Tor gegen den HSV

Lichtblick in der Heimatstadt: Werder-Profi Njinmah sauer nach Derby-Niederlage trotz persönlichen Lebenszeichens

Justin Njinmah war nach der Nordderby-Niederlage des SV Werder Bremen beim Hamburger SV trotz seines Tores richtig frustriert. So steht es um den Stürmer!

Bremen – Wirklich viele positive Lichtblicke hatte die 2:3-Derbyniederlage des SV Werder Bremen beim Hamburger SV fairerweise nicht zu bieten. Dafür war die Leistung des Teams über die gesamte Spielzeit schlicht zu schwach. Eine der wenigen Ausnahmen: Justin Njinmah. Der gebürtige Hamburger erzielte nicht nur den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich, sondern sorgte in seinen rund 20 Einsatzminuten auch darüber hinaus mit viel Willen für neuen Offensivschwung. Ein Lächeln zauberte dem 25-Jährigen seine eigene Leistung im Nachgang allerdings nicht ins Gesicht – dafür saß der Stachel der Derbyniederlage zu tief. Und das, obwohl der Stürmer erst unter der Woche betont hatte, dass er früher Sympathien für den HSV hegte. „Die Sympathie war mir heute scheißegal. Es tut doppelt und dreifach weh, weil wir wussten, welche Bedeutung das Spiel hat“, machte der Angreifer nach dem Spiel deutlich.

Konnte sich trotz seines Tores für den SV Werder Bremen am Ende nicht freuen: Justin Njinmah haderte mit der Niederlage im Nordderby beim Hamburger SV.

Trotz Tor für Werder Bremen: Justin Njinmah nach Nordderby-Niederlage beim HSV richtig frustriert

Njinmah war der Frust dabei in jeder Faser seines Körpers anzumerken. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Mich fuckt es einfach enorm ab, ich bin sehr sauer“, stellte er klar. Für ihn persönlich war die Partie in seiner Heimatstadt eben ein „besonderes Spiel“ gewesen, wie er betonte. „Ich war deshalb sehr glücklich, dass wir den Ausgleich machen konnten“, so Njinmah über seinen Treffer, den er nach starker Vorarbeit von Romano Schmid mustergültig zum 2:2 veredelte – und damit sowohl seine Mitspieler als auch die mitgereisten Fans des SV Werder Bremen kurzzeitig von einem späten Derbysieg träumen ließ. „In meinem Kopf war dann eigentlich nur noch, dass wir das Dritte machen wollen. Dass wir dann das Dritte kassieren, regt mich einfach auf.“ Auf die Frage, ob es ihm trotz der Niederlage gelungen sei, etwas Eigenwerbung zu betreiben, antwortete Justin Njinmah knapp: „Das müssen Sie den Trainer fragen.“

Trainer Horst Steffen lobt Justin Njinmah nach Tor für den SV Werder Bremen im Nordderby beim HSV

Werders Cheftrainer Horst Steffen wurde wenige Minuten später genau dazu befragt. Der 56-Jährige sagte: „Es war sichtbar, dass er heute unbedingt Einfluss auf das Spiel nehmen wollte, da er letzte Woche gar nicht zum Einsatz kam.“ Nach einem starken Saisonstart mit zwei Toren in den ersten drei Bundesliga-Spielen war Justin Njinmah beim SV Werder Bremen zuletzt häufiger nur eingewechselt worden, verbrachte in der Vorwoche beim 1:1 gegen den 1. FC Köln sogar 90 Minuten auf der Bank. Bereits vor dem HSV-Spiel hatte Steffen jedoch Njinmahs gesteigerte Trainingsleistungen in den Vordergrund gestellt – und durchblicken lassen, in der Vergangenheit nicht immer zufrieden gewesen zu sein. „Es war heute gut von ihm. Seine Gefährlichkeit in Richtung Tor wurde offensichtlich“, lobte Steffen nun und ergänzte: „So darf es gerne bei ihm weitergehen.“ (bvo/mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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