Neue Liga für Talente
Neue U21-Liga: Sportchef Clemens Fritz über Werders Gedanken zur Teilnahme am Wettbewerb
Die DFL führt zur Saison 2026/27 eine U21-Liga ein: Nimmt Werder Bremen am neuen Wettbewerb für Talente teil? Was Sportchef Clemens Fritz dazu sagt!
Es war eine Mitgliederversammlung, die gleich mehrere Neuerungen mit sich brachte. Bei der Tagung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) am Dienstag wurde nicht nur bekannt gegeben, dass der Ligaverband ab der kommenden Saison in Bundesliga e.V. beziehungsweise Bundesliga GmbH umbenannt wird, sondern auch, dass die bereits vor Wochen öffentlich angekündigte U21-Liga ab der Spielzeit 2026/27 eingeführt wird. Dafür stimmten alle 36 Proficlubs der ersten und zweiten Bundesliga. Der neue Wettbewerb ist als freiwilliges Zusatzangebot für alle Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga im Übergangsbereich konzipiert und soll das bestehende Ligensystem lediglich als zusätzliche Möglichkeit zur Spielpraxis ergänzen. Die bisherigen zweiten Mannschaften – wie im Falle von Werder Bremen in der Regionalliga Nord – bleiben weiterhin bestehen.
Werder Bremens Clemens Fritz: „Ich bin grundsätzlich ein Befürworter davon, Spielpraxis zu generieren“
„Ich bin grundsätzlich ein Befürworter davon, Spielpraxis zu generieren“, sagt Clemens Fritz, des SV Werder Bremen,auf Nachfrage der DeichStube. Bis zum 15. Juni haben die Vereine Zeit, sich verbindlich für die neue Saison anzumelden. Ob Werder trotz des grundsätzlichen Interesses tatsächlich teilnehmen wird, ist intern allerdings noch nicht entschieden, wie Fritz erklärt: „Für eine endgültige Entscheidung warten wir noch die Finalisierung dieser Liga ab.“ Einige Punkte sind nämlich noch zu klären. So muss unter anderem festgelegt werden, wie hoch der Reiseaufwand für die Vereine ausfällt. Neben Duellen auf den Trainingsanlagen der Proficlubs ist es auch möglich, dass sich Vereine zur Reduzierung der Anreisen auf einen neutralen Spielort einigen.
Klar sind hingegen bereits zwei weitere Aspekte. Zum einen wird das Format im sogenannten Schweizer Modell ausgetragen. Das bedeutet, dass in zwei Ligen gespielt wird, in denen nicht jeder gegen jeden antritt. Jede Mannschaft absolviert zwischen drei und sechs Spiele. Der neue Wettbewerb endet mit einem abschließenden Finalturnier. Zum anderen muss keine komplett neue Mannschaft für die Liga zusammengestellt werden. Der Wettbewerb soll als Zusatzangebot dienen, in dem vorrangig Spieler der Altersklassen U17 bis U21 regelmäßig Spielpraxis auf Wettbewerbsniveau sammeln. Das heißt, Talente des SV Werder Bremen wie aktuell Patrice Covic, Salim Musah und Wesley Adeh könnten sich in dieser Liga mit Gleichaltrigen messen, wenn es in der Bundesliga noch nicht reicht. Auch ältere Profis sollen nach längeren Verletzungen über diese Liga wieder Matchfitness für die Bundesliga oder 2. Liga erlangen können.
Die Partien des SV Werder Bremen und Co. werden zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. „Ziel ist es, Talenten mehr qualitativ hochwertige Spielzeit auf Wettbewerbsniveau zu ermöglichen und dabei den organisatorischen und finanziellen Aufwand für die Clubs so gering wie möglich zu halten. Dem stünde ein Wettbewerb entgegen, der die Anforderungen einer Veranstaltung mit Zuschauern erfüllen muss“, heißt es auf der Website des Ligaverbands. Inwiefern die Liga medial übertragen wird, soll in den kommenden Wochen noch geprüft werden. (bvo)
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