Werder-Profi mit missglücktem Comeback

Nach Abfälscher und Platzverweis gegen Köln: Rückendeckung für Werder-Unglücksrabe Stark

Beim Gegentor entscheidend beteiligt, dann mit Gelb-Rot vom Platz geflogen: Niklas Stark hat ein unglückliches Comeback gefeiert- so geht man beim SV Werder Bremen damit um!

Bremen – Am Ende war es ein richtig gebrauchter Nachmittag. Auch für den SV Werder Bremen, aber vor allem für Niklas Stark. Der Innenverteidiger hatte – abgesehen von zwei zwischenzeitlichen Kurzeinsätzen gegen Union Berlin und Mainz – erstmals seit dem 2. Spieltag wieder länger auf dem Platz gestanden. Als Amos Pieper zur Pause in der Kabine bleiben musste, war die Chance des 30-Jährigen gekommen, um sich mal wieder zu beweisen. Doch das Comeback war eines mit unschönem Nachgeschmack. Erst fälschte Stark den Ball vor dem Treffer des 1. FC Köln zum 1:1-Endstand unglücklich ins eigene Tor ab, wenige Augenblicke später sah er dann auch noch die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels. „Es ist heute doof für ihn gelaufen“, meinte Chefcoach Horst Steffen treffend. Eine große Schelte blieb im Nachgang aber aus, stattdessen gab es Rückendeckung für den Franken.

Niklas Stark (links) erlebte ein unglückliches Comeback gegen den 1. FC Köln: Erst fälschte der Verteidiger des SV Werder Bremen den Schuss von Said El Mala unglücklich ins eigene Tor ab, dann flog er mit Gelb-Rot vom Platz.

Werder Bremens Niklas Stark fälscht Schuss von Kölns Said El Mala unglücklich ins eigene Tor ab

„Ich habe in meinem Leben auch schon einige Bälle abgefälscht, das ist halt sehr bitter“, sagte Werder Bremens Kapitän und Abwehrkollege Marco Friedl. „Da kann er nichts dafür. Und das zweite Foul muss er auch machen, weil der Gegner sonst durch gewesen wäre.“ Eine kleine Einschränkung gab es seitens des Österreichers dann aber doch: „Beim ersten Foul braucht er nicht so reinzugehen, aber das ist jetzt wurscht. An ihm lag es nicht, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben.“

Zumal Niklas Stark dem Schuss von Said El Mala überhaupt erst eine ungewollte Richtungsänderung verpassen konnte, weil unmittelbar zuvor Nebenmann Yukinari Sugawara vom Shootingstar des 1. FC Köln abgekocht worden war. Für Peter Niemeyer, Leiter Profifußball des SV Werder Bremen, hatte das Unheil sogar schon vorher seinen Lauf genommen. „Wir hätten es gar nicht dazu kommen lassen müssen, dass es für Köln diese Umschaltsituation gab, sondern vorne den Ball in unseren Reihen lassen können“, monierte der 42-Jährige. Auch er verzichtete daher auf Kritik, sondern hob lieber die Wertigkeit des diesmaligen Pechvogels hervor. „Starki hat sich total in den Dienst der Mannschaft gestellt und seine Sache heute eigentlich gut gemacht. Über ihn kann man grundsätzlich sagen: Wenn er reinkommt, dann liefert er. Dass er dann den Schuss zum 1:1 abfälscht, dafür kann man ihm keinen Vorwurf machen.“ (mbü/bvo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ralf Treese/DeFodi Images

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