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„Es gab interessante Angebote für mich“: Werder-Kapitän Marco Friedl über Lockrufe der Konkurrenz und Vertragsgespräche mit Kollegen

Marco Friedl hat im April seinen Vertrag beim SV Werder Bremen verlängert und andere Angebote ausgeschlagen. Jetzt spricht der Kapitän der Grün-Weißen über Lockrufe der Konkurrenz und Vertragsgespräche mit den Kollegen.

Bremen – Dass Marco Friedl gerne weiß, was beim SV Werder Bremen auch abseits des ganz normalen Fußballalltags los ist, hat er bereits vor knapp drei Wochen gegenüber der DeichStube verraten: „Ich weiß ungefähr von jedem Spieler, wie der aktuelle Stand bei ihm gerade ist und ob etwas in Zukunft passieren könnte oder nicht.“ Nun hat der Kapitän der Grün-Weißen im Gespräch mit der „Bild“ seine Gedanken dabei noch einmal konkretisiert. „Das interessiert mich einfach“, sagte Friedl. „Ich spreche mit den Spielern darüber und finde es wichtig, dass ich nicht nur die Seite des Vereins kenne, sondern auch ihre Perspektive.“

Und so ergibt sich für den Österreicher ein Gesamtbild, das ihm dabei hilft, in den Gesprächen über ganzheitliche Themen mit Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz oder dem Leiter Profifußball Peter Niemeyer den Durchblick zu behalten – und selbst gewinnbringende Rückmeldungen zu geben. „Wenn sie meine Meinung dabei benötigen, werde ich gerne mit ihnen in den Austausch gehen“, erklärte der Bremer Abwehrchef. „Ich teile sie als Kapitän über gewisse Spieler auch gerne. Ich bin nach Zetti (Michael Zetterer, Anm. d. Red.) dienstältester Spieler. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, was mit dem Verein passiert.“

Schlug andere „interessante Angebote“ aus, um beim SV Werder Bremen zu verlängern: Kapitän Marco Friedl.

Werder Bremens Kapitän Marco Friedl bestätigt: „Es gab interessante Angebote für mich“

Genau deshalb hat Marco Friedl kürzlich auch seinen Vertrag an der Weser vorzeitig verlängert. Obwohl es Lockrufe der Konkurrenz gab. „Natürlich war in meinem Kopf, den nächsten Schritt zu machen. Aber klar war, dass Werder Bremen Ansprechpartner Nummer 1 sein wird“, betonte er. „Ich habe dann schnell gemerkt, dass ich mir diesen Schritt auch hier vorstellen kann. Ich habe mich dann gar nicht mehr mit anderem beschäftigt. Ich wusste, dass ich ab Januar 2026 ablösefrei bei einem neuen Club hätte unterschreiben können. Und es gab interessante Angebote für mich. Aber weil ich hier schon so viel erlebt habe, habe ich gerne alles beiseitegelegt. Ich bin sehr gern hier.“

Aktuell weilt der Defensivakteur des SV Werder Bremen mit seiner Familie im Urlaub, Anfang Juli wird Friedl dann ebenso wie seine Teamkollegen zum Trainingsauftakt am Osterdeich zurückerwartet. Statt Ole Werner heißt der Trainer dann Horst Steffen, in der Hintermannschaft soll künftig auch eine Umstellung von der bisherigen Dreier- auf eine Viererkette erprobt werden. Da stehen also einige Veränderungen an. Marco Friedl dürfte sich selbst aber treu bleiben – und notfalls auch wieder unangenehme Dinge klar ansprechen, wenn es ihm notwendig erscheint. „Als Kapitän halte ich es in gewissen Situationen für richtig, deutlich zu werden“, sagte der 27-Jährige. „Besser, als die Gedanken immer mit sich rumzuschleppen. Ich bin im persönlichen Austausch genauso direkt. Wichtig ist mir: Wenn ich öffentlich etwas kritisch anspreche, nehme ich mich immer selbst mit ins Boot.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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