Werder im DFB-Pokal

Späte Ekstase: Jung-Tor gegen Darmstadt bringt Werder Bremen ins Pokal-Viertelfinale

Später Jubel! Durch ein Treffer von Anthony Jung in der Nachspielzeit ist der SV Werder Bremen gegen Darmstadt 98 ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen.
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Später Jubel! Durch ein Treffer von Anthony Jung in der Nachspielzeit ist der SV Werder Bremen gegen Darmstadt 98 ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen.

Der SV Werder Bremen hat das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Darmstadt 98 dramatisch in letzter Minute mit 1:0 (0:0 gewonnen). Der Spielbericht der DeichStube.

Bremen – Selbst die Stadionregie kam ein wenig durcheinander, als es um das letzte Heimspiel des SV Werder Bremen im DFB-Pokal ging. Als zwei Fans im Vorfeld der Partie gegen den SV Darmstadt 98 raten sollten, ob der damalige Gegner nun aus Dortmund oder Heidenheim kam, wurde sich mit dem Jahr 2020 befasst – und das Halbfinal-Aus im April 2021 gegen Leipzig einfach unterschlagen. Etwas mehr als 90 Minuten später stand fest, dass in dieser Saison zumindest bei entsprechender Auslosung noch ein weiteres hinzukommen könnte. Doch bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit, erst in der Nachspielzeit erlöste ein Treffer von Anthony Jung zum 1:0 die Bremer Fans und sorgte zugleich für eine Niederlage von Darmstadt-Coach Florian Kohfeldt bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

Zwei Veränderungen in Werder Bremens Startelf gegen Darmstadt 98, Milos Veljkovic früh verletzt

Im Vergleich zum vergangenen Wochenende, als Werder Bremen in der Bundesliga vor eigenem Anhang 2:2 gegen Stuttgart gespielt hatte, veränderte Trainer Ole Werner seine Startelf auf zwei Positionen. Jens Stage, der gegen die Schwaben noch als Joker gefallen hatte, durfte wieder von Beginn an ran, während es für Leonardo Bittencourt zurück auf die Bank ging. In der Offensive erhielt Marco Grüll den Vorzug gegenüber Justin Njinmah, der nach Angaben seines Coaches gesundheitlich ein wenig angeschlagen war. Nach rund zwölf Spielminuten gab es dann allerdings schon die nächste personelle Veränderung, für Innenverteidiger Milos Veljkovic ging es wegen muskulärer Probleme nicht weiter und Anthony Jung kam in die Partie.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Werder Bremen klar die Kontrolle übernommen. Romano Schmid setzte einen ersten Abschluss noch weit drüber (5.), kurz darauf probierte es Kapitän Marco Friedl nach einem Freistoßabpraller, zielte unbedrängt aber zu zentral auf den gegnerischen Torhüter (7.). Bei einer Doppelchance von Marco Grüll und Mitchell Weiser lag dann endgültig das frühe 1:0 in der Luft (10.), doch es fiel nicht. Der Außenseiter aus Hessen wurde erstmals nach einer Viertelstunde im Bremer Strafraum vorstellig, doch Isac Lidberg traf den Ball nicht richtig. Ein Startsignal für ein Offensivfeuerwerk der Gäste war diese Szene zwar nicht, aber sie wurden in der Folge wesentlich mutiger – auch weil die Bremer sie ließen.

Michael Zetterer mit riskantem Foul, Werder Bremen tut sich gegen Darmstadt 98 enorm schwer

Das gipfelte in einer kuriosen Situation, in der Michael Zetterer weit aus seinem Strafraum eilte, um den durchgebrochenen Lidberg zu stoppen – was er dann auch auf Kosten eines Fouls tat. Alle Proteste von Kohfeldt und Co. halfen aber nicht, Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart) zeigte lediglich die Gelbe Karte (35.). Es dauerte tatsächlich bis zur 39. Minute, ehe auch die Heimelf mal wieder für richtige Gefahr sorgte, doch Stage zielte nach Doppelpass mit Marvin Ducksch ganz knapp über das Tor. Damit hatte es sich aber auch schon, Werder Bremen tat sich gegen den Zweitligisten enorm schwer, ließ trotz einer 69-prozentigen Ballbesitzquote einmal mehr die nötige Durchschlagskraft vermissen. Früh drohte es ein langer Fußballabend im Weserstadion zu werden.

