Werder-Lazarett wird größer
Nächster Abwehr-Schock bei Werder: Auch Kapitän Marco Friedl fällt wochenlang aus
Das sind ganz schlechte Nachrichten für den SV Werder Bremen. Mit Marco Friedl fällt nun schon der vierte Innenverteidiger verletzungsbedingt aus - und zwar länger.
Bremen – Nun also doch: Marco Friedl hat sich tatsächlich schwerer verletzt und wird dem SV Werder Bremen „mehrere Wochen“ fehlen. Das teilte der Verein am späten Mittwochnachmittag mit. So habe sich der Kapitän bei einem Zweikampf mit Nick Woltemade während des Dienstagstrainings einen Riss des vorderen Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk zugezogen. Knapp 24 Stunden zuvor hatte der Club noch verhalten optimistische Nachrichten verkündet und mitgeteilt, dass zwar abgewartet werden müsse, wie sich Friedls Verletzung in den kommenden Tagen entwickle, man jedoch davon ausgehe, „dass er am Samstag gegen Darmstadt dabei sein wird“. Genau das ist nun nicht der Fall, im Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Hessen (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) fällt somit der vierte Bremer Innenverteidiger aus.
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Bitter für den SV Werder Bremen: Auch Marco Friedl fällt verletzt aus
„Nachdem die Situation bei Marco gestern Nachmittag noch ganz gut aussah, hat sie sich über Nacht leider deutlich verschlechtert, sodass wir heute Vormittag weitere Untersuchungen durchgeführt haben“, wird Clemens Fritz als Werder Bremens Leiter Profifußball in einer Mitteilung auf der vereinseigenen Internetseite zitiert. Bei diesen wurde dann die jetzige Verletzung diagnostiziert. Dass die Chancen auf eine schnelle Heilung gering sind, hatte sich bereits am Mittag abgezeichnet. So war Marco Friedl am Weserstadion zu sehen, wie er sich auf Krücken auf den Weg von der Kabine zum Parkplatz machte und schließlich auf dem gesunden Fuß hüpfend ins Auto sprang.
Für den SV Werder Bremen kommt der Ausfall des Österreichers zur absoluten Unzeit. In Amos Pieper (Reha nach Knöchelbruch), Milos Veljkovic (Beschwerden im Kniegelenk) und Niklas Stark (Hüftprobleme) fehlen bereits drei Abwehrspieler. Zuletzt durfte deshalb bereits der junge Neuzugang Julian Malatini von Beginn an in der Dreierkette mitverteidigen. Somit steht im Grunde nur noch Routinier Christian Groß als Alternative zur Verfügung, um gemeinsam mit Anthony Jung und eben Julian Malatini das Trio vor Torhüter Michael Zetterer zu bilden. Allerdings hat Ole Werner bereits am Dienstag während des Trainings auch den aktuellen Sechser Senne Lynen als Innenverteidiger ausprobiert. (mbü)
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