Verletzungs-Update

Aus Algier zurück nach Bremen: Weisers Reha-Weg zum Werder-Comeback

Mitchell Weiser fehlt dem SV Werder Bremen derzeit wegen eines Kreuzbandrisses. Nach einer Algerien-Reise soll die Reha am Osterdeich weitergehen. So ist der Stand.

Bremen – Der Blick auf den Kalender zeigt: Wenn es der Fußball-Gott gut meint, dann hat Mitchell Weiser die erste Hälfte seiner Leidenszeit jetzt hinter sich. Mitte Juli hatte sich der Flügelspieler des SV Werder Bremen während einer Trainingseinheit das Kreuzband im rechten Knie gerissen, die Saisonvorbereitung endete für den 31-Jährigen, ehe sie überhaupt so richtig begonnen hatte. Seither braucht der Bremer Leistungsträger vor allem eines: Geduld. Sechs Monate werden gemeinhin als Ausfallzeit bei einer derartigen Verletzung veranschlagt, in ganz seltenen Fällen geht es schneller, in vielen dauert es deutlich länger. Weiser befindet sich bislang im Soll, aber mit genauen Prognosen, wann er wieder ins Geschehen eingreifen kann, halten sie sich am Osterdeich dennoch zurück. Und der Deutsch-Algerier? Der sorgt dafür, dass ihm die Decke nicht auf den Kopf fällt.

Daumen hoch: Mitchell Weiser (Archivbild) wird sein Reha-Programm nach einem Tapetenwechsel beim SV Werder Bremen fortsetzen.

Nach schwerer Verletzung: So läuft Mitchell Weisers Comeback-Plan beim SV Werder Bremen

Anders als früher ist Mitchell Weiser in den Sozialen Medien wieder etwas aktiver geworden, zeigt sich dabei, wie er sich anderen Projekten abseits des Fußballs widmet. Und dass er verreist. Zuletzt teilte er ein Foto aus der algerischen Hauptstadt Algier, was in Nordafrika sofort erste Medienberichte produzierte, dass vielleicht doch noch etwas aus Weisers Traum von einem Einsatz für die dortige Nationalmannschaft werden könnte. Das Thema ist in der Vergangenheit völlig versandet – und aktuell steht anstelle einer Wiederbelebung ohnehin erst einmal die Gesundheit des Profis vom SV Werder Bremen im Vordergrund.

Einige Verletzungen hatte der Mann aus Troisdorf im Laufe seiner Karriere zwar, aber noch nie wurde er aufgrund einer Blessur so lange zum Zuschauen gezwungen wie jetzt. Das kann schnell aufs Gemüt schlagen. „Es ist gut, wenn du auch mal einen Tapetenwechsel erlebst, wenn du derart lange verletzt bist“, sagt Werder Bremens Fußball-Chef Clemens Fritz im Gespräch mit der DeichStube. „Er kommt jetzt aber wieder zurück nach Bremen, um seine Reha dort fortzusetzen.“ Es gibt schließlich noch einiges zu tun. Damit Mitchell Weiser in den nächsten drei Monaten möglichst der große Schritt Richtung Rückkehr gelingt. (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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