Kernpunkte des Werder-Vergleichs
Nach Werders Einigung mit Tim Wiese: Neue Details zum Deal
Nach der außergerichtlichen Einigung zwischen dem SV Werder Bremen und Tim Wiese sind jetzt neue Details zum Vergleich bekannt.
Bremen – Seit wenigen Tagen ist er offiziell beendet – der Rechtsstreit zwischen dem SV Werder Bremen und seinem einstigen Publikumsliebling Tim Wiese. Mehr als 14 Monate waren vergangen, seitdem der ehemalige Torhüter seinen Ex-Verein angeklagt hatte. Nach zwei Verhandlungstagen und der Vernehmung mehrerer Zeugen kam die Einigung in einem Vergleich dann ziemlich plötzlich, beharrten zuvor doch beide Parteien auf ihrer Sichtweise: Werder, dass Wiese im März 2023 während eines Heimspiels gegen Bayer Leverkusen zwei Servicekräfte im VIP-Bereich rassistisch beleidigt haben soll, weshalb gegen ihn ein Stadionverbot verhängt wurde. Und Wiese, dass die Anschuldigung falsch und damit auch das Stadionverbot, das ohnehin seit Ende 2023 ausgelaufen ist, unbegründet sei.
Einigung zwischen Werder Bremen und Tim Wiese: Kernpunkte des Deals
Die „Bild“-Zeitung hat nun Kernpunkte des Deals, der aus sieben Teilen bestehen soll, aufgedeckt. So dürfe der SV Werder Bremen seine Rassismus-Vorwürfe nicht öffentlich wiederholen, während der ehemalige Nationaltorhüter nicht mehr öffentlich behaupten dürfe, dass die Grün-Weißen unrechtmäßig oder willkürlich mit ihm umgegangen sind.
Beide Seiten gingen also mit Zugeständnissen einen Schritt aufeinander zu. Ein Erfolg sei dieser Deal vor allem für Tim Wiese, findet dessen Anwalt Heiko Klatt in der „Bild“: „Entscheidend für uns ist, dass Werder diese haltlosen Vorwürfe künftig nicht weiter aufrechterhält. Dazu hat sich der Verein in dem Vergleich verpflichtet und damit ist Tim Wiese auch vollumfänglich rehabilitiert.“
Neue Details zur Einigung zwischen Werder Bremen und Tim Wiese: So reagieren die Grün-Weißen
Ob Tim Wiese das wirklich ist, liegt dabei wohl auch im Auge des Betrachters. Dass der Ex-Torhüter das gegen ihn verhängte Stadionverbot nicht als unrechtmäßig oder willkürlich bezeichnen darf, impliziert schließlich auch, dass von Werder kein Fehlverhalten vorgelegen habe. „Es ist doch normal, dass jede Seite ihre eigene Perspektive auf die Dinge hat“, sagt Werder-Geschäftsführer Tarek Brauer auf Nachfrage der DeichStube und betont die Sichtweise des SV Werder Bremen: „Für uns ist wichtig, dass das Stadionverbot verhängt worden ist, und dass nicht behauptet werden darf, dass dieses Verbot unrechtmäßig oder willkürlich erlassen wurde.“ (tos)