Noch lange bei Werder?
Friedl in der Form seines Lebens? So denkt der Werder-Kapitän - großer Dank an Ex-Bundesliga-Trainer
Marco Friedl befindet sich seit Monaten in bestechender Form. Der Kapitän des SV Werder Bremen hat jetzt über seine starken Leistungen und Zukunft an der Weser gesprochen. Zudem verrät der Österreicher, dass er einem Ex-Bundesliga-Trainer seine Karriere verdankt.
Bremen – Das Erlebnis war Marco Friedl sichtlich peinlich. Verschwiegen hat er es dennoch nicht. Am Mittwochabend war der Kapitän des SV Werder Bremen in der vereinseigenen Talk-Show „Up’n Swutsch“ zu Gast und plauderte in launiger Atmosphäre über sein Leben. Als dann die Frage aufkam, was der Österreicher denn wohl nicht so gut könne, hatte dieser die Antwort schnell parat: „Am Dienstag hatten wir Weihnachtsfeier, da wurde ich vor 700 Leuten auf der Leinwand gezeigt, wie ich ,Jingle Bells‘ singe. Das ist ganz klar ein Anti-Talent“, erzählte Friedl lachend. Aber natürlich ging es in der 45-minütigen Gesprächsrunde auch ganz viel um Fußball – und um die sportliche Zukunft des 26-Jährigen.
Werder Bremens Kapitän Marco Friedl über Heiko Herrlich: „Im Nachhinein bin ich ihm sehr dankbar“
Noch läuft Friedls Arbeitspapier an der Weser bis ins Jahr 2026 hinein, allergrößte Eile ist bei der Causa Vertragsverlängerung also nicht geboten. Auch deshalb betonte der Bremer Abwehrchef: „Im Moment ist das überhaupt kein Thema, ich habe den Fokus nur auf dieser Saison.“ Marco Friedl stellte dennoch in Aussicht, auch langfristig eine führende Rolle bei Werder Bremen (Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin live im TV) übernehmen zu wollen: „Ich kann es mir sehr gut vorstellen. Wir werden uns dann sicherlich in nächster Zeit auch mal zusammensetzen.“
Bis dahin will der Innenverteidiger des SV Werder Bremen vor allem eines: weiterhin gute und stabile Leistungen zeigen – ganz so, wie er es jetzt schon seit vielen Monaten tut. Friedl ist zu einem absoluten Führungsspieler gereift, einer Vorbildfigur, die auf dem Platz vorangeht. Ob er gerade in der Form seines Lebens ist? „Das kann ich jetzt noch nicht beurteilen“, erwiderte der fünffache österreichische Nationalspieler. „Da müsste man mich in zehn Jahren nochmal fragen, dann kann ich das vielleicht sagen.“ Schließlich will Marco Friedl gern noch besser werden, noch weitere Entwicklungsschritte gehen. Persönlich, aber insbesondere auch mit der Mannschaft. Und die Sehnsucht nach einem Titel stillen, vielleicht ja schon in dieser Saison mit dem Einzug ins DFB-Pokalfinale. „Das ist unser Ziel, da wollen wir hin“, sagte Friedl, der obendrein trotz anfänglicher Skepsis noch immer glücklich darüber ist, dass er in der Jugend einst von seinem damaligen Coach Heiko Herrlich vom Angreifer zum Verteidiger umgeschult wurde. „Im Nachhinein bin ich ihm sehr dankbar dafür, denn mittlerweile bin ich mir sicher, dass ich es als Stürmer nicht zu den Profis geschafft hätte.“ (mbü)