Schiedsrichter und VAR verweigern Werder Bremen Elfmeter, Anthony Jung erlöst SVW spät

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel schienen die Norddeutschen direkt Versäumtes nachholen zu wollen, doch Ducksch und auch Schmid scheiterten binnen Sekunden an SVD-Keeper Marcel Schuhen (47.), nach der anschließenden Ecke köpfte Stage genau in die Arme des Schlussmanns. So ereignisreich die zweite Hälfte begonnen hatte, so sehr ebbte das Niveau danach wieder ab. Werder Bremen agierte fehlerhaft und ideenlos, die Darmstädter wurden so vor nicht allzu große Herausforderungen gestellt. Und sie setzten selbst kleinere Nadelstiche. Nach einer knappen Stunde musste Zetterer einen Distanzschuss von Killian Corredor abwehren. Auf der anderen Seite setzte Schmid den Ball aus gut 20 Metern Entfernung daneben (67.). Ole Werner reagierte, nahm Grüll und Stage vom Feld und brachte Njinmah und Bittencourt (70.). Letzterer führte sich gleich mit einer beherzten Grätsche sowie schöner Vorlage für Ducksch ein, doch dessen Schussversuch wurde gerade noch geblockt (71.). Wenig später stand der Angreifer erneut im Blickpunkt, dieses Mal hatte er im Strafraum gegen den ausgestreckten Arm von Aleksandar Vukotic geköpft – doch weder der Schiedsrichter noch der VAR hielten diese Aktion für elfmeterwürdig (75.).

So ging es torlos in dieser zähen Angelegenheit weiter. Und es roch gewaltig nach Verlängerung, doch Marvin Ducksch und Anthony Jung hatten noch etwas dagegen. Nach einer Freistoßflanke des Stürmers war der Abwehrmann zur Stelle und ließ die Fans frenetisch jubeln – und kurz darauf die obligatorischen „Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin“-Gesänge anstimmen. (mbü)

Werder Bremen gegen Darmstadt 98: Lest den Spielverlauf im Liveticker nach

Werder Bremen im Liveticker gegen den SV Darmstadt 98: Alle Tore, News und Infos zum DFB-Pokal-Achtelfinale - alles hier live im Live-Ticker der DeichStube. Endergebnis 1:0

<<< DFB-POKAL-LIVETICKER AKTUALISIEREN >>>

22.45 Uhr: Was für ein Pokalkrimi! Bis in die Nachspielzeit deutete alles auf Verlängerung hin, ehe Jung die Werder-Fans erlöste. Ein trotz des Happy Ends dürftiger Auftritt der Werner-Elf, die es nicht schaffte, den Ballbesitz in viele Chancen umzumünzen. Darmstadt fand offensiv dagegen kaum statt und wurde hierfür letztlich bestraft.

90 (+5). Min: Und dann ist Schluss! Werder ringt Darmstadt 98 mit 1:0 nieder und steht zum ersten mal seit vier Jahren im Viertelfinale des DFB-Pokals!

90 (+4). Min: Wahnsinn! Mit der letzten Aktion geht Werder in Führung! Ein Freistoß von Ducksch aus dem rechten Halbraum senkt sich perfekt in die Mitte, wo Jung goldrichtig steht und die Kugel über die Linie drückt.

Werder Bremen im Liveticker gegen Darmstadt 98: Wahnsinn! Jung mit dem Lucky Punch in letzter Sekunde!

90 (+4). Min: Toooooooooooooooooooooooor für Werder! Anthony Jung mit dem 1:0!

90 (+3). Min: Lakenmacher zieht im Strafraum zwei Gegner auf sich und geht zu Boden. FÜr einen Elfmeter reicht das nicht - der Abschluss wäre die bessere Alternative gewesen.

