Lob für Werder-Mittelfeldmann
Nach starker Leistung gegen Heidenheim: Wird Puertas doch noch wichtig für Werder?
Cameron Puertas hat gegen den 1. FC Heidenheim eine starke Leistung gezeigt - wird der Mittelfeldmann nun doch noch wichtig für Werder Bremen?
Es ist bereits seit längerer Zeit ein ähnliches Bild: Wer Cameron Puertas im Training des SV Werder Bremen beobachtet, bekommt meist den Eindruck eines feinen Fußballers, der zudem mit guter Laune und viel Lachen auffällt. Das große Problem: Lange Zeit war davon am Wochenende auf dem Platz viel zu wenig zu erkennen. Das lag natürlich nicht allein am gebürtigen Schweizer, sondern auch an der insgesamt über Monate stark kriselnden Mannschaft. Mit dem 2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim am vergangenen Wochenende hat sich jedoch nicht nur das Team das dringend benötigte Erfolgserlebnis zurückgeholt – auch Puertas betrieb Werbung in eigener Sache. „Cameron hat eine sehr gute Leistung gebracht“, lobt Clemens Fritz, Sportchef des SV Werder Bremen, im Gespräch mit der DeichStube.
Werder Bremens Clemens Fritz über Cameron Puertas: „Er ist ein Spieler, der uns eine wichtige Stabilität geben kann“
Der 27-Jährige agierte im zentralen Mittelfeld äußerst umtriebig, spulte starke 12,55 Kilometer ab und glänzte mehrfach mit seinen Qualitäten als Balldieb. „Er ist ein Spieler, der uns eine wichtige Stabilität geben kann“, so Fritz. Es sind Worte, die intern schon seit Längerem zu vernehmen sind. Während angesichts der prekären sportlichen Situation und der Tatsache, dass der Mittelfeldspieler mit spanischem Pass weiterhin auf seinen ersten Scorerpunkt wartet, unter Fans und Beobachtern teilweise bereits über eine Fehl-Leihe diskutiert wurde, genießt Cameron Puertas innerhalb des Vereins großes Vertrauen. Besonders Cheftrainer Daniel Thioune zeigte sich zuletzt angetan von den Auftritten des Mittelfeldspielers: „Vom ersten Tag an habe ich gesehen, dass sich dieser Junge brutal mit allem, was er hat, reinhaut und sein Herz auf dem Platz lässt. Es würde mir schwerfallen, ihn in der aktuellen Verfassung wieder herauszunehmen.“ In den vergangenen drei Partien stand Puertas jeweils in der Startelf – nach seinem starken Auftritt gegen Heidenheim dürfte er auch beim Auswärtsspiel des SV Werder Bremen beim 1. FC Union Berlin (Sonntag, 17.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) beste Chancen auf einen Einsatz von Beginn an haben. „Es hilft ihm, dass er in den vergangenen Wochen mehr in einen Spielrhythmus gekommen ist“, betont Clemens Fritz.
Bleibt die Frage nach den fehlenden Scorerpunkten. Trotz seiner intensiven Arbeit gegen den Ball wurde Cameron Puertas im Sommer schließlich vor allem auch aufgrund seiner Qualitäten im letzten Drittel als zusätzliche Kreativoption neben Romano Schmid für ein Jahr aus Saudi-Arabien ausgeliehen. Sein wirkliches Leistungsmaximum konnte er in dieser Kategorie bis jetzt jedoch kaum ausschöpfen. Ist der 27-Jährige also doch eher ein Kämpfer als ein torgefährlicher Offensivspieler? „Er hat definitiv auch das Potenzial, für entscheidende Torbeteiligungen zu sorgen“, widerspricht Clemens Fritz dieser Frage deutlich. Bereits am Sonntag hatte Thioune ergänzt: „Er muss noch häufiger in Abschlusspositionen kommen, denn mit seinem wirklich guten Schuss kann er eine echte Waffe für uns sein.“ Eine Waffe, die er im Training seit Wochen andeutet. Die konstante Umsetzung im Spielbetrieb ist nun der nächste Schritt für Puertas, um nach einer langen Anlaufzeit womöglich ausgerechnet in der entscheidenden Phase der Saison doch noch zu einem ganz wichtigen Faktor für Werder Bremen zu werden. (bvo)
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