Marin ist Technischer Direktor bei Roter Stern
„Ich hatte den Wechsel vorher angekündigt“: Ex-Werder-Profi Marko Marin über den Veljkovic-Transfer nach Belgrad
Früher spielte Marko Marin für Werder Bremen, jetzt arbeitet er für Roter Stern Belgrad - und spricht mit der DeichStube über den Transfer von Milos Veljkovic, bei dem Werder etwas überrumpelt wurde.
Bremen – Der Auftritt an seinem künftigen Arbeitsplatz hatte für Milos Veljkovic ausfallen müssen, eine Gehirnerschütterung verhinderte einen Einsatz mit der serbischen Nationalmannschaft gegen Österreich im Stadion Rajko Mitic. Dort ist normalerweise Roter Stern Belgrad zu Hause – und damit jener Club, zu dem der 29-Jährige im Sommer nach dann neuneinhalb Jahren beim SV Werder Bremen wechseln wird. Mit eingefädelt hat den Transfer Marko Marin. Der frühere Profi der Grün-Weißen ist Technischer Direktor in Belgrad, war am vergangenen Samstag Teil des Diego-Abschiedsspiels im Weserstadion und erklärte hinterher die Beweggründe für das Werben um Veljkovic.
Marko Marin hat Transfer von Milos Veljkovic zu Roter Stern Belgrad bei Werder Bremen „angekündigt“
„Milos hat eine Wahnsinns-Karriere bei Werder erlebt. Es ist längst nicht mehr selbstverständlich, dass ein Spieler so lange bei einem einzigen Verein bleibt“, lobte Marin im Gespräch mit der DeichStube. „Er hat viel für Werder getan – und wir sind sehr glücklich, dass wir einen solch erfahrenen Spieler bekommen, der unseren jungen Spielern in Belgrad dabei helfen soll zu wachsen.“ Knapp zwei Wochen ist es jetzt her, dass der Transfer von Milos Veljkovic publik wurde – allerdings war man am Osterdeich vom Zeitpunkt der Veröffentlichung seitens Roter Stern Belgrad durchaus überrumpelt worden. Doch Marko Marin ist sich keiner Schuld bewusst. „Ich hatte zehn, 14 Tage vorher mit Clemens telefoniert und den Wechsel angekündigt. Bei Werder wussten sie also schon Bescheid, nur über den genauen Zeitpunkt der Verkündung vielleicht nicht“, meinte der inzwischen 36-Jährige. „Aber das hat sich so ergeben. Milos wird bis zum Ende der Saison sein Bestes für Werder geben – und für mich persönlich ist das als Ex-Bremer auch sehr wichtig, dass er hier ein schönes Ende erlebt.“
Marko Marin traut Ex-Club Werder Bremen bald wieder Europa zu: „Vielleicht sehen wir uns in der Königsklasse mal wieder“
Milos Veljkovic, der einen Dreijahresvertrag beim erfolgreichen serbischen Hauptstadtclub unterschrieben hat, wird somit in der neuen Saison in den Genuss von Partien auf internationalem Parkett kommt. Ein Traum, der bekanntlich auch bei Werder Bremen irgendwann mal wieder Realität werden soll. „Einfach ist es sicher nicht, aber möglich auf jeden Fall“, glaubt Marko Marin. „Mit ein paar guten Transfers und interessanten Ideen kann Werder zurück nach Europa kommen. Diese Stadt, diese Fans und dieser Verein hätten es verdient.“ Marin spricht aus Erfahrung, er hat die magischen Nächte unter Flutlicht selbst im Werder-Trikot erlebt. „Die europäischen Spiele hier vor einigen Jahren waren sensationell“, sagte er. „Die Champions-League-Nächste in Belgrad sind aber auch schön, und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja bald in der Königsklasse mal wieder.“ (mbü)
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