Reist vorerst nicht zum Nationalteam
Zweiter Brummschädel binnen einer Woche: Veljkovic hält für Werder den Kopf hin
Innerhalb weniger Tage hat Milos Veljkovic die zweite Kopfverletzung hintereinander erlitten. Ist Werder Bremen diesbezüglich ein zu hohes Risiko eingegangen?
Bremen – Die Diagnose klingt nicht schön: Gehirnerschütterung. Seine Abreise zur serbischen Nationalmannschaft hat Milos Veljkovic deshalb erst einmal verschoben. Der Innenverteidiger des SV Werder Bremen hatte sich die Blessur im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (2:4) bei einem Zusammenprall eingehandelt, danach aber noch eine ganze Weile weitergespielt. Erst in der Schlussphase musste der 29-Jährige dann doch ausgewechselt werden. Exakt eine Woche zuvor hatte es schon einmal heftig gerumst, als Veljkovic beim Sieg in Leverkusen mit Bayer-Torhüter Lukas Hradecky kollidiert war. Sogar über Erinnerungslücken klagte der Bremer hinterher. Eine Verbindung zwischen den beiden Kopftreffern und der jetzigen Verletzung gibt es aber wohl nicht.
Werder Bremens Peter Niemeyer über Umgang mit Milos Veljkovic: „Sind da mit unseren Ärzten sehr gut aufgestellt“
„Da gibt es keine Zusammenhänge, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun“, betont Peter Niemeyer auf Nachfrage der DeichStube. Und der Leiter Profifußball des SV Werder gewährt einen kleinen Einblick, wie seit dem Crash in Leverkusen mit Milos Veljkovic in Bremen umgegangen wurde.
„Es gibt einen von der DFL formulierten sogenannten Concussion-Ablauf, an den man sich immer halten muss. Es wird also vor dem nächsten Einsatz immer ganz genau darauf geschaut, Vorsicht ist da die oberste Marschroute, und da sind wir mit unseren Ärzten sehr gut aufgestellt.“ Folglich wurde vor dem jetzigen Auftritt gegen die Borussia auch kein Risiko bei dem Mann eingegangen, dessen Wechsel im Sommer in die Heimat zu Roter Stern Belgrad in der Vorwoche offiziell gemacht worden war. (mbü)