Sugawara fliegt früh vom Platz

Werder verliert nach früher Roter Karte in Hoffenheim – und darf trotzdem den Ligaverbleib feiern

Nach frühem Platzverweis für Yukinari Sugawara: Werder Bremen verliert das Bundesliga-Spiel bei der TSG Hoffenheim knapp. Der Spielbericht!

Sie wollten den Klassenerhalt am vorletzten Spieltag unbedingt aus eigener Kraft perfekt machen – gelungen ist das den Bundesliga-Fußballern des SV Werder Bremen am Samstagnachmittag nicht. Bei der TSG Hoffenheim kassierte die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Thioune nach über 80 Minuten in Unterzahl eine 0:1 (0:1)-Niederlage. Dass die Grün-Weißen wenige Stunden später dennoch den Ligaverbleib bejubeln durften, hatten sie den Patzern der Konkurrenz zu verdanken. Bereits am Nachmittag hatte der FC St. Pauli mit 1:2 bei RB Leipzig verloren, am Abend zog dann der VfL Wolfsburg gegen den FC Bayern München den Kürzeren (0:1). Einen Spieltag vor dem Saisonende sind die Bremer dank ihres Sechs-Punkte-Polsters auf den Relegationsrang 16 damit gerettet. „Wir sind natürlich froh, dass wir aufgrund der anderen Ergebnisse den Klassenerhalt vorzeitig geschafft haben. Wir hätten es jedoch lieber heute in Hoffenheim mit einem positiven Ergebnis aus eigener Kraft geschafft, aber so nehmen wir es natürlich auch“, ließ sich Werder-Sportchef Clemens Fritz am späten Abend von den Vereinsmedien zitieren. Trotz einer insgesamt guten Leistung in Hoffenheim hatten es die Bremer wenige Stunden zuvor verpasst, eigenständig den Ligaverbleib zu schaffen.

Die spielentscheidende Szene: Yukinari Sugawara fliegt nach VAR-Beweis vom Feld, in Unterzahl verliert Werder Bremen dann bei der TSG Hoffenheim.

Werder Bremens Yukinari Sugawara sieht nach VAR-Eingriff früh die Rote Karte gegen die TSG Hoffenheim

Nach der enttäuschenden 1:3-Heimpleite gegen den FC Augsburg hatte Daniel Thioune die Startelf des SV Werder Bremen auf zwei Positionen verändert. Karim Coulibaly und Jovan Milosevic mussten auf der Bank Platz nehmen, die Angreifer Justin Njinmah und Salim Musah rückten dafür ins Team, das gegen die TSG Hoffenheim defensiv zur Viererkette zurückkehrte. Für Musah war es der erste Bundesliga-Startelfeinsatz seiner noch jungen Karriere – umso bitterer für den 20-Jährigen, dass sein Auftritt bereits nach zwölf Minuten wieder beendet war.

Gerade einmal 72 Sekunden waren absolviert, als sich Werders Rechtsverteidiger Yukinari Sugawara an der Außenlinie ein grobes Foulspiel leistete. Mit der rechten Sohle trat der Japaner Gegenspieler Bazoumana Touré ebenso heftig wie unnötig auf die Wade, wofür er vollkommen zu Recht die Rote Karte von Schiedsrichter Sören Storks sah (2.). Zuvor hatte sich der Unparteiische nach Rücksprache mit dem VAR die Bilder noch einmal auf dem Monitor angesehen, dann stand seine Entscheidung fest. Werder-Trainer Thioune reagierte kurz darauf und nahm Debütant Musah aus taktischen Gründen vom Platz (12.). Für den Mittelstürmer des SV Werder Bremen kam Isaac Schmidt und füllte die Viererkette wieder auf.

Fehlerkette des SV Werder Bremen leitet gegen die TSG Hoffenheim das einzige Tor des Tages ein

In der Folge hatte die TSG Hoffenheim erwartungsgemäß mehr Ballbesitz, fand gegen eine gut sortierte Defensive des SV Werder Bremen zunächst aber keine Lösungen. Erst nach einer fatalen Bremer Fehlerkette jubelten die Hausherren dann aber doch. Einen schlampigen Rückpass von Jens Stage erreichte Amos Pieper nicht mehr vor der Torauslinie – beim blitzschnell ausgeführten Eckball ließ sich der Innenverteidiger dann überrumpeln, genauso wie seine Teamkollegen im Zentrum. Über die Stationen Fisnik Asllani und Andrej Kramaric landete der Ball im Strafraum bei Bazoumana Touré, der sehenswert zur Führung traf – 1:0 (26.).

