Algerien-Traum vor Erfüllung

Fifa gibt grünes Licht: Werder-Profi Weiser darf für Algerien spielen

Darf sich demnächst wohl über seine Länderspiel-Premiere für Algerien freuen: Werder Bremens Mitchell Weiser.
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Darf sich demnächst wohl über seine Länderspiel-Premiere für Algerien freuen: Werder Bremens Mitchell Weiser.

Schon lange will Mitchell Weiser für die Nationalmannschaft Algeriens spielen. Nun dürfte der Profi des SV Werder Bremen tatsächlich bald sein Länderspiel-Debüt für die Nordafrikaner feiern. Die Fifa bestätigte nun den Verbandswechsel.

Bremen - Werder Bremens Leistungsträger Mitchell Weiser darf ab sofort für die algerische Fußball-Nationalmannschaft auflaufen. Wie der Weltverband Fifa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, steht einem Einsatz des 30-Jährigen ab sofort nichts mehr im Weg. Der Verbandswechsel ist abgeschlossen. 

Unklar ist, ob der Schweizer Vladimir Petkovic, aktuell Trainer der Algerier, überhaupt auf den Rechtsaußen setzen will. Die Zeichen verdichten sich allerdings, dass er das tun möchte, in den Medien des nordafrikanischen Landes wird lediglich noch über den Zeitpunkt spekuliert. In einem Zitat der FAF, des Fußballverbandes des Landes, heißt es dort: „Es ist Sache des Nationaltrainers, zu entscheiden, ob er ihn im November oder danach einberufen will.“

Werder Bremens Mitchell Weiser vor Länderspiel-Debüt für Algerien: Fifa bestätigt Verbandswechsel

Werder Bremens Profi Mitchell Weiser hatte bereits im März 2023 erklärt, dass er von einer Nominierung für die algerische Auswahl träume. Sein Großvater mütterlicherseits stammt aus dem Land, der Flügelspieler besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft. So erklärte er seinerzeit: „Ich hatte die Option immer im Kopf, da ich den Luxus habe, theoretisch für zwei Länder Fußball spielen zu können. Für mich war es immer ein großes Ziel, ein großes Turnier zu spielen. Und ich glaube, dass ich da mit Algerien bessere Chancen habe. Ich will in meiner Karriere so viel wie möglich mitnehmen.“

Mitchell Weiser gewann 2017 mit der deutschen U21 den EM-Titel und erzielte im Finale sogar den entscheidenden Treffer beim 1:0-Sieg über Spanien. In die A-Elf wurde er später dennoch nie berufen. Mit Algerien winkt nun das späte Länderspiel-Glück. In der Qualifikation für den nächsten Afrika-Cup, der im Dezember 2025 in Marokko ansteht, liegt das Team in der Gruppe E derzeit nach vier Siegen aus vier Spielen überlegen an der Spitze. Auch bei der WM 2026 in Mexiko, den USA und Kanada wollen die Algerier unbedingt dabei sein. (mbü/dpa)

Weiter mit der ersten Meldung:

Nationalelf-Thema plötzlich wieder heiß: Werder Bremens Mitchell Weiser wohl vor Nominierung für Algerien

Bremen – Den Wunsch trägt Mitchell Weiser schon eine ganze Weile mit sich herum, im März 2023 sprach der Rechtsaußen des SV Werder Bremen erstmals ganz offen über seinen Traum, für die algerische Nationalmannschaft aufzulaufen. Doch passiert ist seither nichts, Weiser wartet noch immer vergeblich auf eine Nominierung. Das könnte sich aber schon bald ändern, denn laut übereinstimmenden Medienberichten aus dem nordafrikanischen Land ist das Thema wieder richtig heiß. So soll ein entscheidendes Treffen zwischen Talentscout Mohssen Himour und Weisers Mutter, deren Vater aus Algerien stammt und dessen Wurzeln Einsätze des Werder-Profis ermöglichen würden, stattgefunden haben. Dort seien letzte Details geklärt worden, schon bald könne der 30-jährige Bremer erstmals berufen werden.

„Ich hatte die Option immer im Kopf, da ich den Luxus habe, theoretisch für zwei Länder Fußball spielen zu können“, hatte Mitchell Weiser einst erklärt. „Für mich war es immer ein großes Ziel, ein großes Turnier zu spielen. Und ich glaube, dass ich da mit Algerien bessere Chancen habe. Ich will in meiner Karriere so viel wie möglich mitnehmen.“ Selbst als die ersehnte Nachricht von einer Berücksichtigung nicht zeitnah eintrudelte, blieb der gebürtige Troisdorfer aber gelassen und sagte mal in einem DeichStube-Interview: „Ich warte weiterhin auf einen Anruf. Es ist jetzt aber nicht so, dass ich ständig auf mein Handy gucke oder schaue, wann die nächste Nominierungsliste herauskommt.“

Mitchell Weiser vor Länderspiel-Premiere für Algerien: Werder Bremen-Profi darf auf November-Nominierung hoffen

Inzwischen gibt es in Algerien einen neuen Cheftrainer: Vladimir Petkovic kümmert sich seit diesem Jahr um die Belange des Teams. Der frühere Coach der Schweizer Auswahl und von Girondins Bordeaux kennt sich im europäischen Fußball bestens aus und soll die Nordafrikaner erst zum Dezember 2025 beginnenden Afrika-Cup in Marokko führen, auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Sommer 2026 in Mexiko, den USA und Kanada wird anvisiert. Große Ziele, die perfekt zu Mitchell Weisers Ambitionen passen. Mitte November steht die nächste Länderspielphase an, Algerien trifft dabei auf Äquatorialguinea und Liberia - und möglicherweise geht dann auch schon, so heißt es, Werder Bremens Schienenspieler mit auf Reisen.

In jüngeren Jahren war Mitchell Weiser noch regelmäßig mit dem Adler auf der Brust unterwegs, so stehen beispielsweise zwölf Einsätze für die deutsche U21 in seiner Vita – samt Titelgewinn bei der EM 2017, wo ihm auch noch der entscheidende Treffer im Finale gegen Spanien gelang. Eine Einladung zur A-Mannschaft gab es trotzdem nie, was wiederum Algerien ins Spiel brachte. Einen kleinen Fingerzeig, dass es tatsächlich noch mit einer Nominierung klappen könnte, gab es übrigens ausgerechnet jüngst in einem Video auf Werders Social-Media-Plattformen. Dort sollten mehrere Profis des SV Werder Bremen bei der „Frage der Woche“ beantworten, wer wohl der nächste Debütant der Grün-Weißen in einem Nationalteam werden würde – Marvin Ducksch und andere entschieden sich ziemlich zügig für den Namen Mitchell Weiser. (mbü)

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