Werder verliert Nordderby
Stages Führung und Njinmahs Ausgleich reichen nicht: Werder Bremen kassiert verdiente Nordderby-Niederlage beim HSV
Der SV Werder Bremen hat das Nordderby beim Hamburger SV verloren. Beim HSV setzte es eine 2:3 (1:0)-Niederlage. Der Spielbericht der DeichStube!
Hamburg – Diese Niederlage tut jedem Bremer weh, aber so richtig: Im mit großer Spannung erwarteten 109. Nordderby der Bundesliga-Geschichte hat der SV Werder Bremen am Sonntagnachmittag eine knappe, aber nicht unverdiente 2:3 (1:0)-Niederlage beim Hamburger SV kassiert. Beide Mannschaften lieferten sich im ausverkauften Volksparkstadion eine ebenso intensive wie packende Partie, in der der HSV fußballerisch mehr überzeugte und in Siegtorschütze Yussuf Poulsen am Ende den Derbyhelden stellte. Für die Bremer um Cheftrainer Horst Steffen war es hingegen bereits die dritte sieglose Partie in Serie. Mit weiterhin 16 Punkten auf dem Konto dürfte Werders Blick in der Tabelle nun erstmal wieder nach unten gerichtet sein.
Werder Bremen im Nordderby gegen Hamburger SV: SVW hat Glück in der ersten Hälfte
Horst Steffen hatte gegen den HSV exakt dieselbe Startelf auf den Rasen geschickt, der er bereits in der Vorwoche während des 1:1 gegen den 1. FC Köln vertraut hatte. Lange dauerte es nicht, ehe Werder Bremen die erste (kleine) Duftmarke setzte: Jens Stage zog aus der Distanz ab, verfehlte das Ziel aber doch deutlich (3.). Die Antwort des HSV ließ nicht lange auf sich warten. Jean-Luc Dompé sorgte für den ersten Abschluss der Hausherren (6.), kurz darauf fand Fabio Vieira seinen Meister in Werder-Torhüter Mio Backhaus (13.). Das 109. Nordderby der Bundesligageschichte, es begann schwungvoll, flachte im Verlauf des ersten Durchgangs aber zusehends ab.
Beide Mannschaften hatten Probleme damit, gegen die Defensive des Gegners spielerische Lösungen zu finden. Die Partie war vielmehr geprägt von intensiven Zweikämpfen, von denen der HSV bis zum Pausenpfiff 57 Prozent für sich entschied. In der 23. Minute hätte der Aufsteiger dann plötzlich in Führung gehen können, wenn nicht sogar müssen – nach einer Dompé-Flanke verfehlte Stürmer Ryan Philippe den Ball im Strafraum vollkommen freistehend per Kopf. Glück für Werder Bremen – und zugleich eine Szene, die den Hamburgern spürbar Auftrieb verlieh.
Schon gelesen? „Mich f*ckt es einfach enorm ab“: Die Stimmen zur Werder-Derby-Niederlage gegen den HSV!
Werder Bremen gegen HSV: Jens Stage bringt SVW in Führung - Albert Sambi Lokonga gleicht aus
In der Folge hatte der HSV deutlich mehr Spielanteile und kam durch Albert Sambi Lokonga zu einem gefährlichen Abschluss, den Backhaus entschärfte (39.). Werder Bremen hingegen schaffte es in dieser Phase kaum, durch eigene Offensivaktionen für Entlastung zu sorgen. Umso überraschender dann die Szene in der 45. Minute. Nach einer starken Balleroberung gegen Nicolas Capaldo schaltete Romano Schmid blitzschnell und bediente Jens Stage, der zentral vor dem Sechzehner ebenso viel Raum wie Ruhe hatte und überlegt zum 1:0 traf. Für den 29-Jährigen war es bereits das fünfte Saisontor, das im Nordderby zugleich den für die Bremer etwas schmeichelhaften Pausenstand markierte.
Durchgang zwei begann dann mit einigen Minuten Verzögerung, weil die Fans beider Lager reichlich Feuerwerk zündeten, sodass Schiedsrichter Sascha Stegemann mit dem Wiederanpfiff abwarten musste, bis sich der Nebel aus der Arena verzogen hatte. Als der Ball dann endlich wieder rollte, gehörte die erste Szene dem HSV: Nach einer Flanke tauche Bakery Jatta am langen Pfosten auf, scheiterte aus spitzem Winkel aber am wachen Backhaus (54.). Vier Minuten später hätte Senne Lynen um ein Haar seine Torlos-im-Werder-Trikot-Serie beendet, HSV-Keeper Daniel Heuer-Fernandes verhinderte es jedoch mit einer Glanzparade. Gejubelt wurde kurz darauf trotzdem – auf der anderen Seite. Nachdem die Bremer einen Ball im Strafraum nicht richtig geklärt bekamen, traf Nutznießer Lokonga aus zentraler Position zum 1:1 (63.), was in Summe absolut verdient war, weil der HSV weiterhin mehr in die Partie investierte als Werder Bremen.
Wilde zweite Hälfte im Nordderby Werder Bremen gegen HSV: Yussuf Poulsen setzt Schlusspunkt
In der 75. Minute wurde das auf der Anzeigetafel dann endgültig deutlich: Einen Freistoß von Vieira drehte Innenverteidiger Luka Vuskovic spektakulär per Hacke an Gegenspieler Stage vorbei ins Tor – 2:1 für den HSV. Ein echter Tiefschlag für Werder Bremen, das aber prompt zurückschlug und durch Joker Justin Njinmah – einen gebürtigen Hamburger – ausglich (78.). Wie schon beim ersten Bremer Treffer hatte Schmid den finalen Pass gespielt. Werders Problem: Auch Hamburgs Trainer Merlin Polzin hatte ein Goldenes Händchen bei seinen Einwechslungen. Und so war es Stürmer Yussuf Poulsen, der den Schlussstrich unter einen irren Spielverlauf zog und das Derby mit seinem ersten Treffer für den HSV entschied – 3:2 (84.). Für großen Ärger auf Bremer Seite sorgte kurz vor dem Ende noch eine Szene im Hamburger Strafraum, wo Capaldo den Ball aus Bremer Sicht regelwidrig gegen den Arm bekam. Die Pfeife von Schiedsrichter Stegemann blieb allerdings stumm. (dco)
SV Werder Bremen: Backhaus – Sugawara, Pieper, Coulibaly, Friedl – Lynen, Stage – Puertas (79. Boniface), Schmid, Grüll (88. Mbangula) – Topp (69. Njinmah)
Der Liveticker zum Nachlesen:
Werder Bremen im Liveticker gegen den HSV: Schluss! Werder verliert Nordderby-Drama in Hamburg
>>> LIVETICKER AKTUALISIEREN <<<
Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den Hamburger SV: Alle Tore, News und Infos – alles zum Nordderby gegen den HSV live im Live-Ticker der DeichStube. Endstand: 3:2 für den HSV.