90 (+1). Min: Vier Minuten werden nachgespielt.

90. Min: Lidberg holt an der Mittellinie einen Freistoß gegen Friedl raus. Wertvolle Sekunden für Darmstadt.

88. Min: Es deutet aktuell alles auf Verlängerung hin. Das Stadion erhebt sich nochmal.

86. Min: Lakenmacher treibt den Ball nach vorne, schießt die Kugel dann aber aus der zweiten Reihe in Richtung Stadiondach.

85. Min: Njinmah wird im Strafraum geschickt und spielt clever mit der Hacke zu Bittencourt, dessen Schuss - mal wieder - abgeblockt wird.

82. Min: Maglica scheint sich leicht verletzt zu haben und muss runter. Für ihn kommt Bueno, zudem ersetzt Papela Müller.

80. Min: Immer wieder ist ein Darmstädter Bein dazwischen - diesmal beim Nachschuss von Lynen.

79. Min: Werder hat sich jetzt in der Darmstädter Hälfte eingenistet und erhöht den Druck.

Werder Bremen im Liveticker gegen Darmstadt 98: Werder nach strittiger Hand-Szene im Pech!

76. Min: Ducksch köpft den Ball an den Arm von Vukotic. Petersen entscheidet sich nach kurzer Rücksprache mit Köln auf Ecke statt Strafstoß. Diese Handregel...

74. Min: Schuhen pflückt sich eine Flanke von Schmid. Im anschließenden Spielaufbau vertendeln die Gäste fast den Ball, können sich aber gerade noch befreien.

73. Min: Ducksch schimpft wie ein Rohrspatz über einen Pfiff von Petersen und sieht Gelb. Mal was ganz Neues vom Bremer Schweigefuchs.

72. Min: Weisers Flanke wird gefährlich abgefälscht, sodass Schuhen nicht richtig zupacken kann. Zunächst passiert nichts, in der zweiten Angriffswelle legt Schmid von links ab auf Ducksch, dessen Schuss zur Ecke gelenkt wird. Diese verpufft.

70. Min: Werner reagiert und wechselt doppelt: Bittencourt und Njinmah kommen für Stage und Grüll.

67. Min: Schmid versucht es aus der zweiten Reihe - die Kugel rauscht knapp über den Querbalken.

66. Min: Auch wenn Werder derzeit nicht viel gelingt: Bei den Lilien geht offensiv nahezu gar nichts.

63. Min: Ein langer Ball von Jung aus der eigenen Hälfte findet keinen Abnehmer.

62. Min: Kohfeldt wechselt zum ersten Mal und bringt Lakenmacher für Marseiler. Positionsgetreuer Wechsel.

59. Min: Erster Gäste-Abschluss in der zweiten Hälfte: Corredors wuchtiger Schuss aus 20 Metern ist zu unplatziert und kann von Zetterer weggefaustet werden.

58. Min: Schmid wirkt gerade völlig von der Rolle. Seine Hereingabe aus dem Rückraum segelt meilenweit an Zielspieler Ducksch vorbei in die Arme von Schuhen.

57. Min: In den letzten Minuten ist die Partie wieder deutlich zerfahrener. Werder leistet sich zu viele einfache Fehler in der gegnerischen Hälfte.

54. Min: Schmids Seitenwechsel auf Weiser misslingt völlig - es gibt Einwurf für Darmstadt. Obendrauf gibt es Gelb für Weiser, der den Ball nicht rausrücken wollte.

51. Min: Nach einer weiteren Hereingabe von rechts klärt Maglica den Ball vor die Füße von Schmidt. Der Österreicher wartet einen Tick zu lang und wird geblockt.

50. Min: War das der entscheidende Weckruf für die Bremer? Die Führung wäre mittlerweile hochverdient.

Werder Bremen im Liveticker gegen Darmstadt 98: Die zweite Halbzeit läuft - Mega-Chance durch Ducksch!