Nach dem frühen Platzverweis war es bereits der zweite empfindliche Rückschlag für Werder Bremen, das sich davon aber nicht aus der Bahn werfen ließ. Im Gegenteil: Die Gäste suchten ihrerseits gegen die TSG Hoffenheim immer wieder mutig den Weg nach vorne, präsentierten sich bei Abschlüssen von Olivier Deman (29.), Senne Lynen (29.) und Justin Njinmah (30.) aber nicht präzise genug.  

Werder Bremens Justin Njinmah vergibt mehrfach die Möglichkeit zum Ausgleich gegen die TSG Hoffenheim

Kurz nach Wiederbeginn in Sinsheim war es erneut Njinmah, der eine dicke Chance liegen ließ, weil er vor Torhüter Oliver Baumann viel zu schwach abschloss (50.). Auch auf der Gegenseite gab es Gefahr: In der 61. Minute retteten zunächst Backhaus (gegen Alexander Prass) und dann der Pfosten (gegen Wouter Burger) für Werder Bremen. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Entlastung für Werders Abwehr dann stetig weniger, nennenswert in des Gegners Hälfte kamen die dezimierten Gäste kaum noch. Allerdings fehlte es auch der TSG Hoffenheim trotz spielerischen Übergewichts an der nötigen Entschlossenheit und Kreativität, um den Sack zuzumachen. Werder blieb also im Spiel – und forderte in der Schlussphase plötzlich vehement einen Handelfmeter (87.). Nachdem Njinmah den Ball im Strafraum aus kürzester Distanz an den Arm von Robin Hranac geschossen hatte, ließ Schiedsrichter Storks die Partie aber weiterlaufen. Das war zwar keine krasse Fehlentscheidung, aber für vergleichbare Szenen waren andererseits definitiv schon Elfmeter verhängt worden. 

Am Ende blieb bei der knappen 0:1-Niederlage des SV Werder Bremen bei der TSG Hoffenheim. Zumindest bis zum Abpfiff des Abendspiels zwischen Wolfsburg und den Bayern mussten die Bremer also weiter zittern. Nach der Wolfsburger Niederlage geht es am letzten Spieltag für Werder zu Hause gegen Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) sportlich also um nicht mehr allzu viel. (dco)

SV Werder Bremen: Backhaus – Sugawara, Pieper, Friedl, Deman – Lynen, Stage (71. Mbangula), Puertas – Njinmah, Schmid (71. Grüll) – Musah (12. Schmidt/80. Wöber)  

Der Liveticker zum Nachlesen:

Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim im Liveticker: Schluss! SVW verliert letztes Auswärtsspiel

Werder Bremen im Liveticker gegen die TSG Hoffenheim: Alle Tore, News und Infos - alles live im Live-Ticker der DeichStube. Endstand: 1:0 für Hoffenheim

>>> WERDER LIVETICKER AKTUALISIEREN <<<

Schluss! Werder verliert mit 0:1 in Hoffenheim! Nach Blitz-Rot gegen Sugawara traf Toure noch in der ersten Hälfte. Die Bremer verpassen es, den nötigen letzten Punkt zum Klassenerhalt zu holen. Immerhin verliert St. Pauli im Parallelspiel. Jetzt müssen die Grün-Weißen aber noch schauen, was Wolfsburg gegen den FC Bayern macht. Erst dann ist klar, ob der Klassenerhalt auch rechnerisch sicher ist.

90. Min +5: Burger knallt nochmal von hinten drauf, der Strahl zischt knapp vorbei. Die letzte Minute läuft.

90. Min +3: Kriegt Werder hier noch eine Chance zum Ausgleich?

90. Min +2: Wichtig aus Werder-Sicht! Leipzig macht seine Hausaufgaben und schlägt St. Pauli 2:1 - die Partie ist abgepfiffen.

