Werder-Verteidiger fehlt seit Langem

Verhängnisvoller Pferdekuss: Werder-Profi Maximilian Wöber erklärt seine schwere Muskelverletzung

Seit Wochen fällt Maximilian Wöber aus: Jetzt spricht der Profi des SV Werder Bremen über die Verletzung - und verrät, wann er mit einem Comeback liebäugelt!

Bremen – Die Begriffe unterscheiden sich deutlich, und doch meinen sie beide dasselbe – nämlich eine schmerzhafte Muskelprellung, die wohl so gut wie jeder Fußballer schon einmal davongetragen hat, wenn Knie des Gegners und eigener Oberschenkel kollidieren. Während eine solche Blessur in Deutschland als „Pferdekuss“ bekannt ist, heißt sie im Nachbarland Österreich gemeinhin „Eisbein“ – und sie kann ernsthafte Folgen haben, wie es Maximilian Wöber seit Wochen erlebt. Seit Mitte August fällt der Abwehrspieler des SV Werder Bremen bereits mit einer schwerwiegenden Muskelverletzung aus. Nun hat der gebürtige Wiener erklärt, wie genau es zur Zwangspause kam.

Seit Wochen fällt Maximilian Wöber mit einer schweren Muskelverletzung aus - jetzt spricht der Profi des SV Werder Bremen über den verhängnisvollen Pferdekuss!

Werder Bremens Maximilian Wöber über seine Oberschenkelverletzung: „Nach und nach ist der Muskel gerissen“

„Das Ganze ist schon eineinhalb Wochen vor dem Pokalspiel in Bielefeld passiert. Da habe ich ein Eisbein bekommen“, sagte Maximilian Wöber am „Sky“-Mikrofon – und berichtete: „Dabei ist am Muskel strukturell etwas verletzt worden.“ Das Problem: Große Schmerzen hatte Wöber zunächst nicht, weshalb er kaum pausierte, schnell auf den Trainingsplatz zurückkehrte und in Bielefeld in der Startelf stand. In der 79. Minute ging dann nichts mehr, der Verteidiger des SV Werder Bremen musste verletzt raus. „Nach und nach ist der Muskel gerissen“, erklärte Wöber, „das habe ich während des Spiels gar nicht richtig gemerkt.“ Am nächsten Morgen dafür der große Schreck: „Ich bin aufgewacht mit einer Riesenbeule im Oberschenkel. Kurz danach gab es die Diagnose Muskelabriss und Muskelbündelriss. Seitdem kämpfe ich, dass ich so schnell wie möglich wieder zurückkomme.“

Mitte November, so Wöbers Hoffnung, kann er endlich wieder mit der Mannschaft trainieren. Bis dahin ist weiter Geduld gefragt. „Jetzt geht es darum, dass der Muskel wieder anwächst, dann kann ich die Reha voll in Angriff nehmen“, erklärte der 27-Jährige, den Werder Bremen bis zum Sommer von Leeds United ausgeliehen hat - inklusive Kaufoption. Umso bitterer selbstredend für Maximilian Wöber, dass er sich derzeit nicht für ein längeres Engagement empfehlen kann. „Ich habe vor ein paar Tagen nach sechs Wochen den Schritt aufs Fahrrad gemacht. Das war schön, aber natürlich geht es mir viel zu langsam“, betonte der Linksfuß, dessen Ziel es nun ist, mit Verspätung bei Werder durchzustarten.

Sollte er in Zukunft nochmal ein „Eisbein“ verpasst bekommen, wird Maximilian Wöber definitiv anders damit umgehen. „Jeder, der Fußball spielt, bekommt mal sowas ab. Man denkt sich halt: ,Okay, ein Schlag, das tut ein paar Tage weh, und dann geht’s wieder.‘ Im Nachhinein hätte ich aber lieber noch ein paar Tage länger abwarten sollen“, sagte der Profi des SV Werder Bremen. (dco)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images

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