47. Min: Und direkt die Riesenchance für Werder! Grüll setzt sich stark auf rechts durch und bedient Ducksch in der Mitte, der aus zehn Metern direkt abzieht und Schuhen zu einer Glanzparade zwingt. Auch beim Nachschuss von Schmid aus spitzem Winkel ist der Darmstädter Schlussmann zur Stelle.

46. Min: Weiter geht‘s - kann Werder mehr Druck aufbauen?

21.36 Uhr: Werder tut sich nach vielversprechendem Start extrem schwer gegen tief stehende Lilien, die Werder immer mal wieder einladen. Auf der Gegenseite gab es bis auf den Abschluss durch Lidberg wenig Trubel - abgesehen von Zetterers Harakiri-Aktion, die ihm fast Rot eingebracht hätte.

21.34 Uhr: Gebracht hat es nichts, sodass es torlos in die Katakomben geht.

Werder Bremen im Liveticker gegen Darmstadt 98: Halbzeit - Werder tut sich schwer!

45 (+1). Min: Drei Minuten gibt es obendrauf.

44. Min: Ein Freistoß von Ducksch aus dem Halbfeld landet bei Stark, dessen Kopfball knapp vorbei geht.

43. Min: Schöne Ballstafette von Werder, ehe Weisers Weiterleitung in den Sechzehner beim Gegner landet.

39. Min: Geht doch! Stage fasst sich ein Herz und hält aus knapp 20 Metern voll drauf. Die Kugel rauscht hauchdünn am langen Eck vorbei - da hat nicht viel gefehlt!

38. Min: Die Partie wird ruppiger. Dem Spielfluss tut das nicht gerade gut.

37. Min: Maglica kommt gegen Weiser zu spät und sieht gelb.

Werder Bremen im Liveticker gegen Darmstadt 98: Zetterer am Rande der Notbremse!

34. Min: Glück für Werder! Zetterer eilt bei einem langen Ball aus seinem Tor und räumt Lidberg ab. Die gelbe Karte ist absolut gerechtfertigt - der Keeper hatte Glück, dass Lidberg zur Seite abgedreht ist und das Foul somit nicht als Notbremse gewertet wird.

33. Min: Nürnberger hat viel Platz, macht dann allerdings einen Haken zu viel, sodass sich Friedl in seinen Schuss werfen kann.

31. Min: Köhn holt gegen Lopez die erste Ecke der Partie raus.

29. Min: Die Lilien schenken Werder immer wieder um den eigenen Sechzehner den Ball - allerdings können Ducksch und Co. daraus bislang kein Kapital schlagen.

28. Min: Die Hereingabe segelt an vier (!) Darmstädtern vorbei, ehe der fünfte klären kann.

28. Min: Ducksch wird von Vukotic abgeräumt und holt einen Freistoß raus. 30 Meter sind es bis zum Darmstädter Kasten.

26. Min: Nach langer Zeit wird‘s mal wieder gefährlich im Strafraum der Gäste: Weiser verpasst eine Köhn-Flanke haarscharf - der zweite Ball von Stage kann entschärft werden.

22. Min: Stark beschwert sich lautstark gegen einen Pfiff und sieht direkt gelb. Unnötig!

21. Min: Weiser vertendelt den Ball gegen Corredor, dann geht es schnell. Ein schön gespielter Seitenwechsel landet bei Marseiler, der den Ball nicht richtig trifft und verzieht.

20. Min: Vukotic wirft sich in eine Hereingabe von Köhn.

19. Min: Werder hat weiterhin deutlich mehr Ballbesitz, kommt momentan aber nicht in die Gefahrenzone. Die Darmstädter verteidigen mit elf Mann.

Werder Bremen im Liveticker gegen Darmstadt 98: Friedl vergibt erste Chance - Werder muss früh wechseln!

16. Min: Erster vernünftiger Angriff der Gäste und es wird direkt gefährlich: Corredor chipt eine Hereingabe elegant zu Lidberg, dessen Lupfer aus spitzem Winkel übers Tor geht.