90. Min +1: Es gibt fünf Minuten Nachspielzeit.

90. Min: Backhaus ist bei einer flachen Hereingabe reaktionsschnell zur Stelle.

89. Min: Kramaric und Asllani machen bei der TSG Platz, Prömel und Hlozek sind jetzt drin.

88. Min: Das war in der Tat nix, richtig entschieden. Für Meckern holen sich Njinmah und Thioune Gelb ab.

87. Min: Werder will Handelfmeter, Schiedsrichter Storks sagt nein! Njinmah hatte die Kugel einem Hoffenheimer an den angelegten Arm gespitzelt.

83. Min: Es sieht hier danach aus, dass Werder den nötigen Punkt zum Klassenerhalt heute nicht holt. Im Parallelspiel hat St. Pauli nun zum 1:2 verkürzt. Wird das nochmal eng?

80. Min: Schmidt wird in der Tat wieder ausgewechselt, Wöber kommt ins Spiel. Die drei Wechselfenster sind damit erschöpft.

80. Min: Der sah fast drin aus. Bei einer langen Flanke springt der Ball von Demans Schulter (?) in Bedrängnis von Campbell ans Außennetz.

76. Min: Das Geschehen spielt sich gerade zwischen den Strafräumen und weitgehend in der Bremer Hälfte ab, aber so richtig viel passiert gerade nicht.

72. Min: Kaum sind die Wechsel durch sitzt Schmidt auf dem Boden und lässt sich die Krämpfe aus dem Bein drücken. 70 Minuten hat er selten gespielt...

71. Min: Doppelwechsel auf beiden Seiten. Grüll und Mbangula kommen für Schmid und Stage. Bei der TSG ersetzen Hranac und Campbell Bernardo und Lemperle.

68. Min: Den fälligen Freistoß aus rund 22 Metern semmelt Puertas drüber.

66. Min: Stage wird steil geschickt und geht nach einem Kontakt mit Bernardo zu Boden - der Hoffenheimer sieht Gelb und nicht Rot, wie die Bremer fordern. Der Hoffenheimer war wohl nicht zwingend letzter Mann, da waren noch andere Mitspieler in der Nähe.

Werder Bremen im Liveticker gegen TSG Hoffenheim: Wouter Burger trifft den Pfosten

61. Min: Burgers Flanke klatscht an den Pfosten! Die TSG bleibt in der Szene, am Ende lässt Prass mit seinem Schuss aus der zweiten Reihe Backhaus fliegen.

59. Min: Gefährlich! Eine Flanke geht zu Asllani am zweiten Pfosten, dem fehlen zum Glück ein paar Zentimeter.

57. Min: Erster Wechsel des Spiels, TSG-Torschütze Toure geht runter, Hinspiel-Torschütze Prass kommt.

55. Min: Wieder ist Njinmah in Aktion, holt eine Ecke heraus. Aus der wird nix.

52. Min: Gute Nachrichten für Werder vom Parallelspiel: St. Pauli liegt nun 0:2 gegen Leipzig hinten.

50. Min: Njinmah vergibt eine Top-Chance! Nach einem Ballgewinn von Puertas spielt Werder endlich mal gut und zielstrebig nach vorne, doch dieser Abschluss von Njinmah - einfach zu schwach.

49. Min: Schmids starken kurzgezogenen Ball aus dem Halbfeld verpasst Stage knapp. Gar nicht so schlecht.

47. Min: Coufal macht mit dem weiter, was er am besten kann: Flanken schlagen. Pieper segelt akrobatisch vorbei, erwischt Kugel fast noch scorpion-kick-mäßig (dann wär‘s gefährlich mit einem Eigentor geworden), am Ende köpft aber Lemperle vorbei.

46. Min: Weiter geht‘s! Hoffenheim stößt zur zweiten Hälfte an.

Werder Bremen im Liveticker gegen TSG Hoffenheim: Rückstand zur Halbzeit

Halbzeit! Nach dem Blitz-Rot gegen den, sagen wir, übermotivierten Sugawara ging Hoffenheim durch Toure in Führung. Noch ist nichts verloren. Immerhin: St. Pauli ist kurz vor der Pause gegen Leipzig in Rückstand geraten, die Konkurrenz spielt soweit also mit.

