Ständiges Auf und Ab:
Stark wartet weiter auf seinen Rhythmus – reagiert Werder auf dem Transfermarkt?
Niklas Stark plagen immer wieder Verletzungsprobleme. Wie Trainer Horst Steffen darüber denkt – und ob Werder Bremen deshalb noch Transfers plant.
Bremen – 304 Minuten stand Niklas Stark in dieser Saison bislang für den SV Werder Bremen in der Bundesliga auf dem Feld. Verteilt sind diese auf insgesamt sieben Einsätze – kein einziger davon über die vollen 90 Minuten. Das liegt unter anderem daran, dass der Verteidiger gleich zweimal mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde. Hartnäckige Hüftprobleme bremsen den Innenverteidiger zudem stetig aus und verhindern auch einen Einsatz im ersten Werder-Spiel des Jahres bei Borussia Dortmund am Dienstag (20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). „Das ist nicht gut für uns, das ist nicht gut für ihn“, bedauert Werders Cheftrainer Horst Steffen den Ausfall und moniert das ständige „Auf und Ab“.
Schwierige Situation für Werder Bremen: Niklas Stark immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen
In den vergangenen Wochen musste Niklas Stark immer wieder mit dem Mannschaftstraining aussetzen und steuerte stattdessen seine Belastung häufig im Indoor-Bereich, da „er immer mal wieder Beschwerden hat“, wie Steffen erklärt. Ein wirklicher Rhythmus kann da kaum entstehen. Auch das ist ein Grund dafür, dass der gebürtige Franke in dieser Spielzeit bislang nur eine untergeordnete Rolle spielt – und das, obwohl der Defensivakteur nicht nur dem Mannschaftsrat angehört, sondern in den vergangenen Jahren, sofern fit, bei Werder Bremen stets gesetzt war. Mittlerweile gehören aber Amos Pieper und Youngster Karim Coulibaly neben Kapitän Marco Friedl in der defensiven Dreierkette zum Stammpersonal.
„Er ist immer, wenn es möglich ist, im Vollgas-Modus unterwegs und gibt alles fürs Team. Auch in Augsburg hat er ein gutes Spiel gemacht, solange die Füße ihn getragen haben“, lobt Horst Steffen den Pechvogel. „Da ist er schon vorbildlich, was Einsatzbereitschaft und Mannschaftsgeist anbelangt.“. Auch während der Trainingseinheiten schone sich der zweimalige deutsche Nationalspieler keineswegs, sein Wort hat zudem auch in der Kabine, wie zu hören ist, weiterhin großes Gewicht. Niklas Stark gehört nach den Abgängen von Michael Zetterer und Marvin Ducksch schließlich zu den erfahrensten Profis im Kader des SV Werder Bremen. Die derzeitige Ungewissheit über seinen gesundheitlichen Zustand ist jedoch auch intern ein Thema.
Niklas Stark immer wieder verletzt – muss Werder Bremen auf dem Transfermarkt nachlegen?
Zumal in Maximilian Wöber ein weiterer Innenverteidiger aktuell mit anhaltenden Beschwerden zu kämpfen hat und Horst Steffen somit nicht dauerhaft zur Verfügung steht. Wie zu hören ist, beobachten die Bremer Verantwortlichen die Situation in der Innenverteidigung daher mit Blick auf den noch bis zum 2. Februar geöffneten Transfermarkt sehr genau. Zwar sind nach jetzigem Stand keine weiteren Neuverpflichtungen zwingend vorgesehen, wie Fußball-Geschäftsführer Clemens Fritz erst am Sonntag öffentlich erklärt hat. Dennoch möchte Werder Bremen nicht das Risiko eingehen, mit lediglich drei dauerhaft einsatzfähigen Innenverteidigern in die Rückrunde zu starten. Die Hoffnung ist aber weiterhin, dass Niklas Stark seine Hüftprobleme in den Griff bekommt und dem Team bald wieder regelmäßig zur Verfügung steht. „Ich wäre froh, wenn er da und fit ist. Denn er fehlt uns“, betont Horst Steffen. (bvo)
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