17.36 Uhr: Für Werder ist das natürlich ein extrem bitterer Nachmittag. Trotz schmeichelhafter 1:0-Führung müssen die Grün-Weißen die Heimreise ohne Punkte antreten. Doch die 2:3-Pleite ist am Ende auch nicht völlig unverdient. Über die gesamte Spieldauer gesehen haben die Hamburger deutlich mehr in die Partie investiert. Am Ende setzt sich der HSV durch Tore von Lokonga (63.), Vuskovic (75.) und Poulsen (84.) gegen Werder durch, die Treffer von Stage (45.) und Njinmah (78.) sind zu wenig. Das war´s vom Liveticker!
17.35 Uhr: Nach dem Schlusspfiff kommt es auf dem Rasen zu einer riesigen Rudelbildung. Spieler und Verantwortliche beider Mannschaften geraten aneinander - der Grund der Auseinandersetzung ist wohl ein provokanter Jubel der Hamburger. Die Gemüter beruhigen sich dann aber doch relativ schnell wieder.
17.34 Uhr: Dann ist Schluss! Werder verliert das Nordderby beim Hamburger SV bitter, aber nicht unverdient mit 2:3.
90.+7 Min: Mbangula holt nochmal einen Freistoß raus, doch die Hereingabe von Backhaus kann geklärt werden.
90.+6 Min: Mio Backhaus knallt das Leder lang nach vorne, doch die Hamburger können klären - und den Rückpass von Njinmah abfangen. Über Poulsen kommen die Hausherren nochmal nach vorne, doch der Querpass von Poulsen landet dann in den Armen von Backhaus.
90.+5 Min: Auch Romano Schmid holt sich die Gelbe Karte ab, weil Königsdörffer den Ball nach einem Offensivfoul nicht schnell genug rausrückt. Langsam rinnt Werder die Zeit davon...
90.+4 Min: Coulibaly holt sich die Gelbe Karte ab - und zwar völlig zurecht. Werders junger Innenverteidiger kommt da viel zu spät gegen Gocholeishvili.
90.+3 Min: Sugawara flankt von der rechten Seite, Njinmah verlängert per Kopf - doch Boniface steht im Abseits. Wäre aber ohnehin nicht gefährlich geworden, weil der Nigerianer nicht an die Kugel kam.
90.+2 Min: Die Hamburger werfen sich in jeden Ball - und auch das Publikum geht mit. Die Stimmung im Volksparkstadion ist elektrisierend. Derweil kommt beim HSV noch Balde für Dompe in die Partie.
90.+1 Min: Njinmah flankt von der rechten Seite in die Mitte, Stage nimmt den Ball direkt - die Kugel klatscht einem Hamburger an den Arm, doch ein Elfmeter ist das eher nicht. Derweil werden sechs Minuten Nachspielzeit angezeigt.
90. Min: Werder geht die Zeit aus, die Hamburger stehen nun natürlich ganz tief. Kommen die Bremer nochmal zum Abschluss?
89. Min: Es wird ungemütlich auf dem Rasen, Heuer Fernandes und Friedl bekommen sich in die Haare, auch Boniface und Lokonga haben sich ein paar Takte zu erzählen. Schiedsrichter Stegemann zitiert beide Kapitäne zu sich - dann geht es mit einem Hochball weiter.
88. Min: Werder-Cheftrainer Horst Steffen zieht seinen letzten Wechsel, Mbangula kommt für Grüll.
86. Min: Werder muss wieder dem Rückstand hinterherlaufen, inklusive Nachspielzeit bleiben den Gästen jetzt noch knapp zehn Minuten Zeit...
85. Min: Tor für den HSV. Yussuf Poulsen trifft zum 3:2 für Hamburg. Miro Muheim treibt den Ball über die linke Seite nach vorne und legt dann quer auf Poulsen, der aus elf Metern mit links abzieht und flach ins linke Eck vollstreckt. Die Hamburger führen wieder - Wahnsinn...
84. Min: Marco Grüll erobert gegen Königsdörffer den Ball, doch Schiedsrichter Stegemann will da ein Foul gesehen haben. Schwierige Entscheidung.
83. Min: Die Hamburger wechselt doppelt, Poulsen und Gocholeishvili ersetzen Vieira und Jatta.
82. Min: Jetzt entwickelt sich in diesem Nordderby natürlich eine extrem wilde Partie. Beide Teams spielen auf Sieg - und ehrlich gesagt hat man auch das Gefühl, dass hier noch ein Tor fällt. Die Frage ist eher nur, auf welcher Seite.
79. Min: Dann wechselt Werder erneut, Victor Boniface ist nun für Cameron Puertas dabei.
Werder Bremen im Liveticker gegen den HSV: Justin Njinmah egalisiert Führungstreffer durch Luka Vuskovic
78. Min: TOOOOOOOOOOOR! Justin Njinmah gleicht für Werder aus! Sugawara spielt den Ball in die Mitte, doch das Leder wird geblockt - Schmid nimmt die Kugel auf und legt sie in die Mitte, wo Njinmah wartet. Der Angreifer nimmt den Ball super an und vollstreckt aus elf Metern unten rechts. Ausgleich in diesem Nordderby - Wahnsinn!
77. Min: Bei Lynen zeigt sich jetzt ein kleines bisschen der Frust über die letzten Minuten: Werders Sechser erobert an der linken Außenseite den Ball - und stößt dann Vieira um, obwohl der eher unfreiwillig auf dem Ball liegt.
75. Min: Tor für den HSV! Das ist aus Bremer Sicht zu leicht: Vieira bringt den Freistoß in die Mitte, wo Vuskovic sich gegen Stage durchsetzt - und den Ball sehenswert mit der Hacke ins Tor schießt. Ein sehenswerter Treffer, könnte man meinen - wenn es nicht Hamburg erzielt hätte...
74. Min: Jetzt haben beide Linksverteidiger bei Werder Gelb. Kurz nachdem Grüll schlecht positioniert war, wird nun Friedl überlaufen. Capaldo ist dem Bremer Kapitän eigentlich schon entwischt, doch Friedl zieht und zerrt am HSV-Mann, bis der endlich fällt. Es gibt Freistoß von der rechten Seite.
72. Min: Schmid holt auf der linken Seite einen Freistoß raus - und der fliegt Werder beinahe um die Ohren. Heuer Fernandes sieht erst nicht gut aus, weil er beim Versuch, das Leder abzufangen, die Kugel fallen lässt. Dann vertändelt Friedl aber den Ball - und über Dompe startet ein Konter. An dessen Ende muss sich Königsdörffer gegen Pieper und Coulibaly behaupten, das Bremer Abwehrduo geht daraus als Sieger hervor. Hätte aber auch anders enden können.