45. Min + 3: Auf der anderen Seiten wird direkt Njinmah geschickt, aus spitzem Winkel kommt aber Hajdari dazwischen.

45. Min + 2: Gute Chance für die Hoffenheimer, die sich in den Strafraum spielen. Asllanis Abschluss geht aber direkt auf Backhaus.

45. Min: Schmidt grätscht Toure den Ball vom Fuß - stark und wichtig. Es gibt jetzt noch vier Minuten obendrauf.

44. Min: Werder kriegt‘s bei einem Konter wieder nicht hin, Schmid braucht mit seinem Abspiel zu lange, der startende Njinmah war da längst im Abseits.

42. Min: Puertas sieht Gelb. Bei einem Hoffenheimer Einwurf trägt er unnötig einen Ball mit aufs Feld.

38. Min: Burger in den Oberrang. Harmlos.

34. Min: Werder spielt einen vielversprechenden Konter schlecht aus, Njinmah legt die Kugel etwas zu sehr in den Rücken von Schmid, der das Tempo verliert. So springt nicht mal ein Abschluss heraus.

32. Min: Nächste Chance Hoffenheim - Asllani prüft Backhaus. Der pariert zur Ecke.

31. Min: Halbe Stunde rum, Werder ist durchaus in der Partie drin, aber nach Rot und Rückstand ist die Lage jetzt schon problematisch.

30. Min: Und gleich nochmal: Njinmah geht alleine Richtung Tor, schlägt einen Haken und zielt hoch aufs lange Eck. Richtig knapp war‘s aber nicht.

29. Min: Jetzt mal Werder! Demans scharfer Schuss gerät etwas zu zentral und kann von Baumann abgewehrt werden, Lynens Versuch aus dem Rückraum geht drüber.

Werder Bremen im Liveticker gegen TSG Hoffenheim: Bazoumana Toure trifft

26. Min: 1:0 für Hoffenheim - Toure! Hoffenheim führt eine Ecke schnell und kurz aus, Kramaric findet Toure im Sechzehner, der zu viel Platz hat und einschießt. Die Ecke vorher war auch völlig unnötig, Stage misslingt der Rückpass auf Pieper, der den Ball nicht mehr vor der Torauslinie kriegt.

25. Min: Coufal findet mit einer Flanke den Kopf von Kramaric, der erstaunlich viel Platz hat, aber den Ball neben das Tor setzt.

22. Min: Hoffenheim übernimmt hier zunehmend das Geschehen, wirklich gefährlich wird‘s noch nicht. Bisher steht die Innenverteidigung ganz gut.

20. Min: Jetzt liegt Backhaus am Boden. Nach einer Flanke von Toure rauscht er in Asllanis Bein rein. Es gibt Ecke.

18. Min: Njinmah ist direkt wieder auf dem Feld.

16. Min: Njinmah bleibt nach einem Zweikampf liegen, Storks pfiff einen Armeinsatz von Hajdari nicht ab. Njinmah muss behandelt werden, hat womöglich was am Kopf abbekommen.

14. Min: Werder wagt sich nach vorne, braucht aber zu lange. Deman schrubbt die Kugel aus der zweiten Reihe mit rechts klar drüber.

12. Min: Ist das bitter für Salim Musah. Das Bundesliga-Startelf-Debüt ist schon beendet. Thioune opfert seinen Mittelstürmer für den Erhalt der defensiven Grundordnung: Schmidt ist jetzt als Sugawara-Ersatz hinten rechts im Spiel.

10. Min: Ein Hoffenheimer Mittelfeldspieler überspielt die Bremer Defensivreihe und findet Asllani, der direkt aus einer halben Drehung heraus volley abzieht - deutlich vorbei.

9. Min: Isaac Schmidt macht sich für eine Einwechslung bereit.

8. Min: Eine Bemerkung noch zu Sugawara: Nach aktuellem Stand war das sein letztes Spiel für Werder. Nächste Woche ist er definitiv gesperrt, dann endet die Leihvereinbarung mit Southampton.

