Keine EM-Teilnahme für Werder-Stürmer
„Er hat sich wenig vorzuwerfen“: Werner und Fritz sprechen Werder-Stürmer Ducksch nach EM-Aus Mut zu
Marvin Ducksch wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für die Heim-EM nominiert. So reagieren Ole Werner und Clemens vom SV Werder Bremen.
Bremen – Auf der Liste, die Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstagmittag der Öffentlichkeit präsentiert hat, stehen 27 Namen, doch den von Marvin Ducksch sucht man vergebens. Heißt: Der Stürmer des SV Werder Bremen hat es nicht in den vorläufigen Kader für die EM in Deutschland geschafft.
Eine große Überraschung ist das insgesamt zwar nicht – schließlich war Marvin Ducksch in den vergangenen Wochen nicht als heißer Kandidat gehandelt worden –, und dennoch dürfte die Enttäuschung beim 30-Jährigen groß sein. „Marvin hat für dieses Ziel gekämpft“, sagt Werder Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz, der aber nicht davon ausgeht, dass das EM-Aus zum echten Rückschlag für den Angreifer wird: „Er ist als Typ gefestigt genug, um damit bei aller Enttäuschung gut umgehen zu können.“
Werder Bremens Marvin Ducksch verpasst zur Heim-EM den Sprung ins DFB-Team: So reagieren Clemens Fritz und Ole Werner
Dank guter Leistungen im Trikot des SV Werder Bremen hatte sich Marvin Ducksch im vergangenen Jahr in den Dunstkreis der Nationalmannschaft gespielt und kam in den Länderspielen gegen die Türkei und Österreich sogar zu seinen ersten Einsätzen im DFB-Dress. Weitere Nominierungen folgten jedoch nicht.
„Man kann als Sportler immer nur sein Bestes geben“, sagt Werder-Trainer Ole Werner – und betont mit Blick auf Marvin Ducksch: „Marvin kann auch auf diese Saison wieder stolz sein. Er hat es zum Nationalspieler geschafft, nachdem hier vor zwei Jahren in der Öffentlichkeit noch die Diskussion geführt wurde, ob er in der Bundesliga zurechtkommt.“ Werner nannte die Entwicklung des Spielers vom SV Werder Bremen einen „sensationellen Weg“ – und hob hervor: „Er hat sich wenig vorzuwerfen. Im Fußball ist es aber so, dass oftmals andere die Entscheidungen treffen. Und die Konkurrenz in der Nationalmannschaft ist eben entsprechend groß.“ (dco)