71. Min: Die Hereingabe von Muheim segelt über alle Köpfe hinweg ins Toraus.
70. Min: Gelbe Karte für Marco Grüll - und die hat sich der Österreicher auch redlich verdient. Grüll, der gegen den Ball als eine Art Linksverteidiger spielt, steht bei einem langen Ball zu hoch und muss Jatta hinterherlaufen. Der Hamburger zieht dann mit einem super Kontakt in Richtung Tor. Da wäre Grüll nicht mehr hingekommen, also reißt er ihn rechts am Strafraum um. Freistoß für den HSV.
68. Min: Werder wechselt zum ersten Mal, Justin Njinmah ersetzt nun Keke Topp!
66. Min: Der Ausgleich ist für den Hamburger SV natürlich hochverdient. Schon zur Pause war die Bremer Führung schmeichelhaft, auch nach dem Seitenwechsel war der HSV tonangebend. Lynen hätte zwar mit seinem Distanzschuss auf 2:0 stellen können, doch der Hamburger Treffer hatte sich angebahnt. Jetzt gilt es für Werder, wieder eine Schippe draufzulegen.
63. Min: Tor für den HSV! Lokonga gleicht aus. Muheim flankt von der linken Seite in die Mitte, Coulibalys Klärungsversuch landet im Rückraum bei Lokonga. Der Hamburger lässt Lynen aussteigen und schiebt den Ball wuchtig aus acht Metern ins linke Eck - keine Chance für Backhaus.
62. Min: Keke Topp sieht für einen Armeinsatz im Mittelfeld die Gelbe Karte.
60. Min: Dann wechseln die Hamburger doppelt: Philippe und Soumahoro verlassen das Feld, Königsdörffer und Muheim sind neu mit dabei.
59. Min: Die folgende Ecke führt Werder kurz aus, in der Mitte kommt Puertas zum Kopfball - der Ball geht aber aus kurzer Distanz deutlich über das Tor. Schade, war mehr drin!
Werder Bremen im Liveticker gegen den HSV: Senne Lynen verpasst den zweiten Bremer Treffer
58. Min: Beinahe der erste Treffer im Werder-Trikot für Senne Lynen! Der Mittelfeldmann bekommt am Strafraum einen Querschläger von Romano Schmid vor die Füße und zieht ab - Heuer Fernandes kann den Ball gerade so mit einer Glanzparade aus dem Winkel fischen. Starker Abschluss, noch stärker gehalten.
57. Min: Werder ist wie schon zu Beginn der ersten Halbzeit eigentlich ordentlich aus der Kabine gekommen, doch die Hamburger reißen das Spielgeschehen wie schon im ersten Abschnitt nach und nach an sich. DIe Bremer sind gut damit beraten, weiter nach vorne zu spielen.
56. Min: Erste Rudelbildung am Bremer Strafraum! Lynen und Vuskovic bekommen sich in die Haare, der Hamburger lässt sich zu einem leichten Kopfstoß hinreißen. Danach klärt Stegemann die Situation - und gibt Gelb für Vuskovic. Korrekte Entscheidung, denn eine richtige Kopfnuss war das nicht.
54. Min: Jatta verpasst den Ausgleich! Nach einer starken Dompe-Flanke auf den zweiten Pfosten kommt Jatta zum Abschluss, die Direktabnahme ins kurze Eck kann Backhaus aber parieren. Glück für Werder - es gibt allerdings Ecke...
50. Min: Vieira versucht, einen Elfmeter zu schinden! Der Hamburger Angreifer dringt stark in den Strafraum ein, wird kurz vor der Torauslinie aber von Schmid in einen Zweikampf verwickelt. Am Ende spürt Vieira offenbar den Kontakt auf der Schulter und lässt sich fallen, aber mehr als ein Kopfschütteln hat Stegemann dafür nicht übrig.
49. Min: Amos Pieper! Der Werder-Innenverteidiger rettet in einer ganz gefährlichen Situation! Philippe dringt von der rechten Seite bis an den Fünfmeterraum und legt quer, doch Pieper steht genau richtig und kann klären. Dahinter hätte ein Hamburger gewartet - und vermutlich locker eingeschoben.
48. Min: Grülls Hereingabe kann geklärt werden, dann wird es gefährlich: Philippe hätte den Ball auf Dompe durchstecken können, verpasst aber den Moment des Abspiels. So kommen die Bremer in den Zweikampf - und zu einem Foulspiel. Glück für Werder!
47. Min: Oh man, jetzt wird im Gästeblock kräftig gezündelt. Vor allem im Oberrang brennt es lichterloh, dazu blitzt und knallt es kräftig. Ist Schiedsrichter Stegemann aber erstmal egal, das Spiel läuft weiter. Und Lokonga hat Glück, dass es nach einem etwas rüderen Einsteigen gegen Stage keine Gelbe Karte gibt. Das war ein klassisches Eisbein, aber Stage kann weitermachen.
46. Min: Jetzt geht es endlich weiter, die zweite Hälfte im Nordderby läuft!
Werder Bremen im Liveticker gegen den HSV: Pyro-Einsatz sorgt für Verzögerung
16.41 Uhr: Die Bengalos in der Nordkurve sind mittlerweile aus, doch weitergehen kann es immer noch nicht. Der Grund? Es ist ganz schön neblig im Volkspark. Die Rauchschwaden ziehen nur langsam ab, sodass nicht nur die TV-Kamera, sondern auch die Spieler relativ wenig sehen. Es ist also weiterhin Geduld gefragt.
16.40 Uhr: Beide Mannschaften lassen in diesen Momenten den Ball durch ihre Reihen laufen und versuchen, sich irgendwie zu erwärmen. Es wird spannend zu sehen sein, welches Team die lange Unterbrechung gleich besser wegstecken kann.
16.38 Uhr: Schiedsrichter Stegemann holt beide Kapitäne zu sich. Bevor es weitergehen kann, müssen die Hamburger Ordnungsdienste erstmal im Bremer Strafraum aufräumen. Klar, eine Papierkugel 2.0 will vermutlich niemand haben, der es mit dem HSV hält.
16.36 Uhr: Vereinzelt sind nun auch Teile der Pyro-Show auf dem Spielfeld neben Keeper Backhaus gelandet, das darf natürlich nicht passieren. Die HSV-Fans sollten sich das sparen, hat bei einem Fußballspiel nämlich nichts zu suchen - hat übrigens auch überhaupt nichts mit Fankultur zu tun, sondern nur mit Dummheit.
16.35 Uhr: Das Spiel ist noch nicht wieder freigegeben, denn in der Nordkurve des Volksparkstadions - und damit direkt hinter Werder-Keeper Mio Backhaus - wird mächtig gezündelt. Die Rauchschwaden ziehen über das Feld, Schiedsrichter Stegemann wartet deshalb noch kurz mit der Freigabe der Partie.
16.32 Uhr: Werder kommt zuerst auf den Rasen zurück, nach einem Halbzeitwechsel sieht es auf den ersten Blick nicht aus. Auch die Hamburger dürften vorerst unverändert weiterspielen.
