Werder-Verteidiger vor Comeback
Nach langer Verletzungspause: Wöber meldet sich bei Werder zurück und erzählt Kabinen-Anekdote
Maximilian Wöber hat bislang noch kein Bundesliga-Spiel für Werder Bremen bestritten - nach langer Verletzungspause steht er jetzt vor dem Comeback!
Bremen – Zum Einsatz kam Maximilian Wöber beim Jahresabschluss des SV Werder Bremen beim FC Augsburg (0:0) vor etwas mehr als einer Woche zwar noch nicht, dennoch dürfte sich der gebürtige Wiener trotz des torlosen Unentschiedens über die Reise in den Süden gefreut haben. Denn es war das erste Mal, dass der österreichische Nationalspieler während eines Bundesligaspiels zum Bremer Kader gehörte – die lange Leidenszeit des 27-Jährigen ist damit endlich vorbei. Dass Wöber dabei sogar bereits Einfluss auf die Mannschaft hatte, auch wenn es noch nicht für einen Einsatz reichte, macht Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer im Gespräch mit der DeichStube deutlich: „Er ist jemand, der gerne Führung übernimmt und das auch in der Woche vor Augsburg gezeigt hat“, so der Ex-Profi, der ergänzt: „Wir freuen uns sehr darüber, dass er uns wieder zur Verfügung steht und uns sowohl mit seiner fußballerischen Qualität als auch als Typ weiterhelfen wird.“
Maximilian Wöber will sich bei Werder Bremen für ein langfristiges Engagement empfehlen - und mit Österreich zur WM
Bei seiner endgültigen Rückkehr ins Teamtraining in der Woche zuvor war dem Österreicher die Freude tatsächlich deutlich anzumerken. Die Leihgabe vom englischen Zweitligisten Leeds United übernahm mit lauten Kommandos sofort Verantwortung auf dem Platz. Nach seinem schweren Muskelbündelriss in der ersten Pokalrunde beim Ausscheiden in Bielefeld (0:1) fehlte Maximilian Wöber insgesamt fast dreieinhalb Monate. Seine Ungeduld, endlich wieder auf dem Platz zu stehen, hatte der wortstarke Linksfuß in dieser Zeit bereits mehrfach öffentlich betont. Für Wöber geht es dabei nicht nur darum, sich für ein langfristiges Engagement an der Weser nach dem Ende seiner Leihe im kommenden Sommer – Werder Bremen besitzt eine Kaufoption – zu empfehlen, sondern auch darum, doch noch auf den WM-Zug mit Österreich aufzuspringen. Leicht wird dieses Unterfangen trotz seiner unbestrittenen Qualitäten allerdings nicht: In der Bremer Innenverteidigung haben sich schließlich zuletzt Karim Coulibaly und Amos Pieper mit starken Auftritten festgespielt, zudem ist die Konkurrenz auf der linken Abwehrseite mit Kapitän Marco Friedl, Isaac Schmidt, Olivier Deman und dem im Januar zurückerwarteten Felix Agu groß.
Werder Bremens Peter Niemeyer: „Maximilian Wöber hat eine gewisse Präsenz in der Kabine“
„Mit den Spielern, die zurückkommen, haben wir einen hohen Konkurrenzkampf auf den Außenverteidigerpositionen“, betont auch Peter Niemeyer. Dass Maximilian Wöber vom Naturell her ein Spieler ist, der gerne Verantwortung übernimmt und trotz seiner langen Verletzungspause bereits ein gewisses Standing in der Mannschaft besitzt, ist den Bremer Verantwortlichen dabei nicht entgangen. „Max hat eine gewisse Präsenz in der Kabine“, so Niemeyer. Ein weiterer Führungsspieler könnte dem SV Werder Bremen insbesondere mit Blick auf das anspruchsvolle Auftaktprogramm im neuen Jahr durchaus guttun.
Die ersten Bundesliga-Einsätze im grün-weißen Trikot stehen für Maximilian Wöber zwar noch aus, angekommen ist er im Team aber längst. Das machte der frischgebackene Vater bereits Anfang Dezember in seiner österreichischen Heimat im Podcast „Spielgeld powered by froots“ deutlich: „In Bremen sagt man zur Begrüßung normalerweise ‚Moin‘, bei uns in der Kabine heißt es mittlerweile aber fast nur noch ‚Servus‘. Wir Österreicher setzen uns da langsam durch“, sagte der Profi des SV Werder Bremen lachend und ergänzte: „Wir haben schon viele Deutsche, die jetzt einen österreichischen Pass haben wollen. Es macht mit den Jungs wirklich sehr viel Spaß.“ Wenn er nun auch sportlich wieder voll eingreifen kann, dürfte die Freude bei Maximilian Wöber sogar noch größer werden – im Januar soll es endlich so weit sein. (bvo)
Rubriklistenbild: © gumzmedia
