Werder-Profi hofft auf EM-Teilnahme
Nachwehen der langen Verletzung: Veljkovic fehlt Serbiens Nationalteam, doch die EM-Hoffnung des Werder-Verteidigers lebt
Milos Veljkovic vom SV Werder Bremen ist nicht für die kommenden Länderspiele der serbischen Nationalmannschaft nominiert. Jetzt spricht der Verteidiger über die Gründe der Nichtberücksichtigung.
Bremen – Die Zeit drängt, in weniger als 100 Tagen beginnt in Deutschland die Fußball-Europameisterschaft. Auch Serbien ist bei dem Turnier dabei, schlägt sein Quartier in Augsburg auf und trifft in der Vorrundengruppe C auf England (16. Juni, 21 Uhr in Gelsenkirchen), Slowenien (20. Juni, 15 Uhr in München) sowie Dänemark (25. Juni, 21 Uhr in München). Keine Frage, auch Milos Veljkovic möchte die Großveranstaltung nicht verpassen. Doch der Verteidiger des SV Werder Bremen wird nun ausgerechnet bei der letzten Länderspielphase der laufenden Saison fehlen, statt weiterer Auftritte für das Heimatland gibt es Trainingseinheiten an der Weser. „Ich wurde nicht nominiert, weil ich so lange verletzt war“, begründet der 28-Jährige seine Nichtberücksichtigung. „Hoffentlich bin ich dann beim nächsten Mal wieder dabei.“
Milos Veljkovic nicht für Serbiens Nationalteam nominiert: „Ich konzentriere mich jetzt auf Werder Bremen“
Dieses „nächste Mal“ findet dann unmittelbar vor der EM statt, die Serben testen noch gegen Österreich (4. Juni) und Schweden (8. Juni), ehe es beim kontinentalen Kräftemessen so richtig ernst wird. Für Serbien ist es die erste Teilnahme an einer Europameisterschaft seit der Unabhängigkeit. Auch für Milos Veljkovic wäre ein Mitwirken Neuland, bei zwei Weltmeisterschaften war der 29-fache Nationalspieler dagegen schon dabei. Ebenso wie im vergangenen November, als durch ein Remis gegen Bulgarien das Ticket zum jetzigen Turnier gelöst wurde. Der Profi des SV Werder Bremen stand seinerzeit in der Startelf, erzielte sogar ein Tor. Wenig verwunderlich also, dass er sich trotz seines mehrmonatigen Ausfalls wegen einer Blessur im Kniegelenk Hoffnungen darauf macht, von Nationaltrainer Dragan Stojkovic berücksichtigt zu werden – wenn die Vorleistungen stimmen. „Mein Fokus liegt auf dem Hier und Jetzt“, betont Veljkovic. „Im Fußball geht es sehr schnell, deswegen schaue ich, dass ich hier gute und so viele Spiele wie möglich mache.“
Zuletzt gab der Innenverteidiger während Werders 1:2-Niederlage gegen Dortmund ein 25-minütiges Comeback, aufgrund der anhaltenden Personalnot in der Bremer Defensive winkt ihm nun sogar ein Startelfeinsatz beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Union Berlin (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). Nicht nur am Osterdeich, auch in Serbien dürften sie ganz genau hinschauen, wie sich Milos Veljkovic dabei schlägt. Und natürlich in den Monaten danach. „Ich konzentriere mich jetzt auf Werder Bremen und versuche die Zeit in der Länderspielpause zu nutzen, um noch mehr in meinen Rhythmus zu kommen“, erklärt er. Das Turnier im Sommer will der dienstälteste Bremer Profi schließlich nicht als Zuschauer erleben müssen. (mbü)