16.30 Uhr: Ex-Werder-Profi und DeichStube-Kolumnist Nils Petersen ist heute beim Nordderby als DAZN-Experte im Einsatz - und sagt mit Blick auf die knappe Bremer Pausenführung: „Das Werder noch das 1:0 erzielt, hab ich nicht kommen sehen.“ Wir auch nicht, nehmen wir aber natürlich gerne mit.
16.24 Uhr: Beide Mannschaften liefern sich aus statistischer Sicht allerdings einen ähnlichen Kampf: Sowohl der HSV als auch Werder sind bisher 56 Kilometer gelaufen, die Hamburger führen knapp mit sieben zu fünf Torschüssen. Aber: Hamburg kommt auf einen Ballbesitzwert von 59 Prozent, auch in puncto Passgenauigkeit sieht es bei den Hausherren deutlich besser aus (90 Prozent HSV, 83 Prozent Werder).
16.20 Uhr: Was für eine seltsame erste Halbzeit aus Bremer Sicht. Zunächst wirkte Werder spritzig, die Gäste hatten ihren Anteil an dem munteren Beginn in diesem Nordderby. Jens Stage (3.) gehörte die erste Chance des Spiels. Nach gut einer Viertelstunde kam der HSV aber immer besser in die Partie, Rayan Philippe hätte die Hamburger dann zwingend per Kopfball in Führung bringen müssen (22.). Kurz vor der Pause parierte Backhaus dann stark gegen Lokonga (39.), die Hamburger waren in dieser Phase hochüberlegen. Bis Jens Stage den Spielverlauf ein Stück weit auf den Kopf stellte und nach einer frühen Balleroberung durch Romano Schmid per Flachschuss zum 1:0 traf (45.).
Werder Bremen im Liveticker gegen den HSV: Jens Stage trifft mit dem Pausenpfiff zur Bremer Führung
45.+2 Min: Mehr passiert in der ersten Hälfte dann aber nicht, Stegemann pfeift zur Pause! Werder führt dank des Treffers von Jens Stage knapp mit 1:0.
45.+1 Min: Es gibt zwei Minuten Nachspielzeit. Werder probiert es noch einmal mit einem Angriff über die rechte Seite, doch die Hamburger können die Situation klären. An der Seitenlinie kommt es zu einem kurzen Zwist zwischen Topp und Torunarigha, doch Stegemann kann die Situation ohne Karte lösen.
45. Min: TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! Werder führt mit 1:0 - Jens Stage trifft und stellt den Spielverlauf auf den Kopf. Die Hamburger versuchen erneut, sich nach einem Abstoß flach herauszukombinieren. Wieder laufen die Bremer hoch an - und dieses Mal kann Romano Schmid tatsächlich den Ball von Nicolas Capaldo erobern. Stage erhält zentral vor dem Strafraum den Ball und kann frei auf Heuer Fernandes zulaufen - sein Rechtsschuss schlägt dann unten rechts im Eck ein. Führung Werder!
44. Min: Dann versuchen sich die Bremer tatsächlich noch einmal in der Offensive, doch nach einer längeren Ballstaffette um den Sechzehner herum spielt Lynen einen Ball ins Niemandsland - und letztlich ins Toraus. Also egal, was der Matchplan von Cheftrainer Horst Steffen war, funktionieren tut es jedenfalls nicht. Offensiv wie defensiv wohlgemerkt.
43. Min: Es wirkt so, als würde sich Werder gerade einfach nur in die Pause retten wollen. Die Bremer können überhaupt keinen Druck auf die Hamburger entwickeln. Im Anlaufen schon gar nicht, in der eigenen Hälfte aber auch nicht. Bislang ist es vor allem der Ungenauigkeit des HSV zu verdanken, dass die Hausherren hier nicht noch mehr Torchancen verzeichnen konnten.
41. Min: Vieira will eine Flanke per Fallrückzieher aufs Tor bringen - zum Glück für Werder trifft der Hamburger das Leder nicht richtig.
40. Min: Die Ecke bringt nichts ein, weil Pieper per Kopf klärt. Im zweiten Anlauf erläuft Dompe dann einen langen Ball von Heuer Fernandes hinter die Kette, sein Pass auf Philippe kann aber von Coulibaly abgefangen werden. Ganz sattelfestwirken die Bremer aber nicht aktuell.
39. Min: Backhaus! Werders Keeper muss zum ersten Mal ran - und ist auf dem Posten. Coulibaly geht im Mittelfeld einem Ball nicht energisch genug entgegen, die Hamburger schalten schnell um. Am Ende des Angriffs zieht Lokonga von der halblinken Seite ab, Backhaus ist aber schnell genug im langen Eck unten und kann zur Ecke parieren.
37. Min: Die Hamburger haben bisher 59 Prozent Ballbesitz. Diese Statistik zeigt: Die Hausherren sind hier durchaus daran interessiert, das Spiel zu machen. Einzig Lösungen sind dem HSV bisher nicht viele eingefallen. Die Riesenchance von Philippe ist weiterhin der einzige gefährliche Abschluss. Allerdings: Die Bremer warten noch auf ihre erste Großchance.
35. Min: Das Spiel gönnt sich gerade eine kleine Pause. Torchancen sind weiterhin Mangelware, dafür nimmt der Frust ein bisschen zu. Werder läuft vorne erneut schlecht an, Puertas muss Remberg über 50 Meter hinterherlaufen. Mitte der eigenen Hälfte hat der Belgier dann offenbar keine Lust mehr - per Grätsche wird der Hamburger gestoppt. Hier gibt es aber keine Gelbe Karte... Nun gut.
Werder Bremen im Liveticker gegen den HSV: Werder im Glück - umkämpftes Nordderby
31. Min: Da gibt es die erste Gelbe Karte im Nordderby - und das ist ein bisschen fragwürdig. Stage grätscht gegen Vieira, der den Seitenwechsel probiert. Bevor der Däne beim Hamburger ankommt, steht er aber schon halb wieder - trotzdem lässt sich Vieira künstlerisch wertvoll fallen. Reicht Stegemann, um Stage mit Gelb zu prämieren. Weiß ich jetzt nicht...
29. Min: Jetzt endlich auch mal ein bisschen mehr Kampf im Nordderby! Erst geht Soumahoro im Zweikampf mit Pieper etwas härter zur Sache und hat Glück, dass der Innenverteidiger hochspringt. Dann muss Torunarigha gegen den durchstartenden Sugawara eine gekonnte Grätsche auspacken, um den Ball zu klären - dabei räumt der HSV-Mann den Bremer Verteidiger aber auch gut ab. Gibt zurecht aber nur Einwurf.
27. Min: Nun gibt es beim Hamburger SV größere Sorgenfalten - Keeper Heuer Fernandez scheint sich am linken Knöchel verletzt zu haben. Der Schlussmann muss behandelt werden, im Fall der Fälle müsste Ersatztorwart Daniel Peretz zwischen die Pfosten. Der 25-Jährige spielte unter der Woche im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Holstein Kiel (3:5 n.E.) und zeigte eine ordentliche Leistung. Bei Heuer Fernandez geht es aber vorerst weiter.
