Werder-Stürmer in der Krise

Wegen Marvin Ducksch: Werder-Kapitän Marco Friedl bittet Medien um Hilfe

Nach der anhaltenden Kritik stärkt Kapitän Marco Friedl (re.) Marvin Ducksch (li.) bei Werder Bremen den Rücken.
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Nach der anhaltenden Kritik stärkt Kapitän Marco Friedl (re.) Marvin Ducksch (li.) bei Werder Bremen den Rücken.

Marvin Ducksch stand zuletzt immer wieder in der Kritik. Jetzt ist ihm Teamkollege Marco Friedl zur Seite gesprungen. Der Kapitän des SV Werder Bremen hat in der Thematik eine spezielle Bitte.

Bremen – Marvin Ducksch ist unglücklich. Der Stürmer glaubt, dass ihn die Fans des SV Werder Bremen in der nächsten Saison nicht mehr im Trikot des Bundesligisten sehen wollen und sich einen Wechsel des Torjägers wünschen. Diese Einschätzung des 30-Jährigen, der sich von den Anhängern speziell in den sozialen Medien zu sehr kritisiert fühlt, hat Anfang der Woche für viel Aufsehen gesorgt. Das ruft nun auch Marco Friedl auf den Plan. Der Werder-Kapitän stellt sich schützend vor seinen Teamkollegen und nimmt dabei vor allem die Medien ins Visier.  

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Marco Friedl hofft auf mehr Rückendeckung der Medien für Werder Bremens Marvin Ducksch

„Dass du als Stürmer mal eine Flaute hast und es Spiele gibt, in denen es nicht läuft und die Fans denken, du gibst zu wenig Gas, das passiert halt mal“, sagt Marco Friedl und wird dann deutlich: „Wie Marvin öffentlich kritisiert wurde über mehrere Wochen, das ist schon extrem. Ob du es willst oder nicht, du kriegst es natürlich mit. Es ist schade, dass über einen Spieler, der noch nicht so lange da ist, aber schon so viel für den Verein geleistet hat, so extrem geschrieben wird.“ Im Sommer 2021 wechselte Ducksch von Hannover 96 an die Weser und hat seitdem in 93 Pflichtspielen (Bundesliga, 2. Liga, DFB-Pokal) 42 Tore erzielt und 25 vorbereitet. Im Herbst feierte er sogar sein Debüt in der Nationalmannschaft. Nun wartet der Stürmer allerdings seit neun Partien auf einen Treffer und die Kritik an seinen Standards, seiner Zweikampfführung und seiner Körpersprache wird wieder lauter – wie so oft in seinen torlosen Phasen. Marvin Ducksch agiert dann eher unauffällig, hat wenig Einfluss auf das Spiel des SV Werder Bremen. Trainer Ole Werner setzt trotzdem stets auf seinen besten Torschützen.

Diese Rückendeckung wünscht sich Marco Friedl offenbar auch von den eigentlich ja unabhängigen Journalisten. Denen hält der 26-Jährige im Fall Ducksch vor: „Wenn die Medien ihn kritisieren und nicht hinter ihm stehen, dauert es länger, dass er wieder in Form kommt.“ Was im Umkehrschluss ein Hilfegesuch bedeutet: Wenn die Medien – unabhängig von der Leistung - künftig positiver über Marvin Ducksch berichten, wird alles gut... (kni/mbü)

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