Werder-Aus in Bielefeld

„Nervt brutal“, „das war nichts“, „tut extrem weh“: Frust pur nach Werder Bremens DFB-Pokal-Aus in Bielefeld - die Stimmen

Der SV Werder Bremen ist im DFB-Pokal in der 1. Runde gegen Arminia Bielefeld ausgeschieden - und denkbar schlecht in die neue Saison gestartet. Die Stimmen zum Spiel.

Horst Steffen (Trainer SV Werder Bremen): „Wir sind ausgeschieden, das ist nicht schön. Wir haben eine ordentliche erste Halbzeit gespielt, haben wenig zugelassen, Bielefeld hat kaum Lücken gefunden in unserer Abwehr. Wir hatten auch genug Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Mit der Gelb-Roten Karte haben wir dann der Arminia in die Karten gespielt, dann hatten sie Oberwasser. Am Ende darf das 0:1 dann nicht so fallen. Wenn wir in die Verlängerung gehen, kann das Spiel ganz anders ausgehen. Der späte Zeitpunkt ist natürlich bitter für die Jungs, die extrem gefightet haben.“

Frust und Enttäuschung pur bei Justin Njinmah, Horst Steffen, Senne Lynen und Co.: Werder Bremen scheidet erneut gegen Arminia Bielefeld aus dem DFB-Pokal aus.

Werder Bremen nach DFB-Pokal-Aus gegen Arminia Bielefeld extrem gefrustet - Marco Friedl: „Es nervt mich brutal“

Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „Natürlich ist es ein blöder Werder-Abend, wir haben verloren. Sie gehen, glaube ich, mit der ersten riesigen Torchance in der 94. Minute in Führung. Wir hatten das Spiel über 90 Minuten im Griff, wir haben es gut verteidigt. Wir haben es wieder verpasst, einfach mal in Führung zu gehen. Wir haben in der ersten Halbzeit wieder zwei, drei hochkarätige Torchancen liegenlassen. Es nervt mich brutal, jetzt muss ich wieder dieselbe Sch**ße labern. Wir haben es eigentlich nicht schlecht gemacht, aber wenn du kein Tor schießt, kannst du im Pokal auch nicht weiterkommen. Und dann hat es Arminia auch irgendwie verdient - auch wenn sie mit der ersten Chance treffen. Jetzt scheiden wir hier aus und haben schon richtig Druck auf dem Kessel, bevor die Liga überhaupt richtig losgeht.“

Niklas Stark (Profi SV Werder Bremen): „Im Moment ist nur Enttäuschung da, wir haben uns das Ganze hier anders vorgestellt. Das müssen wir jetzt akzeptieren, aber das wird schon noch an uns nagen. Wir wollten mit einem guten Start in die neue Saison gehen. Das müssen wir die nächsten Spiele einfach besser machen - heute war das nichts.“

„Heute war das nichts“: Die Stimmen zu Werder Bremens DFB-Pokal-Aus gegen Arminia Bielefeld

Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Das tut natürlich weh, ganz klar. Man muss aber auch ehrlicherweise sagen, dass das hier kein Selbstläufer in Bielefeld ist. Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht, uns immer wieder gut hinten raus kombiniert. Wir hatten unsere Möglichkeiten in der ersten Hälfte, haben die Chancen aber einfach nicht gemacht. In der ersten Runde auszuscheiden tut weh. Wichtig ist, dass wir zusammenbleiben. Wir haben viele gute Sachen auf dem Platz gesehen. Die Gelb-Rote Karte war natürlich ein Knackpunkt. Das Problem war, dass wir heute keine Tore erzielt haben.“

Keke Topp (Profi SV Werder Bremen): „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Wir machen die zwei, drei hundertprozentigen aber wie in der Vorbereitung nicht rein – da ist gerade der Wurm drin. Bielefeld hat bis dahin keine Chance gehabt, dann durch die Rote Karte aber mehr vom Spiel. Ich mache Leo da keinen Vorwurf, der das am wenigsten wollte. Dann ist es schwierig, in Unterzahl gegen diese Mannschaft in dem Stadion zu spielen.“

Isaiah Young (Siegtorschütze Arminia Bielefeld): „Es war eine tolle Leistung, ich bin sehr glücklich, dass wir heute gewonnen haben. Wir wussten schon, dass die Werder Motivation haben würde und unbedingt gewinnen wollte - es war auf jeden Fall ein schweres Spiel, aber wir haben eine gute Mentalität gezeigt, Gas gegeben und am Ende verdient gewonnen. Es macht mich sehr glücklich, dass ich gegen Werder ein Tor machen konnte. Sie haben trotzdem gut gespielt. Ich hoffe, heute können wir gut feiern.“

Mael Corboz (Kapitän Arminia Bielefeld): „Wir bleiben ein Zweitligist, der gerade aufgestiegen ist und spielen gegen einen Bundesligisten mit so viel Tradition und Geschichte. Das ist auf keinen Fall normal für uns. Es ist immer noch ein Traum gegen solche Mannschaften zu spielen. Wir bleiben Underdogs und wollen von Spiel zu Spiel schauen, ob wir die Großen nerven können. Ich glaube, heute dürfen wir ein bisschen feiern. Wörli, unser Bierkapitän, ist nicht da. Aber ich bin mir sicher, dass einige diese Rolle übernehmen können.“

Rubriklistenbild: © IMAGO / Noah Wedel

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