25. Min: Der HSV wirkt in diesen Minuten tatsächlich etwas stärker. Die Hamburger kombinieren sich mutig über das Mittelfeld nach vorne. Die Bremer haben zwar immer mal wieder noch entscheidend ein Bein dazwischen, doch gerade im Anlaufen wirkt das bei den Gästen etwas halbherzig. Ein Beispiel? Keeper Heuer Fernandes, Vuskovic und Capaldo können ein Drei-gegen-Drei gegen Topp, Schmid und Grüll spielerisch auflösen. Hätte auch schief gehen können, aber dafür ist das Bremer Anlaufen nicht aggressiv genug.
22. Min: RIESENCHANCE für den HSV! Da hat Werder extrem viel Glück. Cameron Puertas verliert den Ball am eigenen Sechzehner, Dompe nimmt das Leder auf und flankt von der linken Seite. Im Zentrum verschätzt sich Coulibaly ziemlich, sodass Philippe frei zum Kopfball kommt. Der Hamburger Angreifer ist aber offenbar selber ein bisschen überrascht, denn die Kugel touchiert er nur leicht, sodass der Kopfball aus fünf Metern recht deutlich am Tor vorbeigeht. Das hätte die Führung sein müssen!
20. Min: Lynen geht am Hamburger Strafraum etwas zu hart in den Zweikampf mit Remberg, kommt aber noch um eine Gelbe Karte herum. Derbyhärte halt.
18. Min: Nach etwas mehr als einer Viertelstunde lässt sich festhalten: Die Stimmung im Volksparkstadion ist klasse, auch beide Teams liefern sich ein munteres Spiel - einzig die hundertprozentigen Torchancen fehlen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
17. Min: Die Hereingabe von Romano Schmid ist nicht schlecht, doch kein Bremer geht so richtig zum Ball - am Ende verpasst Cameron Puertas das Leder nach einem Tohuwabohu knapp.
Werder Bremen im Liveticker gegen den HSV: Hundertprozentige Chancen sind noch Mangelware
15. Min: Wilde 60 Sekunden im Nordderby! Erst will Remberg aufs Bremer Tor schießen, trifft aber den Ball nicht. Dann rautscht Capaldo ran, dessen Schuss aber an einem Bremer Rücken landet - und zur perfekten Vorlage für Keke Topp wird. Der Bremer Stürmer läuft im Eins-gegen-Eins mit Torunarigha aufs HSV-Tor zu, wird aber so weit abgedrängt, dass sein Schussversuch am Ende zur Ecke abgewehrt wird.
12. Min: Die erste Ecke kann Puertas auf Kosten eines zweiten Eckballs klären, doch auch die zweite Hereingabe von Dompe bringt die Bremer nicht in Verlegenheit. Werder kann den Ball aber nicht gänzlich klären, die Hamburger setzen sich am Gäste-Strafraum fest. Letztlich ist es Vieira, der es mit einem Linksschuss aus 20 Metern probiert - Backhaus hat damit aber keine Probleme.
11. Min: Dompe holt für den HSV die erste Ecke raus. Bislang haben die Hamburger in dieser Saison noch nicht nach einer Ecke getroffen - das darf heute gerne so bleiben.
10. Min: Erstes kleines Scharmützel im Nordderby! Grüll will einen langen Ball erlaufen, kommt aber nicht ran, weil Capaldo clever den Körper reinstellt. Auf dem Boden kommen sich beide Spieler dann näher, doch Stegemann ist schnell da, um die Situation zu beruhigen.
9. Min: Schmids Hereingabe kann geklärt werden, landet über Sugawara aber erneut beim Österreicher. Doch auch die zweite Flanke ist nicht gut, wieder kann der HSV klären. Immerhin: Die Bremer bleiben in Ballbesitz...
8. Min: Es gibt die erste Ecke für Werder, nachdem Schmids Pass auf der linken Seite so abgefälscht wird, dass er auf der anderen Seite ins Toraus trudelt - wilde Nummer.
7. Min: Frech, Cameron Puertas! Der belgische Mittelfeldspieler erobert an der Mittellinie den Ball und sieht, dass Heuer Fernandes ein gutes Stück vor seinem Tor steht. Puertas‘ Schuss geht dann aber ein deutliches Stück über den Kasten. Wäre sicherlich ein Kandidat für das Tor des Jahres geworden...
6. Min: Nun auch auf der anderen Seite der erste Abschluss! Dompe nimmt auf der linken Seite Tempo auf und geht an Pieper vorbei. Auch Sugawara läuft ins Leere, sodass Dompe aus 18 Metern abschließen kann - dabei aber völlig verzieht. Der Ball fliegt zehn Meter rechts am Tor vorbei.
4. Min: Werder bleibt dran und setzt sich um den Sechzehner fest. Schmid bringt nach einer längeren Staffette eine Flanke von links ins Zentrum, Heuer Fernandes kann jedoch mit einer Faust klären. Munterer Beginn hier.
3. Min: Jens Stage mit dem ersten Abschluss! Der Däne zieht aus gut 25 Metern ab, verfehlt das Tor aber recht deutlich. Zuvor hatte sich Cameron Puertas gut auf der rechten Seite durchgetankt, seine Flanke war dann in den Rückraum und vor die Füße von Stage geklärt worden.
2. Min: Es ist direkt viel Feuer drin. Werder läuft den HSV hoch an, die Fans gehen auf den Rängen mit. Den ersten Hamburger Angriff kann dann Sugawara klären. Die Hausherren haben aktuell aber mehr vom Ball.
Werder Bremen im Liveticker gegen den HSV: Anpfiff im Volksparkstadion - das Nordderby läuft
1. Min: Und dann geht es los, Schiedsrichter Stegemann gibt das Spiel frei - das Nordderby läuft!
15.29 Uhr: Im Gästeblock brennt es lichterloh, die Werder-Fans zündeln unzähle Bengalos. Die Rauchschwaden ziehen aber schnell ab.
15.27 Uhr: Nun laufen die Teams ein, angeführt natürlich vom Schiedsrichterteam!
15.25 Uhr: Zu den Klängen von „Mein Hamburg lieb ich sehr“ wird es nun sehr laut im Volksparkstadion, dazu prangt über der Nordkurve ein großes Banner. „Kämpfen und Siegen - alles riskieren“ ist dort zu lesen. Währenddessen haben auch die Bremer eine Choreo im Gästeblock aufgefahren: Eine Werder-Figur hält eine Werder-Flagge in der Hand, dazu ist das Banner „Deine Fahne in der Kurve“ zu lesen. Dazu schwenken die Werder-Fans etliche grüne Fahnen.
15.22 Uhr: Im Bundesliga-Vergleich hat der SV Werder knapp die Nase vorn: 39 Mal gewannen die Bremer, 34 Mal der HSV - 35 Duelle endeten mit einem Remis. Werder will heute natürlich die 40 voll machen, klar!
