Werder-Profi für zwei Spiele gesperrt
Nach Roter Karte gegen FSV Mainz 05: DFB-Sportgericht gibt Sperre für Werder-Kapitän Marco Friedl bekannt
Im Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (2:1) sah Marco Friedl wegen einer Notbremse die Rote Karte - jetzt gab das DFB-Sportgericht bekannt, wie lange der Kapitän des SV Werder Bremen gesperrt wird.
Bremen – Die Hoffnungen des SV Werder Bremen auf eine mögliche Strafminderung haben sich nicht erfüllt: Marco Friedl ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen unsportlichen Verhaltens für zwei Spiele gesperrt worden.. Das teilte der Verband am Mittwochnachmittag mit. Der Bremer Kapitän hatte im Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 (2:1) wegen einer Notbremse in der 60. Minute die Rote Karte gesehen. Friedl wird damit die kommenden beiden Bundesliga-Spiele der Grün-Weißen gegen den FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) und bei der TSG Hoffenheim (29. September, 17.30 Uhr) verpassen.
Werder Bremen und Marco Friedl hofften nach Roter Karte auf Strafminderung - vergeblich
Bis zuletzt hatte der SV Werder Bremen auf eine Strafminderung gehofft - ähnlich, wie es vor knapp zwei Jahren schon einmal geklappt hatte. Dort war Marco Friedl ebenfalls nach einer Notbremse im Spiel beim SC Freiburg mit Rot vom Platz geflogen, das DFB-Sportgericht sperrte ihn nur für eine Partie - auch, weil sich Gegenspieler Michael Gregoritsch entsprechend äußerte. Im neuerlichen Fall kämpfte SV Werder Bremen nun erneut um eine Reduzierung und argumentierte nach „Bild“-Informationen gegenüber dem DFB-Sportgericht mit dem ballorientierten Zweikampfverhalten Friedls, der im Duell mit Gegenspieler Jonathan Burkardt auch den Ball gespielt hatte. Zudem hätte Anthony Jung aus Bremer Sicht eventuell noch in die Situation eingreifen können. Marco Friedl selbst sagte nach dem Spiel beim 1. FSV Mainz 05 jedoch: „Ich rechne ganz klassisch mit zwei Spielen Sperre.“ Und er sollte recht behalten.
Wer Marco Friedl in den kommenden beiden Bundesliga-Spielen ersetzt, ist dagegen noch völlig offen. Mit Blick auf das Heimspiel gegen den FC Bayern München hatte Peter Niemeyer, Leiter Profifußball des SV Werder Bremen, im Gespräch mit der DeichStube gesagt: „Für Milos Veljkovic kommt das Spiel gegen die Bayern noch zu früh, er befindet sich weiterhin im Aufbautraining. Amos Pieper ist jetzt schon länger wieder im Training, durfte in Münster auch schon wieder seine Minuten sammeln. Daher gibt es einen gesunden Konkurrenzkampf zwischen ihm und Julian Malatini um den dritten Platz in der Dreierkette.“ (nag)