Werder-Einzelkritik

Werder Bremen in Noten gegen SV Darmstadt 98: Weiser und Schmid unglücklich, Jung ist Mann des Abends

Werder Bremens Kreativspieler Mitchell Weiser (li.) und Romano Schmid (mi.) taten sich gegen Darmstadt 98 schwer. Torschütze Anthony Jung (re.) war am Ende Bremens Bester.
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Werder Bremens Kreativspieler Mitchell Weiser (li.) und Romano Schmid (mi.) taten sich gegen Darmstadt 98 schwer. Torschütze Anthony Jung (re.) war am Ende Bremens Bester.

Der SV Werder Bremen hat das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Darmstadt 98 dramatisch spät mit 1:0 gewonnen. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Michael Zetterer: Erlebte einen weitgehend ruhigen Abend, weil er von Darmstadts Offensive wenig bis gar nicht gefordert wurde. Verschätze sich aber böse nach einem langen Ball und holte sich deshalb nach Foul an Lidberg die Gelbe Karte ab (35.). Womit er gut bedient war. Note 3,5

Werder Bremen-Noten gegen Darmstadt 98: Marco Friedl aufmerksam, Mitchell Weiser von der Rolle

Niklas Stark: Zeigte auf der rechten Seite der Dreierkette eine kompromisslose Vorstellung und mied auf dem rutschigen Boden das Risiko in seinen Aktionen. Holte sich wegen Meckerns allerdings eine unnötige Gelbe Karte ab (22.) und musste danach enorm aufpassen. Note 2,5

Marco Friedl: Der Kapitän agierte aufmerksam im Abwehrzentrum und hatte Darmstadts Lidberg gut im Griff. Sein Timing in den Zweikämpfen und Kopfballduellen stimmte, zudem hier und da mit Impulsen im Spielaufbau. Bei seiner Chance in der Anfangsphase war aber mehr drin (7.). Note 2

Milos Veljkovic (bis 15.): Erhielt einmal mehr den Vorzug vor Jung auf der linken Seite der Dreierkette und erlebte einen ganz bitteren Abend: Musste bereits in der Anfangsphase angeschlagen ausgewechselt werden. Note -

Mitchell Weiser: Der Schienenspieler war auf der rechten Seite mit viel Vorwärtsdrang unterwegs, Ertrag brachte das aber nicht ein. Traf zu oft die falsche Entscheidung und wirkte in vielen Aktionen unglücklich. Sah Gelb, weil er einen Darmstädter Einwurf behinderte (55.). Note 4,5

Werder Bremen-Noten gegen Darmstadt 98: SVW tut sich offensiv schwer

Senne Lynen: Es war ein insgesamt unauffälliger Auftritt des Belgiers, der sich keine haarsträubenden Fehler leistete, aber auch wenig Impulse setzte. Verschleppte hier und da das Tempo, wenn es eigentlich hätte schneller gehen können. Note 4

Jens Stage (bis 70.): Stand erstmals seit Anfang November in der Startelf und ließ die gewohnte Präzision in seinem Spiel zu oft vermissen. Verzeichnete mit einem schönen Distanzschuss die beste Chance im ersten Durchgang (39.). Insgesamt nicht so prägend wie sonst. Note 4

Derrick Köhn (bis 90.+4): Seinen großen Trumpf – das Tempo – konnte er auf der linken Außenbahn nicht richtig zur Geltung bringen. Schlug zwar einige Flanken in den Strafraum, was Darmstadts Defensive auch beschäftigte – Abnehmer fanden die Bälle aber nicht. Defensiv fleißig. Note 4,5 

Marco Grüll (bis 70.): Ersetzte den angeschlagenen Njinmah und hatte Probleme, ins Spiel zu finden. Auf der rechten Angriffsseite lange ohne gefährliche Aktionen, leitete in der ersten Hälfte mit einem Fehlpass zudem eine Darmstädter Konterchance ein (21.). Nach der Pause verbessert. Note 4

Werder Bremen-Noten gegen Darmstadt 98: Romano Schmid unglücklich, Matchwinner Anthony Jung

Romano Schmid: War wie so oft in fast jeden Angriff involviert, allerdings fand er gegen die dichtgestaffelte Abwehr der Gäste keine Lücken – auch, weil es seinem Spiel an Genauigkeit und Konzentration mangelte. Scheiterte einmal aus kurzer Distanz an Schuhen (47.). Note 5

Marvin Ducksch: Der Stürmer hing in Halbzeit eins in der Luft. Beschwor auch mit seinen Standards keine Gefahr herauf. Fand kurz nach Wiederbeginn mit einer schönen Direktabnahme seinen Meister in Schuhen (47.). Tauchte danach wieder ab, bereitete aber das 1:0 vor. Note 3,5

Anthony Jung (ab 15.): Kam früh für den verletzten Veljkovic ins Spiel, fügte sich nahtlos ein und bot eine sachliche Vorstellung auf der linken Abwehrseite. Wurde dann mit seinem späten Siegtreffer zum Mann des Abends (90.+4)! Note 2

