Valdez kehrt zur U23 zurück
Malatini und Hansen-Aaröen sollen sich zeigen: Was Werder-Trainer Werner im Sommer von den Talenten erwartet
Julian Malatini und Isak Hansen-Aaröen absolvieren ihre erste richtige Vorbereitung mit dem SV Werder Bremen. Was Trainer Ole Werner jetzt von den Talenten erwartet und warum vor allem der Argentinier etwas mehr unter Beobachtung stehen dürfte.
Bremen – Im vergangenen Winter waren Julian Malatini und Isak Hansen-Aaröen die Art Neuzugänge, die man gerne als „Vorgriff auf den Sommer“ bezeichnet. Die jungen Profis sollten bei Werder Bremen schon einmal ans Bundesliga-Geschäft herangeführt werden, ohne direkt für ganz viel Spielzeit eingeplant zu sein. Nun ist der besagte Sommer gekommen, die Talente bestreiten ihre erste volle Vorbereitung bei ihrem immer noch neuen Club – und stehen nun unter anderer Beobachtung. „Es geht für jeden Spieler darum, um seinen Platz zu kämpfen. Das ist natürlich, was ich von den Jungs erwarte“, sagt Trainer Ole Werner.
Werder Bremens Ole Werner über Julian Malatini: „Sind da eigentlich voll im Plan“
Die Voraussetzungen sind bei Julian Malatini andere als bei Isak Hansen-Aaröen. Einerseits natürlich wegen seines Alters, mit 23 Jahren ist der Argentinier, der für zwei Millionen Euro von Defensa y Justicia gekommen war, mehr als drei Jahre älter als der noch 19-jährige Norweger. Aber auch weil er eben schon „bedeutend mehr gespielt“ habe, als das „im Winter die ursprüngliche Idee war“, so Werner. Weil es bei Werder Bremen nach der Winterpause einen großen Engpass in der Abwehr gab, wurde Malatini ins kalte Wasser geworfen. In der Rückrunde kam er auf bereits elf Einsätze in der Bundesliga, sechs davon in der Startelf. Die Leistungen waren aber noch wechselhaft. „Er hat es in Phasen sehr gut gemacht, in Phasen hat man aber auch gesehen, dass es aus Argentinien in die Bundesliga ein großer Sprung ist - und dass er da noch lernen kann.“ Das muss er jedoch zunehmend eigenständig. Nelson Valdez ist nicht länger extra für ihn als Integrationshelfer abgestellt, der Paraguayer konzentriert sich wieder auf seinen Job als Co-Trainer bei der U23.
Bei Julian Malatini sei es „die ganz klare Idee“, ihn langfristig zu entwickeln – „und deswegen sind wir da eigentlich voll im Plan“, meint Werner. Nun muss sich der Abwehrmann im Konkurrenzkampf mit den etablierten Kräften Marco Friedl, Niklas Stark, Milos Veljkovic, Amos Pieper und Anthony Jung messen. Mit einem Startelfplatz in der Dreierkette bei Werder Bremen könnte es da für ihn noch schwierig werden, doch Werner erwartet Engagement: „Jetzt geht es in der Vorbereitung natürlich auch für ihn darum, mit den anderen Innenverteidigern um seinen Platz zu kämpfen, einen guten Eindruck zu hinterlassen, sich durchsetzen zu wollen und an seinen Themen zu arbeiten.“
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Werder Bremens Isak Hansen-Aaröen muss sich laut Ole Werner „noch an den Bundesligafußball gewöhnen“
Bei Isak Hansen-Aaröen klingt das nicht unähnlich, doch so weit wie Julian Malatini sieht ihn Werner noch nicht. In der Bundesliga kam der U21-Nationalspieler Norwegens bisher erst auf drei Kurzeinsätze mit insgesamt 25 Minuten Spielzeit. „Er ist genau an dem Punkt, dass er Erfahrung bei uns im Training sammelt und über die kurzen Einsätze, die er in der Rückrunde hatte.“ Von den Fähigkeiten, die Hansen-Aaröen mitbringt, ist Werner sehr angetan, der offensive Mittelfeldspieler hat aber auch noch Nachholbedarf: „Er hat eine wahnsinnig gute Spielintelligenz, ist technisch hervorragend, muss sich trotzdem vom Tempo und von der Körperlichkeit her noch an den Bundesligafußball gewöhnen.“
Nun ist der aus der Jugend von Manchester United geholte 19-Jährige in der Pflicht, auf sich aufmerksam zu machen. Werder Bremen habe in der Saisonvorbereitung einige Testspiele mit Gegnern auf hohem Niveau, in denen Werner „natürlich auch von ihm sehen will, dass er an seinen Themen arbeitet und vor allem seine Stärken einbringt“. (han)