Nach dem Achillessehnenriss
Neuer Bartels gesucht
Bremen - Operiert wurde er noch Sonntag, am Montag kündigte sich bei Fin Bartels dann direkt Besuch an.
„Ich werde heute mal zu ihm ins Krankenhaus fahren, um zu sehen, wie es ihm geht. Ich fühle wirklich mit ihm“, sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt während der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen (Mittwoch, 13. Dezember). Bartels, der sich im Spiel bei Borussia Dortmund (2:1) am Wochenende die linke Achillessehne gerissen hatte, fällt bis zum Saisonende aus.
Da dürfte etwas Zuspruch vom Coach gut tun. „Fin war ein sehr wichtiger Spieler für uns und wird es auch nach seiner Verletzung wieder sein“, sagte Kohfeldt, der nun erstmals vor der Leverkusen-Partie vor der schwierigen Frage steht, wer den Stürmer in der Startelf ersetzen soll.
Mehrere Optionen für Bartels-Ersatz
„Natürlich ist Fin nicht eins zu eins zu ersetzen“, betonte der Werder-Coach, „aber wir haben sehr gute Alternativen im Kader, sodass wir seinen Ausfall auffangen können.“ Und in der Tat: Beim Blick auf das Bremer Personal tauchen gleich mehrere Namen auf, die zumindest nominell für die Bartels-Rolle in Frage kommen. Florian Kainz, Izet Hajrovic, Ishak Belfodil - perspektivisch auch Aron Johannsson, der nach seinen Knieproblemen für Leverkusen aber noch kein Kandidat ist. Ob diese Spieler qualitativ einen guten Ersatz für Bartels abgeben, ist eine ganz andere Frage.
Wichtig dürfte vor allem sein, wie der neue Mann im Angriff neben Max Kruse funktioniert. Schließlich hat Werders bester Torschütze in Bartels gerade seinen kongenialen Sturmpartner verloren. Kohfeldt wollte das nicht überbewerten. „Natürlich ist Max ein wichtiger Baustein, aber der Spieler, der jetzt reinkommt, muss vor allem ins gesamte System passen.“ Generell, auch das hob Kohfeldt hervor, „gehe ich nicht davon aus, dass Max' Leistung unter Fins Ausfall leiden wird.“
So viel also zu den kurzfristigen Bremer Überlegungen vor den letzten drei Spielen des Jahres. In der Winterpause öffnet wieder das Transferfenster - beste Gelegenheit also, um auf die Verletzung von Bartels zu reagieren, um einen Spieler zu verpflichten, der den Kader quantitativ und vor allem qualitativ mindestes auf das Niveau mit Bartels hebt.
„Natürlich machen wir uns Gedanken, ob wir reagieren müssen“, sagte Werders Sportchef Frank Baumann, für den aber noch längst nicht feststeht, dass ein neuer Mann her muss. „Das wissen wir jetzt noch nicht.“ Das Vertrauen in den bestehenden Kader sei schließlich „sehr, sehr groß“. Klar ist aber auch: „Wir sind auf alles vorbereitet und fangen, wenn wir einen Spieler holen wollen, nicht bei Null an.“
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