Leonardo Bittencourt (ab 70.): Sollte nochmal neuen Schwung ins Bremer Spiel bringen und kam im Strafraum zum Abschluss, wurde aber geblockt (85.). Note - 

Justin Njinmah (ab 70.): Gegen Stuttgart in der Bundesliga noch Torschütze, kam er im Pokal als Joker auf den Platz – und stach nicht. Note -

Olivier Deman (90.+4): Kam für die letzten Augenblicke. Note -

Weiter mit dem Aufstellungstext:

Werder Bremen-Aufstellung gegen Darmstadt 98: Zwei Änderungen, Jens Stage wieder dabei

Der SV Werder Bremen trifft am Dienstag (20.45 Uhr) im DFB-Pokal-Achtelfinale auf den SV Darmstadt 98. So sieht die Startelf-Aufstellung von SVW-Coach Ole Werner aus.

Update vom 3. Dezember 2024 (19.45 Uhr): Jetzt ist die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen da. Im Vergleich zum 2:2 gegen den VfB Stuttgart in der Bundesliga wechselt Ole Werner auf zwei Positionen. Unter anderem Jens Stage ist wieder von Anfang an mit dabei. Die ganze Werder-Startelf findet ihr im Liveticker zum Spiel SV Werder Bremen gegn Darmstadt 98.

Bremen – Zu sehen waren die Profis des SV Werder Bremen am Montag bei ihrer Arbeit nicht. Für das Abschlusstraining vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den SV Darmstadt 98 (Dienstag, 20.45 Uhr/DeichStube-Liveticker) setzte Coach Ole Werner auf Übungen im Verborgenen. Während einer Englischen Woche ergeben sich schließlich nicht allzu viele Gelegenheiten, um sich unbeobachtet auf gegnerische Feinheiten einzustellen. Auch allerletzte personelle Details blieben so im Geheimen. Bei drei Pflichtspielen innerhalb von sieben Tagen ist eine mögliche Rotation in der Startelf stets ein Thema, doch Werner stellte bereits in Aussicht, dass es keine Schonungen zum Kräftesparen geben werde.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Darmstadt 98: Kehrt Jens Stage in die Startelf zurück?

„Man schickt die bestmögliche Elf auf den Platz, wir wollen in dem Wettbewerb schließlich jedes Spiel gewinnen und weit kommen“, erklärte der 36-Jährige mit Blick auf die Werder-Aufstellung. „Das heißt nicht, dass es nicht auch zu Veränderungen kommen kann – aber am Ende nimmt man sie vor, um damit die beste Startformation für den Tag auf dem Platz zu haben.“ Da wäre zum Beispiel Jens Stage. Der Däne hat sich zuletzt mit einigen Nackenproblemen herumgeplagt, jedoch bei seinen jeweils kürzeren Einsätzen gegen Kiel und Stuttgart bewiesen, wie wertvoll er aktuell für die Mannschaft ist. Als Stabilisator und Torschütze. Gut möglich also, dass der Mittelfeldakteur nun gegen den SV Darmstadt 98 in die Startelf des SV Werder Bremen zurückkehrt und Leonardo Bittencourt auf die Bank muss.

Im Angriff hat sich Justin Njinmah nach einer starken Leistung gegen Stuttgart eigentlich eine Weiterbeschäftigung in der Startelf verdient, doch auch ihn beschäftigen noch Spätfolgen einer Knöchelverletzung. Erst am Samstag hatte der Stürmer verraten, aktuell mit Schmerzen auf dem Rasen unterwegs zu sein. „Bei ihm müssen wir gucken, wie sein Wohlbefinden ist. Auf der einen Seite muss man das mit dem Spieler und der medizinischen Abteilung bewerten, auf der anderen Seite, wenn man vielleicht Schmerzen hat, aber dann so ein Spiel macht wie Justin, zeigt das auch, dass es geht“, erklärte Ole Werner. „Wir stellen aber niemals einen Spieler auf, bei dem wir das Gefühl haben, da würde sich etwas verschlimmern oder da gehen wir ein Risiko ein.“ Als Alternative für die Aufstellung des SV Werder Bremen stünde gegen Darmstadt 98 Marco Grüll parat.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Darmstadt 98: Reicht es bei Marco Friedl für einen Startelf-Einsatz?

Bleibt noch Marco Friedl. Der Abwehrchef klagte zuletzt über Adduktorenbeschwerden, wird im DFB-Pokalspiel in der hinteren Kette aber eigentlich dringend gebraucht. „Die Rückmeldung von Marco ist positiv und wir gehen davon aus, dass es für Dienstagabend keine Probleme gibt“, sagte Ole Werner. Sollte es doch anders kommen, müsste defensiv – mal wieder – die Startelf des SV Werder Bremen umgebaut werden. Gegen Stuttgart standen in der Schlussphase gemeinsam die Innenverteidiger Niklas Stark, Milos Veljkovic und Anthony Jung in der Abwehr, auch Julian Malatini oder Amos Pieper kämen für einen Einsatz von Beginn an gegen Darmstadt 98 in Frage. (mbü)

Mit Jens Stage in der Startelf: So könnte die Aufstellung des SV Werder Bremen für das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Darmstadt 98 aussehen.

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