Ex-Werder-Profi beendet Karriere

„Nächste Woche bist du fällig“: Werner adelt Toprak und will Werders Aufstiegskapitän nach dessen Karriereende anrufen

Ömer Toprak (links) hat seine Karriere beendet, Ole Werner (rechts) schwärmt in den höchsten Tönen vom früheren Kapitän des SV Werder Bremen.
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Ömer Toprak (links) hat seine Karriere beendet, Ole Werner (rechts) schwärmt in den höchsten Tönen vom früheren Kapitän des SV Werder Bremen.

Ömer Toprak hat kürzlich sein Karriereende verkündet: Angesprochen auf den früheren Kapitän des SV Werder Bremen gerät Trainer Ole Werner ins Schwärmen - und adelt seinen Ex-Schützling.

Bremen – Sie arbeiteten nur gut sieben Monate lang zusammen – aber mit maximalem Erfolg: Gemeinsam führten Kapitän Ömer Toprak und Trainer Ole Werner den SV Werder Bremen zum direkten Wiederaufstieg, ehe der frühere türkische Nationalspieler den Verein nach drei Jahren im Sommer 2022 in Richtung Antalyaspor verließ. Entsprechend gut gelaunt zeigte sich Werders Coach jetzt, als er auf seinen Ex-Schützling angesprochen wurde, der erst kürzlich sein Karriereende verkündet hatte. „Ohne da jetzt vorwegzugreifen. Aber ich habe schon nochmal vor, ihn anzurufen. Also, Ömer: Nächste Woche bist du fällig. Wenn die Englische Woche rum ist“, flachste Werner.

Ömer Toprak stand in 13 Zweitliga-Spielen unter Ole Werner für Werder Bremen auf dem Platz - elf Mal gewann der SVW

Diese humorvolle Ansage genügte eigentlich schon als Indiz dafür, wie gut sich Ömer Toprak und Ole Werner in gemeinsamen Bremer Tagen verstanden hatten. Denn auch sportlich lief es damals nahezu perfekt. Zur Erinnerung: 13 Mal stand Toprak unter Werner in der 2. Liga für Werder auf dem Platz, elf Mal gewannen die Bremer, nur zweimal mussten sie sich mit einer Punkteteilung begnügen. Keine allzu schlechte Bilanz. Weswegen es auch nicht weiter verwundert, dass der Coach des SV Werder Bremen auch zweieinhalb Jahre später noch in den allerhöchsten Tönen von seinem verletzungsgeplagten Abwehrchef von einst schwärmt.

„Ich habe zwar nur ein halbes Jahr mit Ömer zusammengearbeitet, aber er ist sowohl als Führungsperson als auch als Fußballer total hängengeblieben. Er hat einen ganz elementaren Beitrag geleistet, dass wir jetzt wieder Erstliga-Fußball spielen, weil er die Mannschaft zusammengehalten hat, weil er auch die Richtung vorgegeben hat“, begann Ole Werner seine Lobeshymne auf Ömer Toprak. „Wenn er auf dem Platz stand sowieso: Er war souverän und im Endeffekt auch, wenn man mal ehrlich ist, viel zu gut für diese Liga. Ich glaube, das hat jeder gesehen. Ich habe sehr gerne mit Ömer zusammengearbeitet, schätze ihn sehr. Er ist ein großartiger Mensch, ein großartiger Fußballer und er hat sich, bei allen Widrigkeiten, mit denen er zu kämpfen hatte, nie unterkriegen lassen und eine großartige Karriere hingelegt. Das verdient Respekt“, sagte der Cheftrainer des SV Werder Bremen auf der Spieltagspressekonferenz vor dem DFB-Pokal-Achtelfinalspiel gegen Darmstadt 98 (Dienstag, 20.45 Uhr/DeichStube-Liveticker).

Werder Bremens Ole Werner über Ömer Toprak: „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir ihn im Fußball noch mal sehen werden“

Schon länger umtreibt den Coach des SV Werder Bremen laut eigener Aussage daher die Frage, wie es Toprak so in letzter Zeit ergangen ist und was er für Zukunftspläne schmiedet. Inzwischen ist zumindest klar, dass der gebürtige Ravensburger seine Fußballschuhe noch nicht ganz an den Nagel hängen wird. Denn die Lust aufs Kicken hat er offenbar nicht verloren. Wie der „SWR“ vermeldete, wird Ömer Toprak ab dem neuen Jahr nahe seiner Heimatstadt für den SK Weingarten auflaufen. Trainer des Clubs aus der Kreisliga Bodensee B3 ist Topraks zwei Jahre älterer Bruder Harun, der einst 67 Mal in der Regionalliga für den SC Pfullendorf spielte. Ab dem Frühjahr 2025 heißen Topraks Gegner dann also SV Blitzenreute II oder SV Horgenzell. Doch der Ex-BVB-Profi hat auch ambitionierte Ziele – er will eine Laufbahn als Chefcoach einschlagen. „Er ist hinter seiner Trainerkarriere her. Den B-Schein hat er schon und jetzt will er die A-Lizenz machen“, verriet Bruder Harun jüngst gegenüber der „Schwäbischen Zeitung“.

Zu Ole Werner sind diese Pläne offenbar noch nicht ganz durchgedrungen. Der Coach des SV Werder Bremen sagte am Montag lediglich: „Ich bin gespannt, wie Ömers Weg weitergeht. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass wir ihn im Fußball noch mal sehen werden, weil er von der Persönlichkeitsstruktur, vom Charakter, von dem, was er über Fußball weiß, ganz viel weitergeben kann.“ Wie Topraks nächste Schritte dann konkret aussehen werden, darüber dürfte er Werner ja ohnehin bald aus erster Hand berichten. Am Telefon. Weshalb der Werder-Coach sich zum Abschluss noch einmal sicherheitshalber an seinen Ex-Kapitän wandte: „Also, Handy scharf geschaltet lassen.“ (mwi)

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