Bundesliga-Debüt für Werder

„Wir können nicht erwarten, dass er sofort Bäume ausreißt“: Werder-Neuzugang Mbangula und die Suche nach den 100 Prozent

Werder Bremens Zehn-Millionen-Euro-Neuzugang Samuel Mbangula hat beim 1:4 gegen Eintracht Frankfurt ein durchwachsenes Bundesliga-Debüt gezeigt. Sportchef Clemens Fritz erklärt, warum er noch Zeit braucht.

Bremen – Die Flanke kam etwas zu hoch, der Winkel war ebenso ungünstig – und dennoch bot sich Samuel Mbangula im Spiel gegen Eintracht Frankfurt (1:4) in der 28. Minute die große Chance auf sein erstes Tor im Trikot des SV Werder Bremen. Nach Vorarbeit von Romano Schmid setzte der Belgier den Ball jedoch per Direktabnahme am Gehäuse vorbei. Es hätte der schnelle Anschlusstreffer nach dem Frankfurter Doppelschlag in der ersten Hälfte werden können. Doch wie so viele aussichtsreiche Angriffe der Bremer am Samstagnachmittag verpuffte auch diese Aktion. Es war eine der auffälligsten Szenen des Neuzugangs, der bei seiner Bundesliga-Startelf-Premiere erneut – wie schon bei seinen bisherigen Einsätzen – sein Können andeutete, gleichzeitig aber offenbarte, dass auch noch einiges fehlt, um zur erhofften Verstärkung zu werden.

Zeigte bei seinem Bundesliga-Debüt für Werder Bremen eine Vorstellung mit Licht und Schatten: Samuel Mbangula.

Werder Bremen: Samuel Mbangula bei Bundesliga-Debüt mit Licht und Schatten - „Können nicht erwarten, dass er sofort Bäume ausreißt“

„Samuel ist noch nicht bei 100 Prozent. Das ist nach der kurzen Vorbereitung, dem Wechsel in ein neues Land und der notwendigen Integration aber völlig normal“, erklärte Sportchef Clemens Fritz. „Da können wir nicht erwarten, dass er sofort Bäume ausreißt.“ Der Sommer verlief für den jungen Belgier tatsächlich turbulent: Nach der Club-WM mit Juventus Turin in den USA, bei der er nicht zum Einsatz kam, hatte Samuel Mbangula nur kurz Urlaub, ehe er ins Bremer Trainingslager nach Österreich reiste. Dort verletzte er sich gleich zu Beginn, sodass wertvolle Zeit mit den neuen Kollegen verloren ging. Beim Pokal-Aus in Bielefeld blieb der Zehn-Millionen-Euro-Einkauf des SV Werder Bremen deshalb zunächst auf der Bank. In Frankfurt durfte er nun erstmals von Beginn an ran. „Er ist eine Woche weiter, hat sehr lebendig trainiert. Ich hatte das Gefühl, dass er uns helfen kann“, begründete Cheftrainer Horst Steffen seine Entscheidung.

Mit Mbangulas Auftritt zeigte sich der Trainer nicht unzufrieden: „Er hat heute die Ansätze gezeigt, die uns dazu gebracht haben, ihn zu verpflichten.“ Gleichzeitig weiß Steffen aber auch, dass die bisherigen Leistungen über diese Ansätze noch nicht hinausgingen: „Samuel hat noch etwas Trainingsrückstand aufzuholen. Er wird sicher noch besser werden.“ Die Hoffnung bei Werder Bremen bleibt groß, dass Samuel Mbangula die dringend benötigte Offensiv-Verstärkung wird. „Aber das ist ein Prozess“, stellte Fritz klar. „Wir werden alles dafür tun, dass er schnellstmöglich seine 100 Prozent erreicht.“ (bvo/dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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