„Wie geht das?“
„Lokomotive“ Niclas Füllkrug rätselt über den eigenen Traumstart bei Werder
Niclas Füllkrug hat beim SV Werder Bremen zu alter Stärke zurückgefunden - und kann sich selbst nicht so recht erklären, wie das geht!
Freude, Stolz, Erleichterung – das sind in der Regel die gängigen Zutaten, die bei einem Torjubel zusammenkommen und den Schützen emotional für einen Augenblick explodieren lassen. Im Falle von Niclas Füllkrug kam am Samstagabend noch etwas anderes hinzu: Ungläubigkeit. Die wiederum schrie der Angreifer des SV Werder Bremen nach seinem so wichtigen Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand beim 1. FC Köln mit Inbrunst in Richtung Gästeblock. „Ich bin zur Kurve gelaufen und habe gerufen: ,Wie geht das?! Wie geht das?! Dass ich dieses Trikot anziehe und wieder treffe, wie ich will. Das ist Wahnsinn.“ Ja, wie geht das? Gute Frage eigentlich, auf die beim SV Werder Bremen direkt nach dem Spiel auch kein anderer Protagonist eine abschließende Antwort hatte. Dafür aber: Umso mehr Freude darüber, dass „Fülle“ endlich wieder die Raute auf der Brust trägt.
Werder Bremens Daniel Thioune über Niclas Füllkrug: „Es ist zu sehen, dass er als Führungsspieler vorangeht“
„Es ist zu sehen, dass er als Führungsspieler vorangeht“, sagte Cheftrainer Daniel Thioune am Tag nach der Köln-Partie über den Stürmer, der in den vier Pflichtspielen seit seiner Rückkehr bereits dreimal getroffen hat. Thioune sieht in Niclas Füllkrug gar „die Lokomotive, die uns zieht“. Das habe der Mannschaft im Vorjahr in vorderster Reihe gefehlt. Womit der sportliche Effekt Füllkrugs für den SV Werder Bremen umrissen wäre. Es gibt da aber noch mehr, nämlich die emotional-mentale Ebene rund um den Club sowie innerhalb der Gruppe „Fußballmannschaft“, auf der der Stürmer mit seiner positiven Art ebenfalls große Wirkung entfaltet.
„Seine Identifikation mit dem Verein ist sehr groß, und die Fans identifizieren sich stark mit ihm“, weiß Daniel Thioune. „Das hilft natürlich dabei, die gesamte Mannschaft noch enger miteinander zu verbinden.“ Die Profis würden das genauso sehen: „Ich habe gerade mit den Jungs in der Kabine gesprochen“, berichtete der Trainer des SV Werder Bremen am Sonntagvormittag. „Alle haben den Eindruck, dass da gerade etwas zusammenwächst.“
Mit Niclas Füllkrug als effizientes Düngemittel. Auch erfahrene Spieler wie Niklas Stark und Ersatztorhüter Alexander Schlager, die sportlich nicht im Fokus stehen, tragen mit Erfahrung und ausgeprägtem Teamgedanken laut Thioune dazu bei. Dass Füllkrug darüber hinaus noch Tore schießt – „damit kann er gerne weitermachen“, sagte Sportchef Clemens Fritz. „Fülle hat als Persönlichkeit noch einmal einen unheimlichen Entwicklungsschritt gemacht.“ Womöglich ist das einer der Gründe, warum es für den Angreifer im Trikot des SV Werder Bremen derzeit so gut läuft. (dco)
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