Aussortierter Profi
Lose Anfragen für „Losfee“ Naby Keita, aber ein Werder-Abschied ist weiter nicht in Sicht
Naby Keita spielte bei der Auslosung der afrikanischen Champions League „Losfee“. Dafür fragte der Verband bei Werder Bremen an. Aber wie sieht es mit einem dauerhaften Werder-Abschied aus? Das sagt Peter Niemeyer.
Bremen – Naby Keita hatte am Montag einen großen Auftritt, wenn auch nicht direkt einen sportlichen. In der ägyptischen Hauptstadt Kairo zählte der 29-Jährige zu den ausgewählten Profis, die die Gruppenphase der afrikanischen Champions League feierlich auslosen durften. Zuvor hatte der afrikanischen Verband CAF beim SV Werder Bremen um eine Abstellung Keitas für den Termin gebeten. „Der Verband hat bei uns angefragt, ob Naby zur Verfügung steht, und in so einem Fall ist es für uns selbstverständlich, dass wir den Spieler hinfahren lassen“, sagt Leiter Profifußball Peter Niemeyer gegenüber der DeichStube. In Bremen, das ist hinlänglich bekannt, spielt der in Ungnade gefallene Keita sportlich ohnehin keine Rolle mehr, da schmerzt so eine Reise den Club eher wenig.
Werder Bremen hofft auf Transfer-Lösung im Winter: „Immer mal wieder lose Anfragen“ für Naby Keita
Nachdem der Mittelfeldspieler den bereits ausverhandelten Wechsel zum türkischen Erstligisten Hatayspor vor drei Wochen im letzten Moment noch hatte platzen lassen, ist seine Zukunft weiterhin offen. Nur, dass sie nicht mehr lange in Bremen liegen soll, ist klar. „Wir mussten es akzeptieren, dass der Wechsel in die Türkei nicht zustande gekommen ist, und jetzt gilt es, weiterhin zu schauen, wie wir verfahren“, sagt Niemeyer – und erklärt: „Beide Seiten haben das Ziel, im Winter eine Lösung zu finden.“ Werder Bremen hofft darauf, dann (endlich) einen Abnehmer für Naby Keita, dessen Vertrag in Bremen noch bis 2026 läuft, zu finden. Während der Spieler einen Neuanfang anstrebt. Aktuell zeichnet sich in diese Richtung aber noch nichts ab. „Es gibt immer mal wieder lose Anfragen, aber bisher nichts, was in tiefergehende Gespräche mündet“, berichtet Niemeyer. (dco)
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Nach geplatztem Türkei-Wechsel: Aussortierter Werder Bremen-Profi Naby Keita reist als „Losfee“ nach Ägypten
Sportlich hat Naby Keita beim SV Werder Bremen schon lange keine Schlagzeilen mehr geschrieben. Jetzt wird dem aussortierten Profi aber eine besondere Ehre in Ägypten zuteil.
Bremen/Kairo – Rund dreieinhalb Wochen ist es her, dass Naby Keita seinen bereits fertig ausgehandelten Transfer zum türkischen Erstligisten Hatayspor in buchstäblich letzter Minute platzen ließ. Seitdem ist es ziemlich ruhig geworden um den suspendierten Profi des SV Werder Bremen. Jetzt gibt es mal wieder eine Neuigkeit zum Kapitän der guineischen Nationalmannschaft, wenn auch keine sportliche. Laut einem Bericht des guineischen Fußballportals „Foot224“ ist der 29-Jährige jetzt vom afrikanischen Fußballverband CAF als Losfee eingeladen worden, um am Montag (ab 10 Uhr MEZ) in dessen Hauptquartier in der ägyptischen Hauptstadt Kairo die Auslosung der Gruppenphase der afrikanischen Champions League durchzuführen. Dabei soll Keita neben anderen afrikanischen Legenden wie Siphiwe Tshabalala (Südafrika), Ahmed Fathi (Ägypten) und Florent Ibengé (DR Kongo), die große Ehre zuteilkommen, die Kugeln zu ziehen.
Afrikanische Champions League: Suspendierter Werder Bremen-Profi Naby Keita in Ägypten als Losfee gefragt
Gelost werden die verbliebenen 16 Vereine, die in der Gruppenphase antreten werden, in vier Vierergruppen. Mit im Lostopf befinden sich unter anderem der Rekordtitelträger und amtierende Sieger Al Ahly SC (Ägypten) sowie der Zweitplatzierte der vergangenen Saison, Espérance Sportive de Tunis (Tunesien). Zum Teilnehmerfeld zählt neben Stade d’Abidjan, dem neuen Club von Ex-Werder-Bremen-Profi Roger Assalé, auch der Tabellenführer der saudischen Pro League, der Al-Hilal SC.
An Keitas Status beim SV Werder Bremen dürfte der Trip nach Ägypten nichts verändern. An der Weser besitzt der ehemalige Star des FC Liverpool zwar noch einen gültigen Vertrag bis 2026, darf sich seit seinem Streik während des Leverkusen-Spiels im April aber nur noch individuell fit halten, ohne Kontakt zur Mannschaft. Eine zweite Chance wird Keita bei Werder nicht erhalten. Dennoch war eine mögliche Vertragsauflösung für die Bremer bis zuletzt keine Option. Das Thema Naby Keita wird die Grün-Weißen also mutmaßlich noch mindestens bis zur kommenden Winter-Transferphase begleiten. (mwi)