Dritte Niederlage
Werder-Profi Naby Keita schaut verletzt zu: Guinea scheidet bei Olympischen Spielen aus
Guineas Fußball-Nationalmannschaft ist bei den Olympischen Spielen 2024 nach der dritten Niederlage im dritten Spiel ausgeschieden: Werder Bremens Naby Keita konnte nur zuschauen - er fehlte kurzfristig verletzt.
Bremen – Die Olympischen Spiele sind für Naby Keita mit einer herben Enttäuschung zu Ende gegangen: Nicht nur verlor die guineische Nationalmannschaft am Dienstag auch ihr drittes Gruppenspiel, der Profi des SV Werder Bremen blieb bei der 0:3 (0:2)-Niederlage gegen USA über 90 Minuten Zuschauer – verletzungsbedingt.
Nachdem Naby Keita gegen Neuseeland (1:2) und Frankreich (0:1) jeweils für Guinea in der Startelf gestanden hatte, konnte der 29-Jährige gegen die USA nicht mehr mitwirken. Beim Aufwärmen hatte der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen, der in der vergangenen Saison so oft mit Verletzungen oder wegen mangelnder Spielfitness ausgefallen war, über muskuläre Probleme im Oberschenkel geklagt, in der Startelf wurde er durch Ousmane Camara ersetzt. Von der Bank aus verfolgte Keita dann das Spiel, in dem sich seine Nationalmannschaft als chancenlos erwies.
Verletzt beim Aufwärmen: Werder Bremen-Profi Naby Keita sieht Olympia-Aus Guineas von der Bank aus
Djordje Mihailovic brachte die USA mit einem direkten Freistoß in Führung (14.), gut eine Viertelstunde später entwischte Kevin Paredes der guineischen Abwehr und schoss zum 2:0 ein (31.). In der zweiten Hälfte legte der Stürmer des VfL Wolfsburg sogar noch einen Treffer nach (75.). Werder Bremens Naby Keita, der in Guinea ein absoluter Superstar und der eigentliche Kapitän seiner Auswahl ist, wurde logischerweise nicht mehr eingewechselt. Mit dem Erfolg sicherten sich die US-Amerikaner Platz zwei in Gruppe A und buchten so das Viertelfinale.
Für Naby Keita, der als Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier sein Heimatland repräsentiert hatte und für den Olympia fraglos eine weitere besondere Station seiner Karriere bedeutet, heißt es nun: Heimreise. Wie genau es für ihn weitergeht, ist allerdings noch offen. Nach seiner Rückkehr, so hieß es vor dem Turnier, wollen die Verantwortlichen des SV Werder Bremen mit dem zuletzt suspendierten Spieler über die Zukunft sprechen. Alles andere als eine Trennung wäre eine Überraschung. Bei den Olympischen Spielen konnte Keita auch nicht ernsthaft sportlich auf sich aufmerksam machen. Sollte sich der Afrikaner möglicherweise nun sogar wieder ernsthaft verletzt haben, wäre das eine ganz bittere Pointe am Ende der Olympia-Reise, die eigentlich mit ganz anderen Hoffnungen verbunden war. (han)