Bald fit für Werder?
Trotz Niederlage: Werder-Star Naby Keita steht mit Guinea im Achtelfinale des Afrika-Cups – und mischt wieder voll mit
Mit viel Einsatz und etwas hitzigem Gemüt: Werder Bremens Naby Keita zeigt beim Afrika-Cup, dass er so langsam wieder fit wird.
Bremen - Nach nur drei Pflichtspielen für den SV Werder Bremen und vielen Verletzungssorgen sollte Naby Keita beim Afrika-Cup mit Guinea endlich wieder Spielpraxis sammeln und Matchfitness aufbauen, um dann gestärkt an den Osterdeich zurückzukehren und endlich die im Sommer erhoffte Verstärkung zu sein. Diesem Ziel dürfte der 28-Jährige nun einen Schritt nähergekommen sein – und weitere könnten folgen.
Denn die Reise beim Afrika-Cup ist für Naby Keita und Guinea noch nicht vorbei. Die Mannschaft von Trainer Kaba Diawara steht trotz einer abschließenden 0:2-Niederlage gegen den Gruppenersten Senegal um Superstar Sadio Mane im Achtelfinale. Allerdings ist Guinea durch den dramatischen und späten 3:2-Sieg des neuen Tabellenzweiten Kamerun über Gambia in der Gruppe C auf den dritten Platz abgerutscht.
Bald fit zurück beim SV Werder Bremen? Naby Keita zeigt beim Afrika-Cup vollen Einsatz
Dem SV Werder Bremen und auch Naby Keita dürfte das allerdings egal sein. Schließlich stand Keita gegen den Senegal als Kapitän erstmals wieder in der Startelf. Und machte dabei nicht den Eindruck, als sei er noch gehemmt – im Gegenteil: Der Mittelfeldspieler scheute keinen Zweikampf und haute sich voll rein. Keita war vielleicht sogar etwas zu motiviert. So löste ein Wortgefecht zwischen dem Kapitän Guineas und Senegals Nampalys Mendy bereits in der Anfangsphase eine Rudelbildung aus (3. Minute). Später stand Keita dann wieder im Mittelpunkt, als er vom ehemaligen Bundesliga-Profi Ismail Jakobs rüde zu Boden gestoßen wurde, woraufhin eine zweite Rudelbildung entstand (45.+2). Zuvor hatte Keita nach einem Ballverlust am gegnerischen Strafraum etwas zu energisch nachgesetzt und dabei Jakobs im Gesicht getroffen.
Ohne spielerische Glanzmomente, aber auch ohne offensichtliche körperliche Probleme wurde Naby Keita nach 63 Minuten ausgewechselt. Nachdem er im ersten Spiel gar nicht zum Einsatz gekommen und in der zweiten Partie 13 Minuten vor Schluss eingewechselt worden war, ist das Spiel also durchaus als nächster Schritt für Naby Keita zu verstehen. Der kommende Gegner steht derweil noch nicht endgültig fest, es wird gegen Kap Verde oder Äquatorialguinea gespielt. (tos)