15. Min: Jetzt kann der Wechsel vollzogen werden.

14. Min: Der Joker war allerdings noch nicht bereit für den Wechsel, sodass Werder zunächst in Unterzahl spielen muss.

12. Min: Veljkovic muss behandelt werden und kann nicht weiterspielen. Für den Serben kommt Anthony Jung in die Partie.

10. Min: Doppelchance für Werder: Erst wird Grülls Direktabnahme geblockt, dann verspringt Weiser der Ball im Sechzehner, sodass auch sein Schuss im letzten Moment geblockt wird. Da war mehr drin!

7. Min: Und der wird brandgefährlich: Duckschs Hereingabe wird von Vukotic vor die Füße von Friedl geköpft, der aus zwölf Metern zentraler Position abzieht. Der Schuss ist allerdings zu harmlos, sodass Schuhen zur Stelle ist.

6. Min: Maglica kommt gegen Weiser viel zu spät und verursacht einen Freistoß aus rund 25 Metern von der rechten Seite.

5. Min: Erster Abschluss der Partie: Grüll luchst Riedel den Ball am Strafraum ab, Schmid fackelt nicht lang, zieht ab, verfehlt das Ziel jedoch deutlich.

4. Min: Ein langer Ball von Friedl findet keinen Abnehmer und landet bei Schuhen.

3. Min: Erwarteter Beginn: Darmstadt überlässt Werder den Ball, steht extrem tief und lauert auf Konter.

Werder Bremen im Liveticker gegen Darmstadt 98: Das Spiel läuft!

1. Min: Los geht‘s!

20.41 Uhr: Die Teams laufen ein! Tolle Choreo der Bremer Fans: „Gemeinsam zum siebten Titel“ - na dann mal los!

20.35 Uhr: Interessante Randnotiz: Beim Vorlesen der Darmstädter Aufstellung sagt Zeigler: Florian Kohfeldt, willkommen zurück!“ Die Reaktion der Bremer Fans fällt sehr verhalten aus.

20.27 Uhr: Werder-Coach Ole Werner will „defensiv an das anknüpfen, was wir gegen Stuttgart und Frankfurt gut gemacht haben.“ Von Grüll, der für Njinmah startet, verspricht er sich offensiv „mehr Frische“.

20.20 Uhr: Geleitet wird die Begegnung von Martin Petersen aus Stuttgart. Für den 39-Jährigen ist es die erste Partie in dieser Saison mit Bremer bzw. Darmstädter Beteiligung.

20.13 Uhr: Der direkte Vergleich spricht leicht für Werder: Aus bisher 15 Duellen gingen sechs an Werder bei fünf Remis und vier Darmstädter Erfolgen. Das letzte Duell im Februar dieses Jahres endete 1:1 im Weserstadion.

20.04 Uhr: Angesprochen auf die Rückkehr an seine langjährige Wirkungsstätte, wollte Kohfeldt den Fokus auf das Spiel legen: „Lasst uns ein cooles Fußballspiel haben. Es gibt einfach wenig coolere Orte am Dienstag um 20.45 Uhr, um bei Flutlicht ein geiles Fußballspiel zu machen. Nichts anderes haben wir vor.“

20.02 Uhr: Nach zuvor drei Siegen in Folge (Fürth, Hertha und Hannover) gab es zuletzt ein 0:0 gegen Preussen Münster. In der zweiten Pokalrunde konnte Drittligist Dynamo Dresden mit 3:2 nach Verlängerung bezwungen werden.

20.00 Uhr: Kohfeldt, der von 2017-2021 insgesamt 142 Mal als Werder-Coach an der Seitenlinie stand, konnte seit der Übernahme in Darmstadt die zweite Liga mächtig aufmischen. Mit 19 Punkten aus zehn Spielen führte der 42-Jährige die Lilien aus dem Keller auf Rang zehn - nur drei Zähler fehlen auf den zweiten Platz.