15.18 Uhr: Wer könnte aus Bremer Sicht heute zum Derbyhelden werden? Die DeichStube-User haben darauf eine klare Antwort: In einer Fan-Umfrage gab knapp ein Viertel der Abstimmenden ihre Stimme Keke Topp. Die User trauen dem jungen Werder-Stürmer also zu, dass er die Grün-Weißen heute zum Sieg zu schießt. Wäre okay für uns!
15.15 Uhr: Schiedsrichter der Partie ist heute Sascha Stegemann, ihm assistieren Chrostof Günsch und Jonas Weickenmeier. Vierter Offizieller ist Harm Osmers, als Videoassistenten sind Matthias Jöllenbeck und Franz Bokop im Einsatz.
15.13 Uhr: Werder-Fußballchef Clemens Fritz und HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz stehen gerade bei DAZN am Mikrofon - und bekräftigen beide, dass sie auf ein sportlich packendes Nordderby hoffen, aber auch darauf setzen, dass es unter den Fans nicht zu Ausschreitungen kommt.
15.10 Uhr: Unter der Woche kassierte der Hamburger SV eine bittere Niederlage im DFB-Pokal-Achtelfinale. Nach Elfmeterschießen setzte es eine 2:4-Pleite gegen den Zweitligisten Holstein Kiel. Drei Tage zuvor hatte der HSV dagegen noch allen Grund zur Freude: Dank eines Last-Minute-Treffers von Fabio Vieira gewannen die Hamburger in Unterzahl mit 2:1 gegen den VfB Stuttgart.
15.08 Uhr: Laut dem Hamburger Abendblatt sollen sogar bis zu 4000 Werder-Anhänger beim Fanmarsch dabei gewesen sein. Im Volksparkstadion wird mit etwa 6000 Bremer Fans gerechnet.
15.05 Uhr: Werder hat übrigens nur eins der letzten sieben Bundesliga-Auswärtsspiele verloren - vor zwei Wochen setzte es bei RB Leipzig eine 0:2-Schlappe. Gegen Aufsteiger sind die Bremer zudem seit sechs Partien ungeschlagen, im Februar 2024 gab es letztmals eine Niederlage (beim 1:2 gegen den 1. FC Heidenheim). Die Vorzeichen vor diesem Nordderby sind also durchaus gut.
15.00 Uhr: Wir möchten uns an dieser Stelle einmal für die technischen Probleme entschuldigen. Unsere Website und die App sind aktuell nur eingeschränkt zu erreichen, im Hintergrund wird aber fleißig an einer Lösung gearbeitet. Derweil geben beide Fanlager schon weit vor dem Anpfiff mächtig Gas, die Stimmung ist bereits jetzt prächtig.
14.55 Uhr: Unter einem lauten Pfeifkonzert laufen die Werder-Spieler just in diesem Moment auf den Rasen im Volksparkstadion. Die HSV-Profis sind ein paar Minuten eher aufs Feld gekommen, nun wärmen sich also beide Teams für dieses Nordderby auf.
14.45 Uhr: Es ist heute das erste Nordderby zwischen Werder und dem HSV in der Bundesliga seit Februar 2018. Damals setzten sich die Grün-Weißen dank eines Treffers von Ishak Belfodil mit 1:0 gegen die Hamburger durch. In der 2. Bundesliga kam es in der Saison 2021/22 zudem zu zwei Duellen - im Hamburger Volksparkstadion setzte sich Werder damals mit 3:2 durch, das Heimspiel im Weserstadion ging allerdings mit 0:2 verloren.
Werder Bremen im Liveticker gegen den HSV: Die Aufstellungen für das Nordderby sind da
14.37 Uhr: Jetzt hat auch der Hamburger SV seine Startelf veröffentlicht: Heuer Fernandes - Capaldo, Torunarigha, Vuskovic - Soumahoro, Remberg, Sambi Lokonga, Jatta - Dompe, Philippe, Viera. Auf der Bank sitzen zunächst: Peretz - Mikelbrencis, Königsdörffer, Ramos, Poulsen, Gocholeishvili, Meffert, Muheim, Balde.
14.32 Uhr: Werder-Chefcoach Horst Steffen setzt damit auf exakt die gleiche Startelf, die sich zuletzt ein 1:1 gegen den 1. FC Köln erkämpft hatte. Der HSV hat seine Aufstellung dagegen bisher noch nicht bekanntgegeben...
14.30 Uhr: Und da ist sie, die Werder-Aufstellung für das Nordderby! Folgende Startelf schickt Trainer Horst Steffen gegen den HSV ins Rennen: Backhaus - Sugawara, Pieper, Coulibaly, Friedl - Lynen, Stage - Puertas, Schmid, Grüll - Topp. Auf der Bremer Bank sitzen zunächst: Hein - Mbangula, Bittencourt, Njinmah, Malatini, Schmidt, Covic, Alvero, Boniface.
14.15 Uhr: Beide Fangruppierungen haben im Vorfeld des Nordderbys also alles gegeben, um den Teams die letzte Portion Motivation mit auf den Weg zu geben. In wenigen Minuten dürften dann auch die Aufstellungen beider Mannschaften eintrudeln.
14.05 Uhr: Auch der Mannschaftsbus des SV Werder ist jetzt am Volksparkstadion eingetroffen. Die HSV-Fans begleiteten die Ankunft mit Pfiffen, Zwischenfälle gab es aber nicht. Der Bus ist allerdings auch einen anderen Weg gefahren, als der Mannschaftsbus des Hamburger SV zuvor. Mit einer großen Polizei-Eskorte ging es für den Bremer Bus direkt in die Tiefgarage.
13.52 Uhr: Kurz nach dem HSV-Mannschaftsbus trifft niemand Geringeres als Ailton am Volksparkstadion ein. Die Legende des SV Werder Bremen, die für ein Jahr, nämlich in der Saison 2005/06, auch mal für den Hamburger SV spielte, steigt bestens gelaunt aus seinem Auto aus. Der „Kugelblitz“ hat natürlich auch ein paar lockere Sprüche auf den Lippen - und fragt die Kollegen unter anderem, ob sie noch Tickets brauchen, weil sie noch vor dem Stadion stehen. Lustig ist er ja, der Brasilianer!
13.48 Uhr: Jetzt wird es am Volksparkstadion richtig laut, denn die Hamburger Fans stimmen laute Gesänge an - der HSV-Mannschaftsbus trifft an der Arena ein. Die Anhänger zünden etliche Bengalos, blauer Rauch steigt ebenfalls auf - und leider auch ein paar Raketen. Immerhin fliegen die auch wirklich nur in Richtung Himmel...
