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Bremen - Nach dem befreienden 4:0-Sieg gegen Hannover 96 loben die Werder-Profis ihren neuen Chef Kohfeldt. Der will das aber gar nicht hören.
Keine Frage: Durch seinen lupenreinen Hattrick bei Werders 4:0-Heimerfolg gegen Hannover 96 hatte sich Max Kruse den inoffiziellen Titel als Mann des Abends gesichert – viele seiner Mitspieler lobten kurz nach dem Schlusspfiff allerdings zunächst einen anderen Mann: ihren neuen Trainer Florian Kohfeldt.
„Er ist bei uns voll angekommen als Cheftrainer“, sagte etwa Fin Bartels. Ludwig Augustinsson betonte: „Seine Idee vom Fußball ist sehr klar.“ Kohfeldt selbst nahm die warmen Worte zwar zur Kenntnis – haben wollte er sie allerdings nicht. „Wir haben ihnen zwar einen Plan an die Hand gegeben, aber umgesetzt haben ihn die Jungs“, sagte er.
Keine traumhaften Voraussetzungen zum Start
Ende Oktober hatte der 35-Jährige die Nachfolge des entlassenen Alexander Nouri angetreten – zunächst für ein Spiel als Interimscoach, ehe Werder ihm vor einer guten Woche das endgültige Vertrauen aussprach, zumindest erstmal bis zur Winterpause.
Als drittem Trainer, den der Club intern aus der eigenen U23 in die Bundesliga befördert, schlug Kohfeldt in den Tagen danach öffentlich nicht gerade großes Vertrauen entgegen – die Skepsis überwog deutlich. Die „Es hätte bessere Trainer gegeben“-Aussage von Sportchef Frank Baumann tat ihr Übriges. Alles in allem also nicht gerade traumhafte Voraussetzungen für das erste Spiel als Chef, zumal Werder sportlich mit dem Rücken zur Wand steht.
Kohfeldt ohne übertriebene Zufriedenheit
„So wie die ganze Geschichte gelaufen ist, war es für ihn nicht ganz einfach“, sagte Maximilian Eggestein über Kohfeldt – und erklärte: „Wir haben viel trainiert, uns in den Räumen gut zu bewegen und durch Läufe Räume aufzureißen.“ Im Spiel gegen Hannover hat das bereits prächtig funktioniert. Für Kohfeldt aber kein Grund zu übertriebener Zufriedenheit.
„Es ist ja auch mein Job, die Situation jetzt realistisch einzuschätzen“, sagte er. Erst in der 89. Minute habe er sich im Weserstadion mal kurz umgeschaut, um die Atmosphäre etwas zu genießen. Und bei den Toren natürlich – da war die Freude beim neuen Chefcoach auch groß. „Wenn ich irgendwann aufhöre, mich über Tore zu freuen, dann bitte erinnert mich daran“, scherzte er nach dem Schlusspfiff.
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