19.53 Uhr: Gäste-Trainer und Rückkehrer Florian Kohfeldt schickt folgende Elf ins Rennen: Schuhen - Maglica, Vukotic, Riedel - Lopez, Nürnberger, Klefisch, Müller - Corredor, Lidberg, Marseiler.
Bank: Brunst, Bueno, Kempe, Thiede, Lakenmacher, Papela, Gjasula, Vilhelmsson, Torsiello.

19.46 Uhr: Zunächst auf der Bank Backhaus, Jung, Deman, Pieper, Bittencourt, Njinmah, Burke, Malatini, Alvero. Insgesamt somit zwei Wechsel im Vergleich zum 2:2 gegen Stuttgart: Für Bittencourt und Njinmah beginnen Stage und Grüll.

Werder Bremen im Liveticker gegen Darmstadt 98: Die Aufstellungen sind da!

19.44 Uhr: Herzlich Willkommen zum Live-Ticker! Wir beginnen direkt mit der Bremer Aufstellung: Zetterer - Veljkovic, Friedl, Stark - Köhn, Lynen, Stage, Weiser - Schmid, Ducksch, Grüll.

Werder Bremen LIVE: Der SV Werder Bremen trifft im Achtelfinale des DFB-Pokals auf den SV Darmstadt 98 und Ex-Trainer Florian Kohfeldt zu Gast. Anpfiff im Weserstadion ist um 20.45 Uhr, der Liveticker startet hier gegen 19.45 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News und Infos gibt‘s dann hier live im Live-Ticker der DeichStube!

Werder Bremen gegen den SV Darmstadt 98 im DFB-Pokal - der Vorbericht:

Werder Bremen trifft auf Darmstadt 98 und Florian Kohfeldt - will sich für den großen DFB-Pokal-Traum aber nur auf sich selbst konzentrieren

Bremen – Ole Werner betritt in gewisser Hinsicht Neuland. Ein vom Flutlicht erleuchtetes Weserstadion kennt er natürlich schon, aber noch nie stand der Trainer des SV Werder Bremen während seiner nun etwas mehr als dreijährigen Amtszeit bei einem Heimspiel im DFB-Pokal an der Seitenlinie. „Es ist ein gutes Zeichen, dass wir jetzt mal ein bisschen weitergekommen sind als in den letzten Jahren. Aber es soll auch noch nicht Schluss sein“, meinte Werner am Montag lachend. „Wir freuen uns alle auf dieses Spiel, auf diese Aufgabe.“ Und doch: Im Fokus der Betrachtung steht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sein Gegenpart. Florian Kohfeldt kehrt am Dienstagabend (20.45 Uhr im DeichStube-Live-Ticker) zurück an seine alte Wirkungsstätte, früher war er Trainer der Grün-Weißen, inzwischen coacht er den Zweitligisten SV Darmstadt 98. Eine besondere Note, die Ole Werner und auch seine Mannschaft offensichtlich ziemlich kaltlässt.

Werder Bremen im Liveticker gegen Darmstadt 98: Ole Werner sieht Team von Florian Kohfeldt als starken Gegner

„Wir konzentrieren uns auf die sportlichen Dinge und versuchen, uns wieder gut auf das Spiel vorzubereiten. Ich glaube jedenfalls nicht, dass das Thema eine Rolle bei uns spielt, wenn das Spiel angepfiffen wird“, betonte der 36-Jährige. „Es ist klar, dass das ein mediales Thema ist, aber für uns hat das überhaupt keine Relevanz in der Spielvorbereitung.“ Eine kurze Begegnung zwischen den beiden Protagonisten hat es in der Vergangenheit bereits bei einer Weihnachtsfeier des SV Werder Bremen gegeben, mehr aber auch nicht. Eine Begrüßung, ein paar nette Worte. Das war es mehr oder weniger auch schon. Zum direkten sportlichen Vergleich zwischen den Trainern kommt es jetzt aber zum ersten Mal – und der ist nach den jüngsten Eindrücken durch das Zutun von Florian Kohfeldt noch herausfordernder geworden. Der 42-Jährige übernahm die Hessen Anfang September im Tabellenkeller der 2. Liga und sammelte seither 19 Punkte durch fünf Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage ein. Inzwischen ist Darmstadt 98 Elfter, der Rückstand auf den Hamburger SV als Zweitplatzierten beträgt lediglich drei Zähler.