13.35 Uhr: Auch in Großbritannien ist man offenbar im Derbyfieber, genauer gesagt in der Grafschaft East Sussex im Süden Englands. In der Stadt Brighton steigt heute um 15 Uhr ein Premier-League-Spiel, West Ham United ist zu Gast - und damit auch Niclas Füllkrug. Der ehemalige Werder-Stürmer hat es sich nicht nehmen lassen, die Berichterstattung der DeichStube vor dem Nordderby gegen den HSV zu verfolgen - und auf Instagram ein „Like“ für eines der Fanmarsch-Videos dagelassen. Die DeichStube-Kanäle noch schnell vor dem eigenen Spiel abchecken - so muss das sein!
13.20 Uhr: Auch die Werder-Fans warten nun auf die Ankunft der Mannschaftsbusse - und in erster Linie natürlich auf das Gefährt der Bremer. Der Werder-Bus dürfte in etwa gegen 14 Uhr am Volksparkstadion eintreffen, also rund anderthalb Stunden vor dem Anpfiff.
13.13 Uhr: Die Fans applaudieren sich selbst schon einmal für den Marsch. Der Capo lobt: „Das war schon mal ein richtig guter Anfang.“ Aber natürlich soll jetzt nachgelegt werden. „Wir werden Derbysieger sein“ stimmen alle noch einmal an.
13.10 Uhr: Der Werder-Fanmarsch hat das Volksparkstadion erreicht. Von der Spitze des Feldes ist das Ende nicht mehr zu erkennen, so viele Bremer sind mit dabei. Sie geben hier ein richtig gutes Bild ab. Sogar einige HSV-Fans schauen zu und nicken anerkennend.
13.05 Uhr: Der Tross biegt jetzt auf die Stadionstraße ein. An einer Eckkneipe stehen viele Werder und HSV-Fans beisammen und trinken Bier. Bisher wirklich angenehm entspannte Atmosphäre hier.
12.50 Uhr: Bisher hatten die Werder-Fans auf den Einsatz von Pyrotechnik verzichtet, jetzt steigt doch der erste grün-weiße Rauch auf. Kurz vor dem Stadion wird nochmal gestoppt und richtig Krach gemacht. Vereinzelt sind auch einige rote Fackeln zu sehen.
12.40 Uhr: Spannend wird, was nachher passiert, wenn der Fanmarsch noch näher ans Stadion herankommt. Ab 13.15 haben die HSV-Fans ja zu einem großen Busempfang aufgerufen. Da könnte es natürlich eher ungemütlich werden, sollten die Hamburger Anhänger zum Beispiel den Bremer Mannschaftsbus bedrängen...
12.35 Uhr: Es kommen weiterhin noch mehr Menschen dazu. Allein an der Station Bahrenfeld stehen gerade nochmal mindestens 50 Werder-Fans, die sich nun dem Tross anschließen.
Werder Bremen im Liveticker gegen den HSV: Bislang ein friedlicher Werder-Fanmarsch in Hamburg
12.30 Uhr: Es schauen mittlerweile wirklich aus fast jedem Fenster Menschen heraus. Ein kleines Mädchen ruft dem Marsch entgegen: „Hallo Werder“. Bisher alles sehr friedlich und ruhig.
12.25 Uhr: Die Polizei Hamburg will übrigens insgesamt 1200 Menschen beider Clubs - teilweise aus der Ultra-Szene - näher in den Fokus nehmen. Erwartet wird aber, dass das Nordderby nicht so aufgeladen wie das Stadtderby zwischen dem HSV und St. Pauli sein wird. Eine durchaus interessante Annahme, wenn man bedenkt, dass es im Vorfeld des Nordderbys zu einzelnen Provokationen wie der Plakat-Aktion der Werder-Fans gekommen ist. Außerdem sollen die HSV-Fans planen, den Bremer Mannschaftsbus am Volksparkstadion in Empfang zu nehmen - da bleibt nur zu hoffen, dass es keine größeren Zwischenfälle gibt.
12.22 Uhr: Einem Beobachter leuchten förmlich die Augen, als er die singenden Werder-Fans erspäht: „Und ich hatte Angst, dass ich hier heute lieber nicht mein St.Pauli-Trikot tragen sollte.“
12.20 Uhr: Leidtragende des Marsches sind die Autofahrer… An den abgesperrten Kreuzungen haben sich bereits lange Staus gebildet. Doch viele Fahrer nehmen es locker, sind ausgestiegen und machen Erinnerungsvideos.
12.18 Uhr: Nach zehn Minuten gibt es die ersten „HSV ist Scheiße“-Rufe. Es gesellen sich zudem immer mehr Bremer auf dem Weg noch dazu. Ist eine große Attraktion, wird sehr fleißig aus vielen Häusern abgefilmt der Spaß hier.
12.10 Uhr: Die Route ist etwa 3,8 Kilometer lang, der durchschnittliche Fußgänger soll dafür knapp 55 Minuten benötigen - dieser Marsch dürfte aber länger dauern, schließlich wird immer wieder zum Singen angehalten. Aber bis zum Anpfiff ist ja auch noch Zeit genug.
12.08 Uhr: Zahlreiche Zaungäste schauen dem Geschehen zu, viele Anwohner sind auf ihre Balkone gekommen und filmen. Aus den anliegenden Restaurants ist das Personal nach draußen gekommen, um das Spektakel zu sehen.
Werder Bremen im Liveticker gegen den HSV: Rund 2000 Werder-Anhänger nehmen an Fanmarsch vor Nordderby teil
12.03 Uhr: Der Fanmarsch setzt sich in Bewegung - und der Capo ruft: „Jeder hier hat heute das Privileg, unsere Farben zu repräsentieren“! Mit dieser Extraportion Motivation wird der erste Gesang dann auch gleich voller inbrunst gesungen. „Wir werden Derbysieger sein“ heißt es da - wollen wir es hoffen!
11.58 Uhr: Laut Werder sollen knapp 2000 Gäste-Fans an dem Fanmarsch teilnehmen. Genauere Zahlen dürfte die Polizei Hamburg dann in Kürze liefern. Knapp 5700 Werder-Anhänger werden nachher im Volksparkstadion erwartet.
11.55 Uhr: Moin aus der DeichStube! In etwa fünf Minuten soll der Werder-Fanmarsch in Hamburg beginnen. Vom S-Bahnhof Othmarschen machen sich die grün-weißen Anhänger dann zu Fuß auf den Weg zum Hamburger Volksparkstadion. Die DeichStube-Reporter Malte Bürger und Bjarne Voigt sind natürlich schon vor Ort und haben das Geschehen im Blick. Viele Werder-Fans sind schon vor Ort, in Kürze dürfte es also losgehen!
Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den Hamburger SV. Anpfiff des Nordderbys gegen den HSV ist am heutigen Sonntag um 15.30 Uhr im Hamburger Volksparkstadion, der Live-Ticker startet hier aber bereits gegen 12 Uhr mit dem Werder-Fanmarsch durch Hamburg. Gegen 14.30 Uhr dürften die Aufstellungen beider Mannschaften vorliegen. Alle Tore, News, Infos und Highlights gibt es dann hier live im Liveticker der DeichStube.
