Nach Bus-Eklat

Kommentar: Werder Bremen muss das Kapitel Naby Keita beenden

Der SV Werder Bremen muss sich nach dem Eklat um Naby Keita von dem Spieler trennen, findet DeichStube-Chefreporter Björn Knips.
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Der SV Werder Bremen muss sich nach dem Eklat um Naby Keita von dem Spieler trennen, findet DeichStube-Chefreporter Björn Knips.

Ein Kommentar von Björn Knips. Kein Geringerer als Trainer Ole Werner hatte am Sonntag angekündigt, dass am Montag alle im Fall Naby Keita schlauer sein würden. Daraus wurde aber nichts. Denn diese Personalie bleibt kompliziert, eine Entscheidung nach dem Busfahrt-Boykott des einstigen Topstars vor dem Leverkusen-Spiel wurde vertagt.

Das passt bestens zu dieser Geschichte. Es wurde so viel versprochen, nichts traf letztlich ein. Der 29-Jährige wird fortan in der Liste der größten Transferflops des SV Werder Bremen einen Spitzenplatz einnehmen. Dafür hätten allein schon seine vielen Verletzungen und wenigen Einsatzminuten gesorgt, was freilich unverschuldet ist. Sein egoistisches Verhalten vor dem Auswärtsspiel katapultiert ihn nun allerdings noch weiter nach oben. Zur sportlichen gesellt sich auch noch die menschliche Enttäuschung.

Es sei denn, Naby Keita kann noch eine wirklich plausible Erklärung für sein Verhalten liefern. Die persönliche Einlassung auf seinem Instagram-Kanal taugt dazu jedenfalls nicht. Diese mit dem Verein nicht abgestimmte und mitten im laufenden Werder-Spiel veröffentlichte Botschaft zeigt, wie schlecht es bestellt ist um die Kommunikation zwischen Spieler und Club. Ein Thema, das sich bei Werder Bremen häuft – wie die Beispiele Leonardo Bittencourt, Nick Woltemade und Eren Dinkci in dieser Saison zeigen. So unharmonisch und unruhig ging es selten an der Weser zu. Gerade im Abstiegskampf ist das Gift!

Kommentar nach dem Eklat: Werder Bremen muss sich von Naby Keita trennen

Für den Fall Naby Keita kann es nur eine Lösung geben: Das Kapitel muss geschlossen werden – sofort! Der Spieler hat das Team im Stich gelassen und seinen Trainer düpiert. Es gibt keine Basis mehr für eine weitere, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Verantwortlichen des SV Werder Bremen sind dabei gefordert, den finanziellen Schaden für den Club in Grenzen zu halten. Und Keita könnte dabei durch eigenen Verzicht bei den Vereinbarungen im bis 2026 laufenden Vertrag noch etwas Stärke beweisen.

Werder hat sich in der Personalie Keita verzockt! Im vergangenen Sommer wurde ein Topstar verpflichtet, der körperlich offenbar schon ziemlich am Ende war. Deswegen griff kein anderer Club zu. Werder war das Risiko bewusst, es wurde finanziell durch einen leistungsbezogenen Vertrag verringert. Trotzdem hat Keita wahrlich nicht umsonst gespielt. Dass der Transfer in Bremen und umzu damals als Coup gefeiert wurde, lag auch am Vertrauen in die Verantwortlichen und an der Annahme, dass diese Keitas Fitnesszustand doch sicherlich ausreichend geprüft haben dürften. Inzwischen wirkt der Nationalspieler Guineas allerdings so weit entfernt vom schnellen Bundesliga-Fußball wie Werder Bremen von einer Topplatzierung. Warum ist Naby Keita in Bremen nicht ansatzweise wieder fit geworden? Warum konnte sein Frustfaktor so hoch steigen? Auch diese Fragen sollten sich alle Beteiligten unbedingt stellen, damit sich so eine Posse möglichst nicht wiederholt.

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