genaue Gegenteil. Die Verantwortlichen des SV Werder Bremen erfreuen sich an den Qualitäten des 1,90 Meter großen Jungprofis und bemühen sich daher umso mehr um die optimalste Förderung von Mick Schmetgens. „Mick ist ein sehr spannender Spieler“, schwärmt Cheftrainer Daniel Thioune im Gespräch mit der DeichStube, sagt jedoch auch: „Bei der Dichte an Innenverteidigern, die wir haben, muss man aber auch bewerten, wie häufig wir auf der Position wechseln und wie viele Minuten er am Ende bei uns bekommen kann.“

Ein Leih-Transfer von Mick Schmetgens zu einem anderen Verein ist deshalb keinesfalls ausgeschlossen. Aber auch kein Muss. „Wir schauen, ob eine Leihe für ihn sinnvoll sein kann, um mehr Spielpraxis zu sammeln. Die Chance ist für Mick aber genauso gegeben, im Sommer bei uns durchzustarten – so wie es Karim Coulibaly letzte Saison getan hat“, sagt der Coach des SV Werder Bremen.

Werder Bremens Daniel Thioune über Salim Musah: „Er hätte bei uns noch nicht so viel Einsatzzeit bekommen, wenn Victor Boniface funktioniert hätte“

Gleiches gilt für einen anderen Youngster, der im Vorjahr noch beim Pokalsieg des Nachwuchses half und nun Bundesligaluft bei den Großen schnupperte: Stürmer Salim Musah. „Er ist ein weiteres Beispiel dafür, wie schnell es gehen kann. Er hätte bei uns noch nicht so viel Einsatzzeit bekommen, wenn Victor Boniface funktioniert hätte“, sagt Daniel Thioune – und der Übungsleiter des SV Werder Bremen betont ganz allgemein: „Ich scheue mich nicht davor, erfahrene Spieler draußen zu lassen, wenn ein junger Spieler sich seine Chance verdient hat. Die Plattform ist da, jetzt müssen die Jungs sie nutzen. In der Vorbereitung werden sie die gleichen Chancen erhalten wie alle anderen auch.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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