Ein Selbstläufer dürfte die Angelegenheit für Werder Bremen trotz klarer Favoritenrolle also nicht werden – das weiß auch Ole Werner. „Es wird eine Aufgabe, die komplett anders wird als am Samstag gegen Stuttgart, aber nicht leichter. In einem Pokalspiel muss man immer mit allem rechnen und es gibt diesen besonderen Reiz, dass es auf jeden Fall einen Sieger geben wird. Und der wollen wir sein“, erklärte der Bremer Cheftrainer und forderte: „Es wird darum gehen, im eigenen Ballbesitz nicht allzu viele Fehler anzubieten. Wir dürfen da nicht ins offene Messer laufen, nicht viele Konter zulassen. Darmstadt spielte zudem zuletzt defensiv sehr stabil, weshalb wir die richtigen Räume finden müssen.“

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den SV Darmstadt 98 aussehen!

Den DFB-Pokal-Traum im Blick: Werder Bremen im Live-Ticker gegen Darmstadt 98

Der Traum von einer möglichst langen DFB-Pokal-Reise in dieser Saison soll schließlich weiterleben. Das Viertelfinale winkt, zum bis dato letzten Mal tauchte Werder Bremen dort 2020/2021 auf – und schaffte es sogar in die Runde der letzten Vier. Mit einem jetzigen Sieg und anschließendem Losglück erscheint eine Wiederholung nicht unrealistisch, weil in Borussia Dortmund ein eigentlicher Titelanwärter schon ausgeschieden ist, sich Bayern München und Bayer Leverkusen sowie RB Leipzig und Eintracht Frankfurt zudem in dieser Runde jeweils gegenseitig eliminieren. Zukunftsmusik, mit der sich Ole Werner nicht so wirklich beschäftigen mag. „Es ist immer das Ziel eines jeden Sportlers, das Maximum aus einem Wettbewerb herauszuholen“, sagte er zwar, „aber um das zu erreichen, geht es auch immer darum, sich nur auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren und darin die gesamte Energie zu legen. Uns hilft es jetzt nicht, schon zwei, drei Schritte weiterzudenken.“

Was die Philosophie der einzelnen Schritte angeht, hatte zuletzt Kapitän Marco Friedl etwas Frust geschoben. Er wünschte sich und sein Team schon weiter im Reifeprozess, sah dann gegen Stuttgart aber doch wieder altbekannte Fehler, die auf seine Stimmung schlugen. Ole Werner gefällt der Unmut, weil er als Antrieb zur Besserung taugt. Werder Bremens Coach hob mit Blick auf das Pokalduell gegen Darmstadt aber auch hervor: „Erst einmal wäre es wichtig, wenn wir ganz viel von dem, was wir am Samstag gezeigt haben, wieder auf den Platz bringen: die Energie, die Laufbereitschaft, das Zweikampfverhalten. Wenn diese Dinge nicht zu 100 Prozent gestimmt hätten, würden wir uns nicht über ein Unentschieden gegen Stuttgart ärgern können.“ Damit soll es das mit dem Ärgern aber auch gewesen sein, der Dienstagabend unter Flutlicht im Weserstadion nach Meinung aller Bremer Beteiligten schließlich mit einem Heimerfolg enden. „Ich hoffe, dass wir an die Leistung anknüpfen werden und jene Aspekte, die nun für dieses Spiel wichtig sind, genauso gut umgesetzt bekommen – plus das Fünkchen mehr an Effektivität, das wir auch obendrauf packen müssen“, erklärte Ole Werner. „Wir sollten uns jedenfalls nicht mehr mit dem Ergebnis von vor ein paar Tagen aufhalten. Aber: Nur ein bisschen weniger als gegen Stuttgart wird nicht reichen.“ (mbü)

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