Werder-Keeper weint auf dem Platz
Tränenreicher Werder-Abschied: Fritz bestätigt Gespräche über Zetterer-Transfer
Michael Zetterer weinte nach dem DFB-Pokal-Aus des SV Werder Bremen bei Arminia Bielefeld noch auf dem Feld bittere Tränen - aus gutem Grund.
Bielefeld – Es waren bewegende Bilder nach dem Pokal-Aus des SV Werder Bremen bei Arminia Bielefeld (0:1). Torwart Michael Zetterer konnte seine Tränen nicht zurückhalten. Mehrfach versuchten Mitspieler, ihn zu trösten – aber vergeblich. Zum Abschied ging der Schlussmann noch einmal in Richtung Gästefanblock, klopfte sich mehrmals auf die Brust, auf der das Werder-Emblem prangt, und hob entschuldigend die Hand. An Zetterer hatte die Niederlage zuvor allerdings nicht gelegen. Trotz des Wirbels um seine Person und den bevorstehenden Wechsel zu Eintracht Frankfurt zeigte der 30-Jährige eine starke Leistung, glänzte mehrfach mit seinem Spielaufbau und hielt seinen Kasten lange sauber. Beim Gegentor in der Nachspielzeit war der Keeper machtlos gewesen. Die Tränen dürften daher nicht nur dem Pokal-Aus geschuldet gewesen sein, sondern auch Abschiedsemotionen widerspiegeln.
Michael Zetterer vor Wechsel zu Eintracht Frankfurt? Werder Bremens Clemens Fritz: „Kann bestätigen dass wir in Gesprächen sind“
„Ich kann bestätigen, dass wir mit Frankfurt in Gesprächen sind“, sagte Werders Geschäftsführer Clemens Fritz nach der Partie zu den bereits öffentlich gewordenen Verhandlungen. Mehr wollte Fritz allerdings vehement nicht verraten und verwies mehrfach darauf, „die nächsten ein, zwei Tage abzuwarten“. Ob es Michael Zetterers letzter Auftritt im Trikot des SV Werder Bremen gewesen sei, wollte der Sportchef auf mehrmalige Nachfrage weder bestätigen noch dementieren: „So kurz nach dem Spiel möchte ich erstmal die Niederlage sacken lassen. Den Rest werden wir sehen.“ Auch Cheftrainer Horst Steffen wich Fragen zum möglichen Abschied aus: „Ich möchte mich heute nur zum Spiel und nicht zu der Personalie äußern.“ Auf die Nachfrage, ob die Tränen ein klares Abschiedssignal seien, entgegnete er: „Ich glaube, dass heute viele angefasst und traurig waren, weil wir ausgeschieden sind.“
Zetterers Emotionen stachen jedoch heraus. Der dienstälteste Profi im Bremer Kader ist seit über zehn Jahren im Verein – und schon vor dem Anpfiff bedankte er sich lange bei den mitgereisten Fans, die ihn mit lautstarkem Applaus verabschiedeten. Es dürfte sein letzter im Trikot des SV Werder Bremen gewesen sein. Kommende Woche könnte Michael Zetterer ausgerechnet zum Bundesliga-Auftakt für die Eintracht gegen Werder auflaufen. Bei Eintracht Frankfurt soll er laut Medienberichten einen Vertrag bis 2029 unterschreiben, die Bremer könnten dafür zwischen vier und fünf Millionen Euro Ablöse kassieren. Auch wenn die offizielle Bestätigung noch aussteht – nach den Bildern aus Bielefeld bestehen kaum noch Zweifel am bevorstehenden Abschied von Werders bisheriger Nummer eins. (bvo/mbü)
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