Innenverteidiger fehlt verletzt
„Wir gehen nicht vom Worst Case aus“: Wie Werder Bremen das Comeback von Kapitän Friedl plant
Marco Friedl fehlt dem SV Werder Bremen nach seiner Verletzung noch eine ganze Weile. Doch der Club geht „nicht vom Worst Case“ aus. Wann der Kapitän zurückkehren könnte.
Bremen – Die Diagnose war für Marco Friedl zunächst ein Schock: Der Kapitän des SV Werder Bremen hatte sich im Training in der vergangenen Woche bei einem Zweikampf mit Nick Woltemade einen Riss des vorderen Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk zugezogen. Eine ähnliche Verletzung sorgte einst bei Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz für das Ende der Karriere. Im März 2017 hatte der künftige Werder-Sportchef im Heimspiel gegen Darmstadt 98 die verhängnisvolle Blessur erlitten. Bei Friedl hoffen die Grün-Weißen nun auf einen wesentlich positiveren Ausgang – und sind überzeugt von einer Rückkehr noch in der laufenden Spielzeit.
Werder Bremen-Kapitän Marco Friedl verletzt: Feiert er sein Comeback im April?
„Es ist äußerst bitter für ihn“, sagte Fritz auf Nachfrage der DeichStube über die schwere Verletzung von Marco Friedl, „aber wir gehen dank der Diagnose nicht vom Worst Case aus. Wir glauben fest daran, dass er in dieser Saison noch für uns spielen kann – und das auch nicht erst ganz am Ende.“ Bei noch elf ausstehenden Spielen in der Bundesliga und einer von den Bremern angekündigten Zwangspause von „mehreren Wochen“ könnte das bedeuten, dass der Kapitän des SV Werder Bremen möglicherweise schon Mitte April wieder auf den Rasen zurückkehrt.
Trotz der schweren Verletzung lebt der EM-Traum von Werder Bremen-Profi Marco Friedl weiter
Das liegt auch daran, weil die Verletzung konservativ behandelt werden kann. „Bei mir war das damals anders“, erinnert sich Fritz: „Ich musste operiert werden, das ist bei Marco nicht notwendig.“ Und das lässt auch seinen EM-Traum weiter leben. Zuletzt war Marco Friedl zwar nicht mehr vom österreichischen Nationalcoach nominiert worden, doch Ralf Rangnick dürfte der deutliche Formanstieg des Innenverteidigers nicht entgangen sein. Wenn es Friedl gut durch die Reha schafft und er dann bei Werder Bremen an seine zuletzt so starken Leistungen anknüpft, kann diese Tür für das Turnier im Sommer in Deutschland noch aufgehen. (mwi/kni)