6. Min: Was für ein bekloppter Start! Werder ist jetzt einfach 85 Minuten in Unterzahl. Die fehlende Energie war gegen Augsburg ja Thema, aber wie Sugawara hier loslegt... Nach 72 Sekunden an der Außenseite - einfach völlig unnötig. Rot ist leider berechtigt.

Werder Bremen im Liveticker gegen TSG Hoffenheim: Blitz-Rot für Yukinari Sugawara nach 72 Sekunden

5. Min: Storks guckt es sich selbst am Monitor an - und sagt: ROT FÜR SUGAWARA!

3. Min: Junge, Junge, wie geht Sugawara da rein?! Da guckt direkt der Videobeweis drauf. Mit Pech fliegt der Japaner hier gleich direkt vom Platz.

2. Min: Sugawara trifft Toure mit der Sohle rüde auf Wade, der Hoffenheimer kommt nur mühsam wieder auf die Beine. Storks lässt die Karte stecken...

1. Min: Anpfiff! Das letzte Auswärtsspiel der Saison läuft!

15.27 Uhr: Die Teams kommen aus dem Tunnel, Marco Friedl und Oliver Baumann führen ihre Reihen als Kapitäne aufs Feld.

15.20 Uhr: Wir können die Bremer Zuschauerzahl wohl schon jetzt nach oben korrigieren. Das sind niemals nur 3500! Auch rund um den Gästeblock sind viele Fans in Grün-Weiß zu sehen.

15.16 Uhr: Thioune erwartet, dass Hoffenheim hoch verteidigt und wohl auch in den Flügelzonen etwas Platz lassen könnte. Da will Werder rein.

15.14 Uhr: Werder-Trainer Daniel Thioune spricht von einer „privilegierten Situation“ mit sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz - das sah zu seinem Dienstantritt ernster aus. Aber er mahnt, selber noch mindestens einen Punkt zu holen, um selber Klarheit zu schaffen.

15.10 Uhr: Jetzt aber voller Fokus auf die Bundesliga. Auf ein halbherziges Hoffenheim darf man heute nicht hoffen. Die TSG will in die Champions League und liegt als Tabellensechter punktgleich mit Leverkusen und Stuttgart. Das wird also ein ordentliches Brett für die Bremer. Immerhin: Gegen Stuttgart hat Werder vor zwei Wochen auch ein 1:1 geholt.

15.05 Uhr: Pflichtschuldig beschäftigen wir uns noch einmal kurz mit der Relegation. Dritter der 2. Liga ist aktuell Hannover 96, doch die Niedersachsen haben eben gegen den VfL Bochum nur unentschieden gespielt. Sollte die punktgleiche SV Elversberg morgen gegen Düsseldorf gewinnen, bedeutet das wegen eines deutlichen Torverhältnisses de facto ihren Aufstieg. Hannover darf sich dann am letzten Spieltag noch mit dem punktgleichen SC Paderborn im Fernduell um Platz drei streiten.

14.56 Uhr: Das letzte Auswärtsspiel der Saison bedeutet für die Werder-Fans noch einmal eine weite Reise, den Weg in den Kraichgau haben aber beachtliche 3500 Anhänger angetreten. Macht Lärm, wir wollen euch noch einmal die PreZero-Arena übernehmen hören!

14.45 Uhr: Salim Musah habe sich die Startelf-Chance verdient, so Fritz: „Wir haben eine absolute Überzeugung in seine Fähigkeiten, und wir werden ihn noch weiter entwickeln.“

14.43 Uhr: Clemens Fritz sagt am Sky-Mikrofon: „Wir haben keine Lust, uns auf andere zu verlassen.“ Raus aus dem Kopf sei das Horrorszenario Relegation noch nicht. „Wir haben den Anspruch, den Klassenerhalt aus eigenen Mitteln zu schaffen.“

14.39 Uhr: Einmal noch ein Blick auf die Ausgangslage: Zwei Spiele vor Saisonende liegt Werder sechs Punkte vor dem Relegationsplatz. Konkurrent eins FC St. Pauli spielt zeitgleich in Leipzig, Konkurrent zwei VfL Wolfsburg ist ab 18.30 Uhr zu Hause gegen den FC Bayern gefordert. Wenn beide nicht gewinnen, ist der SVW auch endlich rechnerisch durch. Wichtig für Werder: Heute bloß nicht abschießen lassen! Wenn die Konkurrenten die Punkte wider Erwarten noch aufholen sollten, sollte das Torverhältnis besser nicht kippen.