Weiter mit dem Vorbericht:
Werder Bremens Trainer Horst Steffen freut sich riesig auf Nordderby-Premiere – und erwartet einen leidenschaftlichen Sonntag
Der SV Werder Bremen spielt am 13. Spieltag in der Fußball-Bundesliga auswärts gegen den Hamburger SV. So geht Trainer Horst Steffen das Nordderby am Sonntag (15.30 Uhr, im DeichStube-Liveticker) an – der Vorbericht der DeichStube.
Bremen – Das Grinsen von Horst Steffen wurde immer breiter. Denn auch der Coach des SV Werder Bremen hatte diese eine denkwürdige Szene vom 18. September 2021 schon vorgeführt bekommen. Damals war sein heutiger Co-Trainer Christian Groß mehr als übermotiviert den gegnerischen Schlussmann angelaufen – und hatte diesen dann an der Torauslinie einfach umgegrätscht. Nach 31 Minuten. Mit einer Gelben Karte im Gepäck. Groß kassierte folglich einen Platzverweis, hinterher viel Häme und die Bremer im Weserstadion eine 0:2-Niederlage im Zweitligaduell gegen den Hamburger SV. Noch immer wird der inzwischen 36-Jährige intern mit dieser Einlage aufgezogen. Am Sonntag (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) begegnen sich beide Clubs nun im Volkspark wieder, erstmals seit 2018 wieder im deutschen Oberhaus. Es wird das 109. Nordderby der Bundesliga-Historie werden – eines, das wie gewohnt die Fanlager elektrisiert. Und auch wieder die Spieler?
Werder Bremen im Liveticker gegen den Hamburger SV - Horst Steffen: „Wir wissen alle, was auf dem Spiel steht“
„Ich habe Anfang der Woche darauf hingewiesen, dass es eine besondere Woche sein wird“, sagt Horst Steffen, der von Beginn entsprechend viel Engagement einforderte. „Die Jungs haben auch gemerkt, dass ihr Trainer schon ungewöhnlich früh über das Spiel am Sonntag spricht.“ Weil ein Nordderby eben ein Nordderby ist. Und die beiden Partien pro Saison eben komplett anders daherkommen als die restlichen 32 Begegnungen. Aus dem aktuellen Kader des SV Werder Bremen haben Marco Friedl, Romano Schmid und Leonardo Bittencourt Live-Erfahrungen in dieser Angelegenheit gesammelt, ebenso wie die beiden momentan verletzten Profis Mitchell Weiser und Felix Agu. Noch mehr Fachkompetenz sitzt an anderer Stelle, neben Christian Groß sind das in erster Linie Fußball-Chef Clemens Fritz sowie Peter Niemeyer als Leiter Profifußball. Unter anderem erlebten beide die wilde Reise durch die Derby-Wochen 2009 hautnah mit. Da könnte das Duo also nur zu gut schildern, wie sich der enorme Druck des Gewinnen-Sollens und der gegnerische Fan-Hass im Stadion bemerkbar machen – doch Steffen wiegelt ab: „Es braucht nicht zwingend noch mehr Ansprachen von anderen. Wir wissen alle, was auf dem Spiel steht. Als wir zuletzt nach dem Köln-Spiel noch vor den Fans gestanden und etwas zu hören bekommen haben, war das auch nochmal ein Hinweis. Alle dürften gemerkt haben, dass jetzt etwas anderes ansteht als sonst.“
Werder Bremen im Live-Ticker gegen den HSV - Horst Steffen warnt vor heimstarken Hamburgern
Den Gastgebern wird es ähnlich gehen. Unter der Woche gab es zwar das bitte Pokal-Aus im Elfmeterschießen gegen Holstein Kiel, doch Werder Bremens Horst Steffen meint: „Das wird sicherlich ein Dämpfer für die Stimmung gewesen sein, aber das Spiel gegen Werder ist ein Ausnahmespiel, da wird jeden Einzelnen nicht tangieren, was vor vier Tagen war.“ Vielmehr rechne er mit einer Extra-Schicht ohne Nachwehen. „Ich nehme da mal die Eishockey-Play-offs als Maßstab. Da geht ein Spiel 6:2 aus und das nächste wird dann mit 1:5 verloren. Da spielen Mannschaften nach drei Tagen wieder gegeneinander und es gibt ein komplett anderes Ergebnis. Deswegen bin ich der Überzeugung, dass immer nur sehr wenig von einem Spiel ins nächste mitgenommen wird.“
Aber natürlich taugten die jüngsten Auftritte der Hamburger ganz gut zum Analysieren. „Sie sind zu Hause ergebnistechnisch gut und haben zuletzt gegen Stuttgart und Dortmund vier Punkte geholt, weshalb wir wissen, dass da Qualität auf dem Platz steht“, betont Steffen, der ein Spiel voller Emotionen, Leidenschaft und kerniger Zweikämpfe zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV erwartet. „Wir müssen da einen kühlen Kopf bewahren und klar in unseren Themen sein. Das wird mit das emotionalste Spiel der Saison. Ich hoffe, dass wir unsere Intensität auf den Platz kriegen, draußen darf es gerne friedlich bleiben.“
Große Vorfreude: Das Nordderby zwischen dem Hamburger SV und SV Werder Bremen im DeichStube-Liveticker
Das sieht auch sein Kollege Merlin Polzin, der beim HSV an der Seitenlinie steht, so – aber das gewisse Feuer von der Tribüne darf es nach seinem Geschmack dann trotzdem geben. „Für uns ist klar, dass wir nicht Elf gegen Elf, sondern am Ende mit mehr als 50.000 HSV-Fans gegen Bremen spielen“, sagt Polzin. „Es ist unser Ziel, dass wir mit unserer Art und Weise auf dem Platz dafür sorgen, dass das komplette Stadion da ist. Wir setzen komplett auf diesen Heimvorteil.“ Werder Bremen droht also reichlich Gegenwind. Der eigenen Nordderby-Premiere blickt Horst Steffen dennoch mit fast kindlicher Begeisterung entgegen. „Ich bin total gespannt auf das, was kommen wird. Ich habe eine große Vorfreude auf das Spiel“, sagt der 56-Jährige. „Ich habe auch immer wieder Derbys erlebt in meiner Karriere, kann aber keine großen Vergleiche ziehen. Deshalb freue ich mich sehr darauf und hoffe, dass wir ein gutes Spiel sehen werden.“ Mit dieser Hoffnung ist der Cheftrainer nicht allein, vielen Bremern geht es so – das erfuhr Horst Steffen zuletzt aus nächster Nähe, wenn er zwischen der vielen Arbeit im Stadion mal kurz ein paar Einkäufe erledigte. „Der eine oder andere auf der Straße hat schon gesagt: ,Am Sonntag wird aber gewonnen – oder Trainer?‘.“ Ganz normaler Nordderby-Alltag eben. (mbü)
Rubriklistenbild: © gumzmedia


