Werder-Transfer-News
Sommer-Rückkehr zu Werder Bremen? Der Plan mit dem Leihspieler-Duo Kownacki und Salifou
Zwei Spieler hat der SV Werder Bremen in dieser Saison an andere Clubs verliehen. In Isak Hansen-Aaröen folgt ab Januar dann der dritte Profi. So läuft es für Dawid Kownacki und Dikeni Salifou bislang bei ihren neuen Clubs - die Leihspieler im DeichStube-Check.
Bremen – Vor zwei Jahren waren es acht, vergangene Saison fünf und in der laufenden Spielzeit sind es nur noch deren zwei. Die Rede ist von den Leihspielern des SV Werder Bremen. Aktuell haben die Grün-Weißen in Dikeni Salifou und Dawid Kownacki zwei Profis temporär an andere Vereine abgegeben, um ihnen wichtige Spielpraxis zu ermöglichen und ihre Entwicklung voranzutreiben. Die DeichStube hat beim Duo zum Ende des Jahres nun genauer hingeschaut. So schlagen sich die Bremer in der Fremde.
Werder Bremen-Leihspieler im Check: Dikeni Salifou zählt bei Austria Klagenfurt zum Stammpersonal
Dikeni Salifou (Austria Klagenfurt)
Für Dikeni Salifou ist es keine grundsätzlich neue Situation. Der zentrale Mittelfeldspieler war bereits in der vergangenen Saison verliehen – an den italienischen Topverein Juventus Turin. Bei der Alten Dame kam der inzwischen 21-Jährige 31 Mal (zwei Tore, ein Assist) für die zweite Mannschaft, die sogenannte „Juventus Next Gen“, zum Einsatz. Von der vereinbarten Kaufoption machten die Turiner am Saisonende aber keinen Gebrauch, weshalb Salifou vorübergehend wieder an die Weser zurückkehrte. Weil die Perspektive auf regelmäßige Spielpraxis im Team von Ole Werner für ihn aber weiter nicht gegeben war, wechselte der A-Nationalspieler Togos (ein Länderspiel) im Sommer auf Leihbasis in die österreichische Bundesliga – zum SK Austria Klagenfurt. Und dieser Schritt darf bislang durchaus als erfolgreich bezeichnet werden: In 14 möglichen Pflichtspielen stand der gebürtige Münchener nämlich zwölfmal in der Startelf und wurde zudem zweimal eingewechselt. Salifou, der für Werder Bremen ein Bundesliga-Spiel bestritt, ist also durchaus ein wichtiger Spieler im Kader der Klagenfurter, die den Erwartungen in Österreich als Tabellenzehnter sportlich allerdings etwas hinterherhinken.
„Dikeni erlebt gerade eine schwierige Situation mit Klagenfurt“, weiß auch Peter Niemeyer, der sich als Werder Bremens Leiter Profifußball intensiv um die Leihspieler kümmert. „Aber wichtig ist, dass er viel spielt. Es geht darum, dass er Praxis auf hohem Niveau sammeln kann, und das tut er.“ Wie es für den früheren Augsburger in der kommenden Saison weitergeht, ist noch völlig offen. Immerhin attestiert Niemeyer dem technisch gut ausgebildeten und großgewachsenen Mittelfeldmann bis dato eine gute Entwicklung. „Ich stehe mit Dikeni im Austausch. Er fühlt sich wohl. Auch wir sind zufrieden mit der bisherigen Ausleihe. Im Sommer wird er nach Bremen zurückkehren. Dann sehen wir weiter.“
Werder Bremen-Leihgabe Dawid Kownacki bei Fortuna Düsseldorf auf dem zu alter Stärke
Dawid Kownacki (Fortuna Düsseldorf)
Eigentlich dürfte die Winterpause Dawid Kownacki ziemlich ungelegen kommen. Schließlich schickt sich der Stürmer nach einem längeren Ausfall an alter Wirkungsstätte gerade an, seine Bestform wieder zu finden. Beim 5:0 gegen Eintracht Braunschweig traf er doppelt, beim 1:1 gegen Schalke 04 besorgte Kownacki die Führung für Fortuna Düsseldorf, bei der er nun mit fünf Saisontoren hinter Isak Bergmann Johannesson (sechs Treffer) zweitbester Torschütze ist. „Nach seiner schweren Verletzung hat er sich stark zurückgemeldet. Es freut mich, dass es gut für ihn läuft“, sagt Peter Niemeyer über den Polen, für den auch bei den Rheinländern längst nicht alles rund lief.
Zwar zählte Kownacki nach seiner Rückkehr in die 2. Liga bei der Fortuna auf Anhieb wieder zum Stammpersonal, doch nach zwei Treffern gegen Hertha BSC und Jahn Regensburg verletzte sich der 27-Jährige beim 3:4 in Kaiserslautern. Bei einem heftigen Crash mit dem Torhüter zog sich Kownacki eine Gehirnerschütterung sowie eine Innenbandblessur zu, die ihn fast einen Monat lang außer Gefecht setzte. Seit Ende November ist der Mann, der einst nach einer überragenden Saison bei den Rheinländern mit 14 Treffern zum SV Werder Bremen gewechselt war und dort ein verkorkstes Premierenjahr ohne eigenes Tor und mit ganz wenig Spielzeit erlebte, wieder fit. Und scheint in Düsseldorf wieder zu alter Stärke zu finden. „Düsseldorf passt als Station perfekt für ihn. Er kannte den Verein und das Umfeld und ist deshalb sehr schnell reingekommen“, lobt Niemeyer den früheren polnischen Nationalspieler, bei dem er ganz genau hinsieht. Schließlich endet die Leihe mit dem Zweitligisten im kommenden Juli. Ob und wie es zur neuen Saison mit Dawid Kownacki bei Werder weitergeht, steht noch in den Sternen. Niemeyer verrät nur so viel: „Wir erwarten ihn im Sommer zurück und werden dann entscheiden, wie es weitergeht.“ (mwi/dco)