14.30 Uhr: Eine Personalie gibt es noch zu klären: Schiedsrichter heute ist Sören Storks (Ramsdorf), ihm assistieren Thorben Siewer und Nikolai Kimmeyer an den Seitenlinien, Vierter Offizieller ist Felix Wagner. Der Video-Assistent heißt Nicolas Winter, der VAR-Assistent Frederick Assmuth.

14.25 Uhr: Bei Werder steht heute erstmals der 20-jährige Salim Musah in der Bundesliga-Startelf, für ihn muss Milosevic weichen. Es gibt noch eine zweite Veränderung im Vergleich zum 1:3 gegen den FC Augsburg: Njinmah startet statt Coulibaly. Was bedeutet: Werder kehrt in der Defensive zur Viererkette zurück.

Werder Bremen im Liveticker gegen TSG Hoffenheim: Die Aufstellungen sind da

14.20 Uhr: Auf der Werder-Bank sitzen heute Kolke (ET), Stark, Mbangula, Grüll, Milosevic, Schmidt, Covic, Coulibaly und Wöber.

14.18 Uhr: Und so sieht die Hoffenheimer Startelf aus: Baumann - Coufal, Kabak, Hajdari, Bernardo - Kramaric, Avdullahu, Burger - Lemperle, Asllani, Touré. Die Bank: Philipp (ET), Akpoguma, Hranac, Prass, Damar, Prömel, Moerstedt, Hlozek, Campbell.

14.15 Uhr: Moin und herzlich willkommen zum Liveticker für das Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen die TSG 1899 Hoffenheim! Und hier ist die Werder-Aufstellung: Backhaus - Sugawara, Pieper, Friedl, Deman - Lynen - Stage, Puertas - Njinmah, Musah, Schmid.

Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen TSG Hoffenheim. Anpfiff in der PreZero Arena ist um 15.30 Uhr, der Live-Ticker startet hier gegen 14.30 Uhr mit der Werder-Startelf-Aufstellung. Alle Tore, News und Infos vom Bundesliga-Spiel gibt es dann hier live im Liveticker der DeichStube.

Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim - der Vorbericht:

Auch ohne Feier-Lust: Wie Werder Bremen gegen Hoffenheim endgültig den Klassenerhalt sichern will

Werder Bremen kann am Samstag (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) gegen die TSG Hoffenheim den Klassenerhalt perfekt machen. So geht es der SVW an.

Sie ist ein wenig aus der Mode gekommen, doch wenn es um den SV Werder Bremen geht, dann ist die Wundertüte wieder schwer angesagt. Eher ungewollt und im übertragenen Sinne – aber beim norddeutschen Bundesligisten weiß man derzeit eben Woche für Woche eigentlich nie, was man bekommt. Zu stark schwanken die Leistungen, selbst Mittelfeldspieler Senne Lynen fiel es unter der Woche im DeichStube-Interview schwer, eine verlässliche Prognose abzugeben, mit welchem Gesicht sich das Team am Samstag beim Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim (15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) wohl präsentieren werde. „Ich habe auch Auszüge des Interviews gelesen und man merkt, dass diese Saison etwas mit den Jungs gemacht hat“, sagt auch Werders Chefcoach Daniel Thioune vor der Abreise in den Kraichgau. Und doch vertraut er darauf, dass zuletzt die richtigen Lehren aus zum verkorksten Augsburg-Auftritt gezogen wurden und die Bremer wieder einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen werden.

Daniel Thioune will mit Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) den Klassenerhalt perfekt machen.

