Werder-Verteidiger überzeugt
Werders Stabilisator: Amos Pieper wirbt weiterhin fleißig mit starker Form für neuen Vertrag
Nach überstandener Verletzung überzeugt Amos PIeper mit starken Leistungen - winkt dem Verteidiger nun ein neuer Vertrag beim SV Werder Bremen? So ist der Stand!
Bremen – Nach jedem Spieltag veröffentlichen die offiziellen Social-Media-Kanäle der Bundesliga Fotos, auf denen der jeweilige „Man of the Match“ ein Selfie macht. Beim 1:1-Unentschieden des SV Werder Bremen beim FSV Mainz 05 wurde Werders Verteidiger Amos Pieper zu eben jenem besten Spieler der Partie gewählt – und durfte sich nach dem Abpfiff vor dem vollen Gästeblock selbst kurz fotografieren. Ein wirkliches Lächeln huschte dem Innenverteidiger dabei allerdings nicht über die Lippen, vielmehr zeigte er einen konzentrierten Blick – passend zu seiner aktuellen Verfassung. „Er wirkt momentan sehr fokussiert und topfit“, sagt Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer im Gespräch mit der DeichStube und ergänzt: „Amos ist ein richtig guter Verteidiger, der aktuell die Leistungen bestätigt, die er bereits vor seiner Verletzung in der Vorbereitung gezeigt hat.“
Schon im Sommer war Amos Pieper durch eine starke Frühform aufgefallen, ehe ihn eine Hüftoperation für rund anderthalb Monate ausbremste. Erst Ende September kehrte der 27-Jährige in den Kader zurück, bis zu seinem ersten Einsatz dauerte es dann jedoch noch einige Wochen. In den vergangenen drei Spielen stand der großgewachsene Innenverteidiger nun wieder in der Startelf – auch, weil Kapitän Marco Friedl aufgrund des großen Verletzungspechs bei Werder Bremen auf den Außenbahnen als Linksverteidiger aushelfen musste. Dabei agierte Pieper in allen drei Partien nahezu tadellos und gewann gegen Union Berlin sogar über 90 Prozent seiner Zweikämpfe. Auch beim Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 trat er erneut äußerst souverän auf, klärte zudem zu Beginn der zweiten Hälfte in letzter Sekunde entscheidend auf der Linie und leitete mit seiner Flanke, die über Umwege bei Jens Stage landete, den späten Bremer Ausgleich mit ein. „Wir haben immer betont: Ein topfitter Amos hilft uns weiter“, zeigt sich auch Peter Niemeyer beeindruckt von den derzeitigen Leistungen des Verteidigers.
Werder Bremens Amos Pieper: „Ich versuche, der Mannschaft da zu helfen, wo ich kann, mich voll reinzuhauen“
Amos Pieper selbst hatte erst vor einer Woche betont, dass er dem Fußball derzeit so viel unterordne wie noch nie zuvor in seiner Karriere. Sich selbst zu loben, liegt dem ehemaligen U21-Europameister dennoch fern – stattdessen richtet sich sein Fokus klar auf Weiterentwicklung. „Ich versuche, der Mannschaft da zu helfen, wo ich kann, mich voll reinzuhauen – auch in solchen Spielen. Trotzdem habe ich in jedem Spiel Situationen, wo ich sage: ‚Ey, da kann ich was besser machen, will das besser machen‘“, erklärte er nach der Partie in Mainz und fügte an: „Ich will der Mannschaft noch mehr Sicherheit und Stabilität geben, aber insgesamt fühle ich mich ganz gut.“ Ein Umstand, der ihm in den kommenden Wochen helfen könnte – denn der Konkurrenzkampf bei Werder Bremen wird mit der absehbaren Rückkehr von Friedl in die Innenverteidigung und des besser werdenden Fitnesszustandes des länger verletzten Niklas Stark nicht kleiner. Und da ist ja auch noch die offene Zukunft des Verteidigers, dessen Vertrag bekanntlich im kommenden Sommer ausläuft. Sowohl der Verein als auch Pieper hatten zuletzt mehrfach betont, die Inhalte der Gespräche intern belassen zu wollen.
„In den Verhandlungen gibt es keinen neuen Stand – wir sind weiterhin mit ihm im Austausch“, sagt Peter Niemeyer. Dass sowohl Werder Bremen als auch Amos Pieper wissen, was sie aneinander haben, wurde in den vergangenen Wochen bereits öffentlich deutlich. Dem Vernehmen nach sind beide Seiten daher auch grundsätzlich nicht abgeneigt, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Ob die Gespräche am Ende erfolgreich verlaufen, dürfte allerdings auch davon abhängen, ob Pieper seine aktuelle Form in den kommenden Wochen bestätigen kann und weiterhin die vom Spieler gewünschte Spielzeit erhält. Dann dürfte auch das Grinsen auf den Selfies spätestens zurückkehren. (bvo)
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