Werder-Stürmer in der Kritik
„Die Fans hoffen, dass ich im Sommer weg bin“: Werder-Profi Ducksch macht erneut seinem Ärger über die öffentliche Wahrnehmung Luft
Marvin Ducksch ist nicht erfreut über seine öffentliche Wahrnehmung - und hat jetzt noch einmal deutlich gemacht, wie unzufrieden er mit der Kritik etlicher Fans des SV Werder Bremen ist.
Bremen – Die Beziehung zwischen Marvin Ducksch und den Fans des SV Werder Bremen ist speziell. Mitunter recht angespannt. Brisant vielleicht sogar. Denn wann immer der Stürmer kein Tor erzielt, hagelt es sofort Häme und teils üble Beschimpfungen im Netz, der 30-Jährige fühlt sich schon seit einiger Zeit von der Öffentlichkeit ungerecht behandelt und hat seinen Unmut darüber auch schon kundgetan. Und das Thema beschäftigt ihn weiter, wie ein Auftritt beim Podcast „kicker meets Dazn“ jetzt zeigt. In der aktuellen Folge sollte Ducksch eigentlich nur über seine Zukunft sprechen, doch er packte überraschende Worte aus: „Ich habe Vertrag und fühle mich sehr wohl hier“, leitete der Angreifer ein, ehe er hinterherschob: „Wenn ich aus Sicht der Fans sprechen würde, hoffen sie, dass ich im Sommer weg bin.“
Werder Bremen-Stürmer Marvin Ducksch ärgert sich über Fan-Kritik: „Das ist ein Stück weit zu viel“
Der Torjäger besitzt an der Weser noch ein Arbeitspapier, das bis zum Sommer 2026 läuft. Erst im vergangenen Jahr hatte Marvin Ducksch die Zusammenarbeit mit dem SV Werder Bremen ausgedehnt, nachdem er zuvor an der Seite von Niclas Füllkrug mit wichtigen Treffern großen Anteil am direkten Wiederaufstieg und dem anschließenden Bundesliga-Klassenerhalt hatte. Mit seiner Spielweise eckt er dennoch immer wieder an, zieht den Ärger etlicher Fans auf sich. „Ich kriege immer wieder mit, bei jedem Bild, das gepostet wird, wird ein Thema darunter mit meinem Namen gemacht. ‚Alles scheiße, was ich mache gerade.‘ Ich kriege das nur geschickt, lese mir das amüsiert durch“, gab sich Ducksch betont gelassen. „Manche haben auch keine Ahnung vom Fußball und sehen nur, dass ich als Stürmer kein Tor gemacht habe oder keine Torchance hatte. Ich versuche trotzdem, weiter Gas zu geben, da nichts an mich rankommen zu lassen.“ Doch das ist einfacher gesagt als getan, wie er zugab: „Natürlich beschäftigt mich das. Ich bekomme das seit Wochen mit. Es hört einfach gar nicht mehr auf. Damit muss man klarkommen, aber meine Person betreffend ist das in den letzten Wochen und Monaten ein Stück weit zu viel, finde ich.“
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Flaute nach neun Saisontoren: Werder Bremens Marvin Ducksch glaubt, dass er bald wieder trifft
Seit neun Spielen wartet der zweimalige Nationalspieler nun schon auf seinen nächsten Torerfolg, letztmals schlug er Anfang Februar beim 1:0-Auswärtssieg gegen den 1. FSV Mainz 05 zu. Zwar hat der gebürtige Dortmunder im Laufe der Saison auch schon neun Treffer erzielt und sechs weitere vorbereitet, die jüngste Durststrecke bringt die Emotionen aber zum Brodeln – und stört ihn selbst am allermeisten. „Jetzt geht es für mich darum, Leistung zu bringen“, betonte Marvin Ducksch. „Ich versuche, immer wieder in Situationen zu kommen, was mir in den letzten Spielen nicht wirklich gelingt. Ich muss weiter arbeiten, mich in diese Situationen bringen und Abschlüsse nehmen.“ Und der Offensivmann des SV Werder Bremen unterstrich: „Ich mache mir da keinen Druck. Wenn ich der Mannschaft nicht mehr helfen kann, wird der Trainer reagieren. Aber ich bin mir sicher, dass ich mich in den nächsten Spielen auch belohnen werde.“ Dem ambivalenten Verhältnis zwischen ihm und den Fans würde es fraglos guttun. (mbü)
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