Schafft Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim den Klassenerhalt? Daniel Thioune: „Leben auf dem Platz lassen“

„Die Mannschaft muss sich auf die Gedanken des Trainerteams verlassen und dann im übertragenen Sinne ihr Leben auf dem Platz lassen“, fordert der 51-jährige Trainer des SV Werder Bremen und ergänzt: „Dazu sind die Spieler in der Lage – und dann kann man sich ein bisschen mehr verdienen. Wenn alle alles dafür tun, dass wir erfolgreich sind und die Mannschaft an ihr Limit kommt, dann kann sie überall in dieser Liga bestehen.“ Und somit auch bei der TSG Hoffenheim, die aktuell nicht nur das laufstärkste Team des deutschen Fußball-Oberhauses ist, sondern binnen zwölf Monaten von einem Abstiegskandidaten zu einem Champions-League-Anwärter avancierte. Allein das verdeutlicht, wie schwer es für Thiounes Elf wird, überhaupt etwas Zählbares aus Sinsheim zu entführen. „Wenn man da nicht auf Augenhöhe agiert“, meint der Trainer, „dann kann man in Hoffenheim auch relativ schnell als Verlierer vom Platz gehen“.

Während der Einheiten unter der Woche ist bei Werder Bremen deshalb nicht nur an Details gearbeitet, sondern auch viel über Versäumtes gesprochen worden. Intern wurde zudem analysiert und in Teilbereichen nachjustiert. Oder wie es Daniel Thioune selbst nennt: „Wir haben aufgeräumt.“ Herausgekommen ist eine Reaktion, die nicht nur dem Coach zusagt. „Die Mannschaft ist sehr fokussiert und sich der aktuellen Situation bewusst“, sagt Peter Niemeyer als Werders Leiter Profifußball, im Gespräch mit der DeichStube. „Die Spieler hatten sich gegen Augsburg unheimlich viel vorgenommen, konnten es aber nicht auf den Platz bringen. Dass sie wollen, ist unbestritten, aber es sieht dann manchmal etwas verkrampft aus. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich für das kommende Wochenende die Gefahr einer Verkrampfung sehe. Wir haben in Stuttgart oder auch in Wolfsburg und Berlin gezeigt, dass wir auswärts bestehen können. An genau diese Leistungen müssen wir anknüpfen.“

Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim: Ein Zähler reicht zum Bundesliga-Klassenerhalt

Ein einziger Zähler würde Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim schon genügen, um auch die allerletzten Restzweifel am Klassenerhalt zu zerstreuen. Womöglich braucht es aber nicht einmal den, wenn zeitgleich erst der FC St. Pauli nicht bei Werders Ex-Trainer Ole Werner und dessen Mannschaft RB Leipzig gewinnt und am Abend dann auch noch der VfL Wolfsburg keinen Sieg gegen den FC Bayern München landet. Wirklich Freude an einer passiven Rettung hätte aber wohl kaum jemand. „Ich würde es für uns als Mannschaft und Verein sehr traurig finden, wenn wir es mit nur 32 Punkten schaffen würden, weil die anderen Teams noch weniger Zähler geholt haben“, hatte Senne Lynen gesagt. „Ich will das hier wirklich gern schön abschließen – oder zumindest mit einem weiteren Punkt und dem Gefühl, dass wir es selbst geschafft haben.“ Daniel Thioune weiß ebenfalls: „Unter dem Strich wird keiner glücklich aus dieser Saison gehen. Dann ist man mit einem blauen Auge davongekommen – und es verbietet sich, dann zu feiern.“

Doch der Trainer des SV Werder Bremen unterstreicht auch: „Der Verein hat zu Saisonbeginn strategische Veränderungen vorgenommen, was dazu geführt hat, dass man sich mit einer gewissen Gefahr dort bewegt, wo man sich derzeit bewegt. Wenn wir am Ende des Tages auf Platz 15 einlaufen und die Liga halten, dann haben wir uns das selbst erarbeitet und verdient – und nicht aufgrund der anderen Mannschaften unter uns. Wir haben vor acht Wochen hier gesessen und lagen mit Abstand auf dem vorletzten Tabellenplatz. Jetzt sind wir privilegiert, mit sechs Punkten Vorsprung vorwegzugehen. Und diese sechs Punkte gilt es, über die Linie zu bringen und daraus vielleicht noch ein bisschen mehr zu machen.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © Imago/Jan Huebner

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