Werder-Kapitän findet klare Worte

Klartext vom Kapitän: Marco Friedl schlägt Alarm bei Werder Bremen und wünscht sich Neuzugänge

Marco Friedl findet nach dem enttäuschenden Testspiel von Werder Bremen gegen Sheffield Wednesday klare Worte und wünscht sich  Neuzugänge.
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Marco Friedl findet nach dem enttäuschenden Testspiel von Werder Bremen gegen Sheffield Wednesday klare Worte und wünscht sich Neuzugänge.

Klare Worte vom Kapitän: Marco Friedl schlägt Alarm nach dem enttäuschenden Testspiel des SV Werder Bremen gegen Sheffield Wednesday und wünscht sich Neuzugänge!

Zell am Ziller – Das Trainingslager des SV Werder Bremen ist mit einem Paukenschlag zu Ende gegangen: Während Trainer Ole Werner und der Leiter Profifußball Peter Niemeyer den in der zweiten Halbzeit ganz schwachen Auftritt der Grün-Weißen beim XXL-Test gegen den englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday relativ entspannt zur Kenntnis nahmen und sich mit dem 2:2 nach 120 Minuten durchaus zufrieden zeigten, redete Kapitän Marco Friedl wenige Minuten später Klartext. Und der Österreicher ärgerte sich nicht nur über den Auftritt im Parkstadion, sondern kritisierte den kompletten Ablauf des zehntägigen Trainingslagers in Zell am Ziller. Gleichzeitig wünschte sich Friedl Neuzugänge, damit der Kader verstärkt wird. Diese deutlichen Worte dürften intern für mächtig Wirbel sorgen.

So reagiert Werder-Sportchef Fritz auf die Friedl-Kritik!

Werder Bremens Marco Friedl: „Wir waren viel zu ungenau, hatten zu wenig Intensität und haben dumme Fehler gemacht“

„Wir waren wie im ersten Spiel hier viel zu ungenau, hatten zu wenig Intensität und haben dumme Fehler gemacht. Wir haben völlig verdient die zwei Tore bekommen“, schimpfte Marco Friedl und erinnerte dabei an die 0:3-Pleite des SV Werder Bremen gegen US Lecce. Ole Werner hatte wieder zwei Teams formiert und zur Pause komplett ausgetauscht. Die erste Formation präsentierte sich noch sehr engagiert, wenn auch spielerisch limitiert. Der starke Dawid Kownacki und Keke Topp schossen eine verdiente 2:0-Führung gegen doch sehr biedere Engländer heraus. Dann kam Friedl mit seiner Mannschaft auf den Platz, und nichts lief mehr. Dabei gehörten gestandene Spieler wie Anthony Jung, Jens Stage, Leonardo Bittencourt, Justin Njinmah und Marvin Ducksch zum Team. „Wir haben eine schlechte Raumaufteilung, spielen mit Ball schlecht und bewegen uns schlecht. Dementsprechend kommen wir auch nicht ins letzte Drittel. Es wirkt fast so, als wenn wir nicht eingespielt wären. Die Laufwege stimmen überhaupt nicht, es gibt Abstimmungsprobleme und ein schlechtes Timing“, monierte Friedl und betonte: „Natürlich ärgert es mich und meine Mitspieler extrem. Solch ein Spiel musst du souveräner, professioneller herunterspielen. Wir haben zehn Tage Trainingslager hinter uns und sind müde, aber das ist alles Ausrede. Wir müssen es besser machen und alle den Anspruch haben, zu zeigen, was man kann.“

Werder Bremens Kapitän Marco Friedl: „Unter dem Strich bin ich nicht mit dem Trainingslager zufrieden“

Doch mit der Kritik am Spiel war Marco Friedl noch lange nicht fertig. Angesprochen auf seinen Eindruck von den zehn Tagen nicht weit weg von seinem Heimatort Kirchbichl wählte er ziemlich deutliche Worte: „Unter dem Strich bin ich nicht mit dem Trainingslager zufrieden. Hergeschenkt ist das falsche Wort, aber es war ein Machen, um zu machen. Es kommt ein bisschen eine negative Stimmung auf, weil es nicht so läuft. Wir müssen uns alle straffen und Gas geben, weil wir eine Mannschaft sind, die keine Einzelspieler hat, die Woche für Woche Spiele gewinnen.“ Da legt ein Kapitän den Finger aber ganz tief in die Wunde und bohrt kräftig weiter, denn er nimmt nicht nur sich und seine Kollegen, sondern auch das Trainerteam des SV Werder Bremen in die Pflicht: „Die Alarmglocken gehen an, aber es ist noch nichts passiert. Wir haben auch im letzten Sommer in den Testspielen nicht sonderlich gut gespielt, aber wir Führungsspieler müssen knallhart ansprechen, wenn sich da jemand rausnimmt und weniger macht. Und nicht nur von uns, auch vom Trainerteam muss das kommen. Da verlange ich von jedem, dass wir uns steigern.“

Bei Ole Werner hatte das kurz zuvor noch etwas anders geklungen. „Wir wollten körperlich und von den Abläufen einen Schritt weiter sein – ich glaube, dass wir das insgesamt waren. Das Ergebnis geht unter dem Strich in Ordnung. In den ersten 60 Minuten waren wir die bessere Mannschaft, in den zweiten dann Sheffield. Unsere Inhalte aus dem Training waren heute deutlich mehr auf dem Platz zu sehen als noch letzte Woche. Trotzdem gibt es noch eine Menge zu verbessern, das ist auch klar“, meinte der Coach des SV Werder Bremen und verwies darauf, dass noch ausreichend Zeit bis zum Pflichtspielstart sei. Von Verärgerung ob des Auftritts war keine Spur beim ihm. Gleiches galt für Peter Niemeyer, der folgendes Fazit des Trainingslagers zog: „Wir haben schon noch einiges zu tun, aber wir haben nach diesen zehn Tagen eine grundpositive Stimmung.“

Werder Bremens Kapitän Marco Friedl: „Wir haben noch einen weiten Weg vor uns und müssen uns in allen Bereichen steigern“

Da wusste er noch nicht, wie sich Marco Friedl fühlt. Und der präsentierte auch eine klare Meinung zum Thema Neuzugänge. „Ich bin immer ein Fan davon, wenn der Kader Zuwachs bekommt und es Konkurrenzkampf auf jeder einzelnen Position gibt. Wir brauchen noch Zugänge, aber es bin nicht ich, der dafür verantwortlich ist, da muss man andere Personen befragen“, meinte der Kapitän des SV Werder Bremen und mahnte: „Wir haben noch einen weiten Weg vor uns und müssen uns in allen Bereichen steigern. Da liegt eine Menge Arbeit vor uns. Da müssen wir jede Trainingseinheit nutzen, damit wir im Pokal nicht wieder unser blaues Wunder erleben und unsere Sachen packen können.“ Zeit dafür ist noch. Die erste Runde im DFB-Pokal steht am 19. August mit dem Spiel beim Drittligisten Energie Cottbus auf dem Programm. (kni)

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